Samstag, 03. Dezember 2016


3. Trinationales Freiburger Symposium zur Tauchmedizin am 8. November 2008

Wissenswertes rund ums Tauchen für Ärzte und Tauchlehrer

(lifePR) (Freiburg, ) Die gemeinsame Veranstaltung der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Freiburg und des Druckkammerzentrums Freiburg stellt die grenzüberschreitende Wissensvermittlung für Mediziner und Taucher sowie die interdisziplinäre und grenzüberschreitende Versorgung von Patienten in den Mittelpunkt.

Tauchen ist kein Sport wie jeder andere. Vor dem Vergnügen steht eine gründliche tauchmedizinische Untersuchung, am Besten vor Antritt des Tauchurlaubs schon im „Heimathafen“. Dem aktuellen Wissens- und Therapiestand widmet sich deshalb das „3. Trinationale Freiburger Symposium zur Tauchmedizin“, das am Samstag, den 8. November 2008 im großen Hörsaal der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde stattfindet. Das Symposium ist eine gemeinsame Veranstaltung des Universitätsklinikums und des auf Tauchmedizin spezialisierten Druckkammerzentrums Freiburg. Als Gäste des Symposiums sind neben Ärzten auch Tauchlehrer, Übungsleiter und Studenten willkommen.

Von Tauchen in fernen Ländern über Panik beim Tauchen bis Seniorentauchen

Fachärzte der beiden Einrichtungen geben ihre Erfahrungen an Kollegen weiter und werden dabei von ausgewiesenen Experten aus ganz Deutschland unterstützt. Die Themen beschäftigen sich zum einen mit patientenbezogenen Aspekten wie etwa der Reisemedizin und hier speziell dem „Tauchen in Fernen Ländern“. Circa 1,5 Mill. deutsche Sporttaucher tauchen jährlich in tropischen Tauchgebieten und
damit auch in Regionen mit Malaria-Risiko und zahlreichen anderen Infektionserregern. Dr. med. Rosemarie Mazzola, Fachärztin für Allgemein- und Reisemedizin in Freiburg, geht daher u.a. den Fragen nach, welche Medikamente sich mit dem Tauchen vertragen, ob man nach einer Malaria-Notfalltherapie weiter tauchen kann oder ob eine Gelbfieberimpfung eventuell die Tauchtauglichkeit beeinträchtigen kann. Dr. Jörg Angenendt von der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsklinik Freiburg referiert über „Ängste und Panik beim Tauchen“ und wie das Thema als Bestandteil der Taucherausbildung integriert werden kann.

Dass auch betagte Menschen bis ins hohe Alter sicher tauchen können, steht für Prof. em. Dr. med. Heinrich Matthys außer Frage, falls man gesund ist und den nachlassenden physischen und psychischen Möglichkeiten Rechnung trägt. Sein Vortrag „Senioren tauchen“ geht außerdem auf die Möglichkeit ein, sich „disabled diving groups“ mit speziellen Trainingsprogrammen anzuschließen. Dr. med. Claudia Haizman, Fachärztin für Tauch- und Überdruckmedizin am Druckkammerzentrum referiert über „Frauen tauchen“. Gibt es für Frauen mehr Risiken als für Männer?

Weitere Themen: Sicherheit beim Tauchen und Forschungstauchen

Dem Thema „Sicherheit beim Tauchen“ widmet sich Taucherarzt Dr. med. Ulrich van Laak vom DAN Europe Büro Deutschland, Österreich, Ungarn. Mit den Chancen und Risiken von modernem Equipment beschäftigt sich der Vortrag „Technisches Tauchen“ von Christoph Schmitt, Tauchtechnik Überlingen. Damit schlägt die Veranstaltung auch den Bogen zu den Berufstauchern, die auf dem diesjährigen
Symposium mit dem Thema „Forschungstauchen im In- und Ausland“ vertreten sind. Dr. Martin Mainberger von der Kommission Forschungstauchen, von Haus aus
Archäologe und Ausbilder für Forschungstaucher, berichtet über die Arbeit und über internationale Kooperationen von Forschungstauchern. Diese sind wichtiger Bestandteil zahlreicher wissenschaftlicher Vorhaben, vor allem in den Bio- und Geowissenschaften und der Archäologie, aber auch in den Ingenieurwissenschaften sowie der Medienarbeit. Zum Abschluss des informationsreichen Tages werden die Teilnehmer des Symposiums zu einem Tauchgang mit dem größten Raubtier der Erde entführt. Die aktiven Taucher Andrea und Winfried Steffen berichten über ihre Forschungsarbeiten und Begegnungen mit Pottwalen. Außerdem haben die Symposiumsteilnehmer die Möglichkeit, die Druckkammer vor Ort zu besichtigen.

Grenzüberschreitender Dialog zum Wohle des Patienten

Aufgrund der Lage Freiburgs im Dreiländereck spricht das Symposium auch Ärzte aus dem Elsass und der Nordschweiz an, um den Wissenstransfer und die Zusammenarbeit zu verstärken. So werden alle Referate auch in französischer Sprache dokumentiert. Professor Dr. Dr. h.c. Roland Laszig freut sich über diese gemeinsame Veranstaltung: „Das Universitätsklinikum muss sich nach außen öffnen und den Kontakt mit anderen Medizinern pflegen. Dabei sind Frankreich und die Schweiz aufgrund der Grenznähe mit einzubeziehen. Klinik und Ärzte verstehen sich nicht als Konkurrenten in der Gunst der Patienten, sondern helfen gemeinsam optimal dem Taucher.“ Ein praktisches Beispiel hierfür kann das Druckkammerzentrum Freiburg schon jetzt vorweisen. „Gemeinsam haben Kollegen aus Baden-Württemberg und dem Elsass dieses Jahr einen zweisprachigen Tauchunfall-Fragebogen entwickelt. Egal auf welcher Seite des Rheins der Unfall passierte und notärztlich versorgt wurde, der Tauchunfall ist für den weiter behandelnden Arzt am Heimatort bestens dokumentiert“, so Dr. Hellmuth Sümmerer, leitender Arzt am Druckkammerzentrum Freiburg.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Die Landesärztekammer Baden-Württemberg bewilligte 9 Fortbildungspunkte. Es werden voraussichtlich 6 Stunden für Tauchlehrer und Übungsleiter anerkannt.

Anmeldungen sind erwünscht bis zum 3. November 2008 bei:
Frau Christine Herlitschke, Univ.-HNO-Klinik Freiburg:  +49 (0) 761/270-4212
eMail: herlitschke@hno.ukl.uni-freiburg.de

Ausführliche Informationen zum Programm und zu den Referenten finden sich im Internet unter:
http://www.hbo-freiburg.de/...
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Druckkammerzentrum Freiburg GmbH

Die Überdruckmedizin ist eine Therapieform mit Zukunft, vermag sie doch regenerative Fähigkeiten im menschlichen Körper auszulösen.Durch das Einatmen von Sauerstoff unter Überdruck wird dieser um ein Mehrfaches gelöst. Der hohe Sauerstoff-Partialdruck führt zu einer Reihe positiver Auswirkungen auf das Gewebe und die Kapillaren, wie z.B. der Regeneration von Sinnes- oder Knochenzellen oder Gewebe. Die Therapie kann auch dann noch mit Erfolg eingesetzt werden, wenn Standard-Behandlungen unbefriedigend verlaufen sind. Bevorzugte Einsatzgebiete sind Hörstörungen, wie Hörsturz, Tinnitus, Schalltrauma, Wundheilungsstörungen, Knochenmarködemsyndrome an Knie, Schulter, Hüfte und Fußwurzel, späte Bestrahlungsfolgen an Blase oder Darm nach Krebsbestrahlung, Facialisparese.Die HBO ist auch eine ideale Ergänzungstherapie.

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