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Deutsche Welterbestätten setzen auf mehr Kooperation

Erste Tagung unter dem Titel "Natur trifft Kultur - Kultur trifft Natur"

(lifePR) (Bonn, )
UNESCO-Weltnatur- und -Kulturerbestätten können auch in Deutschland nur dauerhaft bestehen, wenn alle Akteure an einem Strang ziehen. Dabei können Naturerbestätten und Kulturlandschaften viel voneinander lernen. Das ist die Bilanz der Tagung „Natur trifft Kultur – Kultur trifft Natur“, die am Montag, 30. Mai, in Bonn erstmals stattgefunden hat. Zur Tagung eingeladen hatten das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und das Gemeinsame Wattenmeersekretariat (CWSS).

„Allen Welterbestätten ist gemeinsam, dass sie einzigartig und unersetzlich sind. Wir haben die Verantwortung, sie für nachkommende Generationen zu bewahren. Dies gelingt nur, wenn Akteure aus dem Naturschutz, der Landschaftspflege und dem Denkmalschutz, aber auch dem Tourismus und dem Bildungsbereich, auf allen Ebenen zusammenarbeiten“, so Thomas Graner, Zentralbereichsleiter des BfN.

Unter dem Titel „Natur trifft Kultur – Kultur trifft Natur“ zielte die Veranstaltung mit Vertreterinnen und Vertretern der deutschen UNESCO-Welterbestätten insbesondere auf einen Erfahrungsaustausch zwischen den drei Weltnaturerbestätten und verschiedenen Kulturerbestätten in Deutschland. Zentrale Themen waren die Kommunikation von Welterbestätten, der Umgang mit Tourismus, und die Frage, wie das Bewusstsein für den außergewöhnlichen universellen Wert des UNESCO-Welterbes vermittelt werden kann.

Rüdiger Strempel, Sekretär des Gemeinsamen Wattenmeersekretariats, hob hervor: „Naturerbestätten und Kulturlandschaften können viel voneinander lernen, weil wir oft vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Dies betrifft nicht zuletzt die Frage des Umgangs mit dem Tourismus, von dem die betroffenen Regionen profitieren können, der aber 'welterbeverträglich' sein muss, also den einzigartigen Wert des Welterbes nicht beeinträchtigen darf.“

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verabredeten, den Austausch fortzusetzen und sich künftig auch zu Fragen von Schutz, Management und Monitoring zu beraten. Dafür sollen bestehende Foren und Netzwerke, zum Beispiel auf Ebene der Deutschen UNESCO Kommission e.V., genutzt werden.

Deutschland gehört mit insgesamt 40 Welterbestätten, darunter 37 Weltkulturerbe- und drei Weltnaturerbestätten, zu den am besten vertretenen Staaten auf der renommierten Welterbe-Liste der UNESCO. Bei insgesamt fünf grenzüberschreitenden Stätten, zu denen auch das Wattenmeer und die „Alten Buchenwälder Deutschlands“ zählen, spielen Fragen der internationalen Zusammenarbeit für Weltnatur- und Weltkulturerbe gleichermaßen eine Rolle.

Über das Gemeinsame Wattenmeersekretariat
Das Gemeinsame Wattenmeersekretariat (Common Wadden Sea Secretariat, CWSS) hat seinen Sitz in Wilhelmshaven und koordiniert, fördert und unterstützt seit 1987 die Aktivitäten der trilateralen Zusammenarbeit zwischen Dänemark, Deutschland und den Niederlanden zum Schutz des Wattenmeeres. 2009 wurde das Wattenmeer aufgrund seiner globalen Bedeutung für die Artenvielfalt als Weltnaturerbe in die Welterbe-Liste der UNESCO aufgenommen. Seither koordiniert das CWSS auch die trilateralen Aktivitäten im Bereich Weltnaturerbe.

 

Bundesamt für Naturschutz

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) ist die wissenschaftliche Behörde des Bundes für den nationalen und internationalen Naturschutz. Das BfN unterstützt das Bundesumweltministerium fachlich und wissenschaftlich in allen Fragen des Naturschutzes und der Landschaftspflege sowie bei der internationalen Zusammenarbeit. Im Bereich UNESCO-Weltnaturerbe begleitet das BfN die deutschen Weltnaturerbestätten fachlich und arbeitet mit internationalen Akteuren bei der Umsetzung des UNESCO-Welterbeübereinkommens mit.

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