Dienstag, 27. September 2016


Gesund durch Hund - wie Tiere zur Genesung beitragen können

ARAG Experten über das tiergestützte Arbeiten

(lifePR) (Düsseldorf, ) In Deutschland setzen Sozialarbeiter, Therapeuten aber auch Lehrer zunehmend auf die Interaktion mit Tieren. Dabei stehen vor allem Hunde, Katzen und Pferde im Vordergrund. Die Frage, die sich dabei stellt: Können Tiere wirklich den Gesundheitszustand oder das Wohlbefinden verbessern? Während die tiergestützte Therapie in den Vereinigten Staaten von Amerika bereits ein eigenes Forschungsgebiet darstellt (Human Animal Interaction - HAI), hängt die Forschung hierzulande hinterher und muss um Akzeptanz kämpfen.

Der Hund als Therapeut


Ob es die sehr feine Nase ist oder ein besonderes Gespür für sein Gegenüber - der Hund ist das perfekte Therapietier, das den medizinischen Bereich immer mehr erobert. Der sensible Vierbeiner kommt durch seine beruhigende Wirkung bereits seit Jahren bei der Arbeit mit Demenzkranken oder in der Kinderpsychiatrie zum Einsatz. Der Umgang mit dem Tier kann hier Stress und Angst mindern. Auch die Zusammenarbeit mit Hunden und depressiven Menschen ist äußerst erfolgreich. Nach Auskunft der ARAG Experten nutzen zunehmend auch Mediziner die feine Nase des Hundes: So kann ein geschulter Hund Tumore erschnüffeln, Epileptiker vor Krampfanfällen oder Diabetes-Patienten vor Unterzuckerung warnen. Erst langsam entdecken die Forscher die medizinischen Fähigkeiten von Hunden. Allerdings, so die ARAG Experten, kann nur mit fundierten Forschungsergebnissen die Kostenübernahme durch Krankenkassen erreicht werden. Und bis dahin ist der Weg in Deutschland noch sehr lang.

Hippotherapie und heilpädagogisches Reiten

Auch hier steht die Forschung noch am Anfang. So gibt es in Deutschland bislang keine Universität, die sich mit dem reittherapeutischen Ansatz beschäftigt. Die Folge: Reittherapie bleibt eine Kann-Leistung der Krankenkassen. Nach Auskunft der ARAG Experten werden bei der Arbeit mit Pferden grundsätzlich zwei Arten unterschieden: Die Hippotherapie ist eine Art Krankengymnastik auf dem Pferd, die das Bewegungsmuster des Pferdes nutzt. Allerdings schränken die ARAG Experten ein, dass gesetzliche Krankenkassen diese Behandlungen nicht mehr bezahlen dürfen, da die Hippotherapie kein verordnungsfähiges Heilmittel und ihr therapeutischer Nutzen nicht ausreichend wissenschaftlich erwiesen ist. Eine weitere Therapieart ist das heilpädagogische Reiten, beispielsweise für Menschen mit Sinnes- oder Wahrnehmungsstörungen oder Verhaltensauffälligkeiten. Durch den Körperkontakt zu den speziell ausgebildeten Therapiepferden sollen Patienten lernen, sich selbst und ihre Bedürfnisse besser wahrzunehmen. Diese Kosten können nach Auskunft der ARAG Experten in Sonderfällen von der Krankenkasse übernommen werden. Mit einem entsprechenden Pflegegutachten kann auch die Pflegekasse in manchen Fällen die Kosten für eine Reittherapie abrechnen.

Im Wasser: Delfintherapie

Die wohl bekannteste tiergestützte Therapieform, die vor allem aus den USA bekannt ist, ist die Delfintherapie. Diese intelligenten Säuger werden vor allem bei behinderten oder verhaltensauffälligen Kindern eingesetzt. Durch den Kontakt zum Tier sollen sich bei den kleinen Patienten die Konzentrations- und Kontaktfähigkeit verbessern. Aber auch hier weisen die ARAG Experten einschränkend ein, dass die vermuteten Auswirkungen bislang nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden konnten. Da zudem die Kosten dieser Therapie enorm hoch sind, werden sie nicht von der Kasse übernommen.
Diese Pressemitteilung posten:

Website Promotion

Weitere Pressemitteilungen dieses Herausgebers

Disclaimer