Sonntag, 11. Dezember 2016


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Orang-Utan "Bini" zeigt ihr Baby!

(lifePR) (Berlin, ) Im Jahr 2009 wollen alle vier Menschenaffenarten des Berliner Zoos auf sich aufmerksam machen. Den Beginn machten die Schimpansen auf unrühmliche Art, dann wurde die neue Gorillafreianlage eingeweiht und es gab Nachwuchs bei den Bonobos. Es fehlt lediglich noch eine Meldung von den Orang-Utans, die jetzt aber ebenfalls mit Nachwuchs erfreuen können.

Bereits am 20. September wurde Sumatra-Orang-Utan "Bini" zum fünften Male Mutter. Jedoch blieb ihr jüngster Sohn "Bulan" den meisten Besuchern verborgen; denn zumeist hielt sich "Bini" im hintersten Bereich des Innengeheges auf, und der Kleine blieb am Körper der Mutter im langen Fell versteckt. Jetzt ist die Mutter-Kindbeziehung derart gefestigt, dass "Bini" ihr Baby auch vorne an der Scheibe präsentiert.

"Bini" selbst musste nach ihrer Geburt 1980 von Reviertierpfleger Reimon Opitz mit der Flasche aufgezogen werden. Sie ist ein Vorbild für alle Handaufzuchten; denn obwohl sie nie eine eigene Mutter hatte, versteht sie es hervorragend, ihre leiblichen Kinder zu versorgen. Auch "Butans" 32jähriger Vater "Mano" füllt sein Erzeugerrolle bestens aus. Er darf seinen Kindern Gesellschaft leisten, weil er es versteht, nicht zu stören. Mit dabei ist noch der ältere Sohn "Bagus". Orang-Utans leben in freier Natur mehr oder weniger einzeln. Hier treffen sie sich nur an beliebten Futterplätzen und zur Paarung.

Sumatra-Orang-Utans gehören zu den kritisch bedrohten Tierarten. Sie besiedeln nur noch den Regenwald im nördlichsten Teil der indonesischen Insel und ihr Bestand wird auf kaum mehr als 7000 Individuen geschätzt. Hauptsächlich leiden sie unter der dramatischen Lebensraumzerstörung. Lebensfeindliche Ölplantagen, die den Urwald verdrängen, bieten ihnen keine Nahrung. Zuletzt war es der verheerende Tsunami 2004, in dessen Folge es zu einer drastischen Verstärkung des Holzeinschlags durch Not leidende Menschen gekommen war.

Die Zukunft dieser vielleicht intelligentesten Menschenaffen steht auf des Messers Schneide. Nachzuchten der etwa 250 Tiere umfassenden weltweiten Zoopopulation sind deshalb besonders wertvoll.

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