Samstag, 21. Januar 2017


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Trauer um verstorbene Gorillafrau Kati

(lifePR) (Basel, ) Im Affenhaus des Zoo Basel verstarb am frühen Sonntagmorgen die betagte Gorillafrau Kati. Sie war etwa 49 Jahre alt, was einem sehr hohen Menschenalter entsprechen würde. In den letzten Wochen wurde Kati zunehmend schwächer. Sie starb im Beisein der ganzen Gorillagruppe. Das Pflegerteam und die Verantwortlichen des Zoo Basel trauern um die markante Gorillapersönlichkeit.

In der Nacht auf Sonntag verstarb im Affenhaus des Zoo Basel die betagte Gorillafrau Kati. Sie war etwa 49 Jahre alt. Ihr Alter kennt man nicht genau. Sie war der letzte im Freileben - damals französisch Kongo - geborene Zolli-Gorilla. Kati verstarb nach einer kurzen Zeit des Schwächerwerdens im Kreis der Basler Gorillagruppe. Neben sehr schlechten Zähnen und allgemeinen Altersbeschwerden könnte ein vom tierpathologischen Institut der Universität Bern festgestellter Befall mit Fuchsbandwurm zum Tod geführt haben.

In den Zoo Basel kam Kati im Jahr 1962 als Spielgefährte für die damals dreijährige Goma und den Gorillabuben Pepe. Zusammen mit dem Orang-Utan-Kind Elsie und dem Schimpansenmädchen Josephine bildeten die fünf eine Kinderspielgruppe, deren Ausgelassenheit noch manchen langjährigen Zoofreunden in lebhafter Erinnerung ist. Als junge Erwachsene zog Kati im Jahre 1969 mit der damals achtköpfigen Gorillagruppe ins neue Affenhaus ein. Anfangs Siebzigerjahre hatte Kati ihre ersten Kinder. Als Mutter hatte sie kein Glück. Dafür entwickelte sie eine hohe Kompetenz als Teilzeitmutter an der Seite ihrer kinderreichen Kollegin Quarta. Mit ausgeprägter Sorgfalt hat sie die ihr anvertrauten Kleinkinder jeweils betreut und zu gegebener Zeit der eigentlichen Mutter wieder zurückgegeben. Diese Qualitäten und Katis stilles Wesen bewirkten, dass Kati, wenn auch nicht ranghoch, so doch ein gutes Ansehen in der Gruppe hatte. Mit dem Silberrücken Pepe hatte sie zeitlebens eine sehr nahe Verbindung. Nach dessen Ableben im Jahre 1999 fand sie im Kreis der ebenfalls älteren Gorillafrauen Goma und Quarta zwei Verbündete, mit denen sie sich gemeinsam gegenüber dem zuweilen aufschäumenden Temperament der rauflustigen Jugendlichen behaupten konnte.

In den letzten Tagen ist Kati merklich ruhiger geworden. Ihr Tod hinterlässt eine Lücke. In der Gorillagruppe namentlich an der Seite der betagten Geschwister Goma und Quarta, sowie im Zoo Basel bei allen, die diese eindrückliche Gorillapersönlichkeit über lange Jahre geschätzt haben und mit ihr verbunden waren.

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