Freitag, 02. Dezember 2016


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Man sagt, er habe magische Kräfte : Nordamerikas tiefster See: Crater Lake in Oregon

(lifePR) (Frankfurt / Main, ) In der entscheidenden letzten Schlacht zerstörte Skell, der Geist des Himmels, den Berg Mazama, in dem Llao, der Häuptling der Unterwelt, wohnte. Mit unverstellbarem Getöse fiel der feuerspeiende Berg in sich zusammen und hinterließ ein riesiges Loch in der Erde. - So jedenfalls erklären die Klamath-Indianer die Entstehung des Kratersees von Oregon, dem einzigen Nationalpark des Staates. Dessen Besucher mögen die Geschichte heute etwas prosaischer sehen, doch das tiefe Blau des Sees und die faszinierende Landschaft rund um den Crater Lake bringen sogar ansonsten nüchterne Wissenschaftler ins Schwärmen.

Der modernen Forschung zufolge spielte sich der wohl spektakuläre Ausbruch des Mount Mazama vor rund 8.000 Jahren ab. Der friedliche blaue See von heute lässt freilich kaum ahnen, unter welch dramatischen Umständen er entstand.

Vom Feuerberg zum Nationalpark

Den Indianern war der kreisrunde Kratersee ein vertrauter Anblick, lange bevor ihn 1853 auch weiße Goldsucher entdeckten. Sie waren von der Farbe des Sees so beeindruckt, dass sie ihn zunächst einfach "Deep Blue Lake" - "tiefblauer See" - nannten. Aber weil sie Gold und nicht Wasser suchten, hatten sie die Existenz des Sees schon bald wieder vergessen. Erst rund 20 Jahre später beschäftigte sich William G. Steel intensiv mit dem See, dessen Tiefe man inzwischen mit einem sehr langen Klavierdraht erstaunlich genau ausgemessen hatte. Inzwischen weiß man durch Echolotmessungen, dass der See an seiner tiefsten Stelle genau 592 Meter tief ist und damit der tiefste See der USA. Die Kaldera (der Vulkankrater) hat am oberen Rand einen Durchmesser von rund 10 km.

Steel gab vielen der natürlichen Formationen im und um den See Namen und zollte damit den alten Legenden Tribut, die ihm die einheimischen Indianer erzählten: Skell Head und Llao Rock erinnern die Besucher noch heute daran. Am 22. Mai 1902 erfüllte sich dann Steels großer Traum, dem er 17 Jahre seines Lebens gewidmet hatte: Der inzwischen als "Crater Lake" bekannte See und 728 km² des umliegenden Gebietes wurden zum Nationalpark erklärt (www.nps.gov/crla).

Je nach Witterung erscheint der See seinen jährlich rund 450.000 Besuchern noch immer in einem tiefen Blau, doch manchmal wirkt er auch geheimnisvoll düster oder wolkenverhangen. Dann versteht man auch wieder die Indianer, die diesem Ort einst magische Kräfte zusprachen. Ein besonderes Schauspiel bietet die Winterzeit, wenn hier über 13 Meter Schnee fallen können - mehr als an den meisten anderen Orten der USA. Dann wird der Park zu einem Paradies für Skilangläufer.

Ein Besuch am Crater Lake

Die Zufahrt zum Park kostet pro Fahrzeug $10 (ca. Euro 6,30) für bis zu einer Woche. Es gibt zwei Unterkunftsmöglichkeiten im Park: Die Crater Lake Lodge (am Südufer des Sees) und The Cabins at Mazama Village (am Südeingang). Beide sind nur von Mai bzw. Juni bis Oktober geöffnet, und aufgrund der begrenzten Zahl an Gästezimmern (71 bzw. 40) werden Reservierungen dringend empfohlen. Im Sommer stehen zudem zwei Campingplätze zur Verfügung: Auf dem Mazama Campground kann man einen der 200 Zeltplätze vorab reservieren, auf dem sehr viel kleineren Lost Creek Campground (an der Straße zum Pinnacles Overlook südöstlich des Sees) werden die 16 Zeltplätze nach Ankunft vergeben. Weitere Informationen zu den Unterkünften findet man unter www.CraterLakeLodges.com.

Park-Ranger halten informative Vorträge zu unterschiedlichen Themen. Nähere Informationen dazu erhält man in den Besucherzentren. Für sechs- bis zwölfjährige Besucher gibt es ein spezielles "Junior Ranger"-Programm (am Mazama-Campingplatz). Es werden auch Bootstouren auf dem See angeboten, doch zur Bootsanlegestelle muss man etwa 3,5 km wandern. Die Fahrkarten werden am Parkplatz am Cleetwood Cove Trailhead verkauft.

Crater Lake fürs Portemonnaie

Aus Stolz auf den Crater-Lake-Nationalpark wählte der Staat Oregon den tiefen, tiefblauen Kratersee mit Wizard Island in seiner Mitte und den Randgipfeln Hillman und Watchman im Hintergrund übrigens auch zum Motiv für die Rückseite der Vierteldollarmünze ("Quarter"), wie sie seit 1999 in regelmäßigen Abständen den fünfzig Bundesstaaten der USA gewidmet werden (ähnlich wie die 2-Euro-Münzen mit Ländermotiven in Deutschland) (www.USMint.gov). Der Quarter von Oregon, der im Juni 2005 in Umlauf kam, zeigt den See vom südwestlichen Ufer aus und trägt die Inschrift "Crater Lake". Numismatiker loben den Entwurf der Oregon-Münze wegen seiner Klarheit und Übersichtlichkeit. Die 25-Cent-Münzen werden jeweils in einer hohen Auflage geprägt, sind aber unter Sammlern schon heute sehr begehrt. Auf den Vorderseiten der Münzen ist einheitlich das Porträt George Washingtons zu sehen, des ersten Präsidenten der USA.

Weitere Informationen

Portland ist von Deutschland aus mehrmals pro Woche und in den Sommermonaten sogar täglich nonstop mit der Lufthansa zu erreichen - von Frankfurt/Main aus geht es in 10 Stunden und 25 Minuten an die frische Luft. Weitere Informationen (in englischer Sprache) erhält man auf den im Text genannten Websites.

Deutschsprachige Informationen zu Oregon gibt es auch im Internet: Unter www.TravelOregon.de kann der "Beaver State" rund um die Uhr besucht werden.

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