- Pressemitteilung BoxID 332216
Gute Zwischenbilanz bei bayerischen Weißstörchen
Viele Jungstörche werden flügge
Rund 2 Wochen brauchen Jungstörche, bis sie sich selber ernähren können und der Familienverband sich langsam auflöst. Dieses Jahr sind die neuangesiedelten Störche in Mainkofen (Lkr. Deggendorf) am spätesten dran, dort werden die Jungen voraussichtlich erst Ende August flügge. Nun heißt es Daumen drücken für die restlichen Jungstörche, damit diese rechtzeitig selbstständig werden.
Leider sind einige Jungstörche beim Fliegen-üben oder bei den ersten Ausflügen verunglückt, so z.B. in Polling im Lkr. Weilheim, dies passiert aber jedes Jahr und gehört zu den Risiken für Jungstörche dazu.
Nur knapp die Hälfte der Jungen überlebt das erste Jahr, danach sinkt die Todesfallrate deutlich. Eine Todesursache, der Stromschlag, reduziert sich hoffentlich noch weiter bis Ende 2012: Bis dahin müssen alle gefährlichen Strommasten gesichert sein.
Erfreulicherweise gab es dieses Frühjahr keinen langen Dauerregen. Die sogenannte Schafskälte hat im Juni zwar mit Kälte und Regen an einzelnen Storchennestern, vor allem im Südbayerischen Raum für Brutverluste gesorgt (z.B. in Schrobenhausen, Lkr. Pfaffenhausen) und auch einzelne Gewitterfronten mit Hagel waren für Jungenverluste verantwortlich (z.B. in Biburg, Lkr. Kelheim), aber im Großen und Ganzen können wir von einem guten Storchenjahr ausgehen, so Weißstorch-Projektleiterin Oda Wieding vom LBV.
Über das bayerische LBV-Storchenschutzprogramm wird der Bestand im Auftrag des Landesamtes für Umwelt (LfU) überwacht, über 300 ehrenamtliche Storchenbetreuer haben die Nester im Auge und melden Daten oder ungewöhnliche Vorkommnisse.
Die ersten größeren Storchentrupps sammeln sich schon für den Abflug nach Süden, z.B. im Altmühltal und auch an der Donau, umherstreifende Störche können auch an ungewöhnlichen Stellen beobachtet werden wie z.B. im unterfränkischen Maintal bei Miltenberg oder bei Rosenheim.
Unter www.lbv.de kann die aktuelle Entwicklung an den einzelnen Storchennestern in Bayern verfolgt werden.
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