Donnerstag, 19. Januar 2017


  • Pressemitteilung BoxID 150896

Flüssigrauch, Vanillin & Co. / Verbraucherzentrale informiert über zugesetzte Aromastoffe in Lebensmitteln

(lifePR) (Berlin, ) Aus der industriellen Herstellung von Lebensmitteln sind Aromen kaum noch wegzudenken. Durch ihren Einsatz lassen sich teure Rohstoffe einsparen und Geschmacksverluste vermeiden, die bei Verarbeitung oder Lagerung entstehen. Aber herbe Geschmacksverluste erleiden unter Umständen auch die Verbraucher, die durch Gewöhnung an den "Nachbau" das echte Produkt nicht mehr zu schätzen wissen.

Farbenfrohe Abbildungen auf den Verpackungen, beispielsweise von Früchten, versprechen leckeren Genuss. Dabei sind die Produkte oft aromatisiert, also geschmacklich aufgepeppt, und nicht selten fehlen die Früchte ganz. Natürlicherweise gibt es mehrere Tausend verschiedene Aromastoffe in Lebensmitteln. Doch wenn heute "Aroma" in der Zutatenliste steht, dann verbergen sich dahinter physikalisch, chemisch, gentechnisch oder biotechnisch hergestellte Geschmacksstoffe. Diese können von Bakterien, Schimmelpilzen oder anderen Mikroorganismen produziert werden.

"Wer die Zutatenliste auf der Verpackung beachtet, wird feststellen, dass Aromen auch dort zugesetzt wurden, wo man sie gar nicht vermuten würde", sagt Christoph Römer von der Verbraucherzentrale Berlin. So beispielsweise in eingelegten Gurken, grünen Erbsen in Gläsern und Dosen, Margarine, Fruchtgetränken, Schokoladenerzeugnissen, Fischkonserven und vielem mehr. Ebenso in "Geräuchertem", dem mitunter lediglich Raucharoma zugesetzt wurde, um den typischen Geschmack zu erzielen. Auch in einem Vanillejoghurt mit dem Hinweis "Natürliches Aroma" muss keine echte Vanille sein. Denn natürliche Aromen müssen nicht aus dem namensgebenden Rohstoff gewonnen werden. Sie müssen lediglich aus der Natur stammen, damit könnte auch Baumrinde gemeint sein. Nur die Bezeichnung "natürliches Vanillearoma" garantiert, dass das Aroma wirklich aus der Schote stammt.

Essen soll schmecken - unbestritten. Doch ob und was uns schmeckt, wird vor allem auch erlernt und durch Gewohnheiten geprägt. "Viele Kinder, die mit den üblichen, sehr intensiv aromatisierten Fertigprodukten aufwachsen, können mit selbst zubereiteten Speisen wie Erdbeerquark oder Naturjoghurt mit Früchten wenig anfangen und empfinden natürliche Lebensmittel als fade", so Römer.

Information und Beratung rund um Lebensmittel bietet die Verbraucherzentrale Berlin persönlich am Hardenbergplatz 2, 10623 Berlin.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Pinguine zurück am Bodensee

, Familie & Kind, Merlin Entertainments Group Deutschland GmbH

Während unsereins bei den derzeit frostigen Temperaturen lieber Urlaub in wärmeren Gefilden macht, fühlen sich die Eselspinguine bei antarktischen...

FitLine spielt weltweit auf höchstem Niveau

, Familie & Kind, PM-International AG

Handball-Weltmeister Christian Schwarzer moderierte gemeinsam mit dem Sportdirektor der PM-International AG, Torsten Weber, die Sport-Talk Runde...

Paradigmenwechsel beim Kindschaftsrecht nach Trennung und Scheidung: Wechselmodell eine gesellschaftliche Notwendigkeit

, Familie & Kind, Interessenverband Unterhalt und Familienrecht ISUV / VDU e. V.

Nach Auffassung des Interessenverbandes Unterhalt und Familienrecht (ISUV) ist ein Paradigmenwechsel im Kindschaftsrecht notwendig. Auf Grund...

Disclaimer