Sonntag, 11. Dezember 2016


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BMBF fördert Forschung zu neurologischen Störungen

(lifePR) (Hamburg, ) Die Neurophysiologin Dr. Ileana L. Hanganu-Opatz wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgezeichnet und erhält 1,4 Millionen Euro Fördergelder für ein Forschungsprojekt zur Reifung neuronaler Netzwerke. Das Forschungsprojekt wird im Zentrum für Molekulare Neurobiologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) angesiedelt sein und bereits am 1.Oktober starten. Damit ist die künftige UKE-Forscherin Hanganu-Opatz eine der fünf herausragenden Neurowissenschaftlerinnen in Deutschland, welche ein internationales Gutachtergremium aus 70 Bewerberinnen ausgewählt hat.

Lern-, Gedächtnis-, und Aufmerksamkeitsdefizite sind für eine Reihe von neurologischen Erkrankungen wie Schizophrenie und Autismus kennzeichnend. Dr. Hanganu-Opatz liefert in ihrer Arbeit Grundlagen zum Verständnis solcher neurologischer Störungen. Sie befasst sich dazu mit der Entwicklung, Ausformung und Erkrankung der Hirnrinde. Die geplante Forschergruppe hat das Ziel, grundlegende Mechanismen aufzudecken, welche zur frühen Entwicklung der neuronalen Netzwerke beitragen, die für Kognition und Verhalten zuständig sind. Diese Mechanismen sind trotz ihrer hohen klinischen Bedeutung bislang kaum erforscht.

Dr. Hanganu-Opatz, die derzeit an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz tätig ist, wurde im März 2008 mit dem renommierten Du Bois-Reymond-Preis der Deutschen Physiologischen Gesellschaft ausgezeichnet. 2006/2007 forschte sie mit einem Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft am Institut de Neurobiologie de la Méditerranée in Marseille. 2003 erhielt sie den Dagmar-Eißner- Preis des Fachbereichs Medizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Insgesamt werden zwei der fünf ausgezeichneten Neurowissenschaftlerinnen am UKE arbeiten. Neben Hanganu-Opatz hat das BMBF auch die UKE-Forscherin Dr. Ulrike Bingel, Klinik für Neurologie am UKE, mit 1,3 Millionen Euro ausgezeichnet. Ihr Forschungsprojekt zu Schmerzverarbeitung und Schmerzwahrnehmung wird ebenfalls am UKE angesiedelt sein. Ziel des BMBF-Förderprojekts
"Unabhängige Forschergruppen in den Neurowissenschaften" ist es, die Karrierechancen von Frauen in den Neurowissenschaften zu erhöhen. Die Wissenschaftlerinnen sollen mit den bereitgestellten Mitteln eine selbstständige Forschergruppe leiten und ihre wissenschaftlichen Fähigkeiten weiter ausbauen.

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