Sonntag, 04. Dezember 2016


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Weiter gehen auf dem Weg nach Bologna

Der Präsident der Universität Bayreuth, Professor Dr. Rüdiger Bormann, zum Auftakt des Sommersemesters 2010

(lifePR) (Bayreuth, ) Die Mehrzahl der Studierenden befürwortet den Bologna- Prozess und bewertet die Studienqualität in den Bachelor-/ Masterstudien-gängen positiv. Dies hatte Bayerns Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch zum Start des Sommersemesters 2010 festgestellt und findet für diese Position jetzt Unterstützer: "Beide Bewertungen kann ich aus Gesprächen mit Studierenden nur bestätigen", erklärt der Präsident der Universität Bayreuth, Professor Dr. Rüdiger Bormann (Foto).

Er begrüße zudem ausdrücklich, dass sich Heubisch für eine bessere Finanzausstattung der Universitäten stark mache. Der Minister hatte vorgeschlagen, jeden Euro an Studienbeiträgen durch einen Euro an staatlichen Mitteln zu ergänzen. Dies entspräche etwa 150 Millionen Euro im Jahr und damit wäre sichergestellt, dass jede Hochschule entsprechend ihrer Studierendenzahl von dem Programm profitiert. Dass bei der Verteilung von Mitteln, die der Verbesserung der Lehre zugute kommen, die Größe der Universität eine Rolle spielt, liege auf der Hand, so Professor Dr. Bormann. "Allerdings denke ich, dass neben rein quantitativen Gesichtspunkten auch qualitative Aspekte nicht außer Acht gelassen werden sollten."

Bei allem Verständnis dafür, dass ein Teil der Studierenden derzeit nicht zufrieden ist: Die Bologna-Reform sei ein komplexer Transformationsprozess, der nicht innerhalb weniger Jahre abgeschlossen ist, so Professor Dr. Bormann weiter. Er sehe keine Notwendigkeit, die Reform einer Reform zu postulieren - vielmehr sei eine kontinuierliche Weiterentwickelung des Systems, die die bisherigen Erfahrungen berücksichtigt, notwendig. An der Universität Bayreuth folge man dieser Einsicht bereits seit geraumer Zeit. "Bei uns war und ist es gängige Praxis, Studiengänge an geänderte Anforderungen anzupassen und auftretende Probleme zeitnah und zielführend zu lösen", so der Präsident. Und: Aufgrund der im Vergleich zu anderen Universitäten sehr frühen Einführung von Bachelor und Master verfügt die Universität Bayreuth diesbezüglich über große Erfahrung.

Eine sehr grundlegende Erkenntnis aus dieser Erfahrung: Einfache Lösungen müssen nicht immer die besten sein. Die von Studierenden aktuell monierte hohe Prüfungsdichte mit der Faustformel "Eine Prüfung pro Modul" entzerren zu wollen, könne funktionieren, müsse aber nicht zwangsläufig zu einer sachgerechten Lösung führen. "Es kommt auf den Umfang der Prüfung und die Inhalte des Moduls an", so Professor Dr. Bormann. Was daher generell ansteht: "Wir müssen ein funktionales Gleichgewicht finden zwischen den Rückmeldungen, die Studierende brauchen, um ihre Leistungen einschätzen zu können, und dem Maß an Belastung, das sie und auch die Lehrenden an den Universitäten tragen." Dieses Austarieren müsse fachspezifisch und mit den Studierenden gemeinsam erfolgen. Dabei seien auch die Fragen zu beachten, ob Prüfungsnoten in die Endnote einfließen sollten und inwieweit sich eine mögliche Reduzierung der Prüfungsanzahl beim Wechsel des Studienortes auf die Mobilität der Studierenden auswirke.

Zu einer weiteren Verbesserung der Rahmenbedingungen für ein Studium an der Universität Bayreuth gehören nach Professor Dr. Bormanns Worten neben der kontinuierlichen Anpassung der Studiengänge und der sachgerechten Gestaltung der Prüfungen der weitere Ausbau des Qualitätsmanagements in der Lehre sowie die Intensivierung der Tutoren- und Mentorenprogramme. "Gerade der Kontakt zu den Studierenden in den ersten beiden Semestern ist sehr wichtig, um auf Probleme zeitnah reagieren zu können", so der Präsident der Universität Bayreuth. Die Universität Bayreuth werde diese Programme daher nochmals ausbauen, um die Abbrecherquote weiter zu reduzieren.

Zum Service, nicht nur der Universität Bayreuth, soll in Zukunft ein Campus- Managementsystem gehören, mit dessen Hilfe EDV-gestützt ein durchgängiges überschneidungsfreies Studium möglich werden soll. Die Informatiker und Mathematiker der Universität Bayreuth entwickeln derzeit in einem Pilotprojekt ein System, das zentral in ein EDV-gestütztes Campus-Management integriert werden soll.

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