Sonntag, 04. Dezember 2016


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Zahlungsverkehr 2010: Banken fürchten Verlust von Marktanteilen

(lifePR) (Hamburg, ) Stürmische Zeiten für Banken: Die Kreditinstitute kämpfen 2010 nicht nur mit dem Vertrauensverlust nach der Finanzkrise, sondern auch gegen neue Konkurrenten. Sieben von zehn Fach- und Führungskräften im Bankensektor gehen davon aus, dass branchenfremde Wettbewerber ihnen Marktanteile abnehmen werden. Ein Einfallstor ist der Zahlungsverkehr. Spezialisierte Dienstleister aus dem Nichtbankensektor sowie innovative, kundenfreundliche Zahlungsmethoden im Internet und per Handy setzen die Geldhäuser stärker unter Druck. Dies ergibt der "Branchenkompass Kreditinstitute" von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

Die Zahl branchenfremder Unternehmen, die Finanzdienstleistungen im Bereich Zahlungsverkehr anbieten, wird 2010 weiter steigen. So entwickeln beispielsweise Kreditkartenanbieter ein Verfahren, bei dem Kunden im Einzelhandel schnell und bequem über ihr Mobiltelefon statt mit einer Karte zahlen können. Bereits länger etabliert sind Online-Dienstleister, die einen sicheren Zahlungsfluss gewährleisten, beispielsweise zwischen den Teilnehmern von Internetauktionen - inklusive attraktiver Zusatzdienstleistungen wie einer Rückerstattung im Betrugsfall. Einen zusätzlichen Schub erhält die Entwicklung durch die Einführung des Europäischen Zahlungsraums SEPA. Durch die Standardisierung des Zahlungsverkehrs in der Europäischen Union drängen Wettbewerber aus dem Ausland in den deutschen Markt.

Bankentscheider betrachten diese Neuentwicklungen aus mehreren Gründen mit Sorge: Ihnen gehen nicht nur Umsätze verloren, sondern sie kämpfen gleichzeitig mit dem zunehmenden Bedeutungsverlust im alltäglichen Geldverkehr: Durch die schwindende Kontaktzahl verliert auch die Kundenbindung an Kraft, so dass langfristig Umsätze in anderen Geschäftsfeldern gefährdet sind. Die Positionierung gegenüber Wettbewerbern gilt daher als Top-Herausforderung für das Jahr 2010.

Eine einheitliche Strategie zum Umgang mit den neuen Konkurrenten zeichnet sich bisher nicht ab. Ein Teil der Institute stellt sich der Herausforderung, die Zahlungsdienstleistungen selbst weiter zu entwickeln: Jede vierte Bank plant, neue Geschäftsfelder im Bereich Zahlungsmanagement auszuloten. Annähernd genauso viele Bankmanager verfolgen den entgegengesetzten Weg: 22 Prozent der Befragten planen, den Zahlungsverkehr an einen kompetenten Kooperationspartner auszulagern. Am populärsten ist jedoch der Ansatz, die bestehenden Angebote effizienter und somit günstiger zu gestalten. Die einfachere Handhabung und das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis sind starke Argumente zur Kundenbindung. 42 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Institut daher die Standardisierung automatisierter Zahlungen vorantreibt.

Hintergrundinformationen

Im Juli und August 2009 befragte forsa 100 Entscheider aus 100 der größten Kreditinstitute in Deutschland zu den Branchentrends sowie zu den Strategien und Investitionszielen bis 2012. Die Entscheider repräsentieren die drei Säulen der deutschen Kreditwirtschaft: Sparkassen, Genossenschaftsbanken und Kreditbanken. Die befragten Institute gehören zu den nach ihrer Bilanzsumme größten Kreditinstituten im Land. Befragt wurden jeweils die Vorstandsvorsitzenden, die Vorstandsmitglieder, die Geschäftsführer, die Leiter der Unternehmensentwicklung, die Leiter von Finanzen und Controlling oder die Vertriebs- und Marketingleiter. Die Befragungen wurden mit der Methode des Computer Assisted Telephone Interview (CATI) durchgeführt.

Steria Mummert Consulting AG

Steria Mummert Consulting zählt zu den zehn führenden Anbietern für Management- und IT-Beratung im deutschen Markt und bietet Business-Services, die unter Einsatz modernster Informationstechnologie Unternehmen wie Behörden ein effizienteres und profitableres Arbeiten ermöglichen. Als Teil der Steria Gruppe verbindet das Unternehmen die tiefgehende Kenntnis der Geschäftsmodelle seiner Kunden mit einer umfassenden internationalen Expertise im Bereich IT und Business Process Outsourcing. So gelingt es Steria Mummert Consulting, den Herausforderungen seiner Kunden mit innovativen Lösungen zu begegnen. Durch seinen kooperativen Beratungsstil arbeitet Steria Mummert Consulting eng und partnerschaftlich mit seinen Kunden zusammen, begleitet sie bei ihren Transformationsprozessen, stellt so sicher, dass sie sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können, und trägt damit zu einer nachhaltigen Verbesserung der Erfolgsposition seiner Kunden bei. 19.000 Steria-Mitarbeiter in 16 Ländern stehen hinter den Systemen, Services und Prozessen, die Tag für Tag die Welt in Gang halten, und berühren dabei das Leben von Millionen Menschen weltweit. 1969 gegründet, unterhält Steria heute Standorte in Europa, Indien, Nordafrika und Südostasien. Der Umsatz des Unternehmens betrug im Jahr 2008 1,8 Milliarden Euro. 16,5 Prozent des Kapitals sind im Besitz der Steria-Mitarbeiter. Die Gruppe, mit Hauptsitz in Paris, ist an der Euronext Paris gelistet.

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