Samstag, 25. Mai 2013


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Obersendling und Milbertshofen: MVG nimmt widerrechtlich abgestellte Fahrräder ins Visier

(lifePR) (München, ) In Obersendling und Milbertshofen startet die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) eine neue Kampagne gegen wild abgestellte und herrenlose Fahrräder. In beiden U-Bahnhöfen werden ab der nächsten Woche neue Hinweistafeln angebracht, um Fahrradfahrer für die Problematik zu sensibilisieren (Beispiel siehe linke Abb.). Die Schilder weisen einerseits Bereiche aus, in denen keine Räder abgestellt werden dürfen, weil diese sonst den Zugang zur U-Bahn behindern und gerade auch mobiliätseingeschränkten Fahrgästen im Weg stehen (z. B. durch Anketten am Handlauf, siehe Foto). Andererseits ist den neuen Schildern zu entnehmen, dass widerrechtlich abgestellte bzw. herrenlose Räder auch regelmäßig entfernt werden. Begleitet wird die neue Beschilderung von Info-Aktionen vor Ort. Obersendling und Milbertshofen wurden als Pilotstationen ausgesucht, weil an diesen beiden Bahnhöfen nicht nur im Straßenumfeld, sondern auch im unmittelbaren Zugangsbereich zur U-Bahn (Hausrechtsbereich) besonders viele Räder wild abgestellt werden und somit eine Behinderung auf dem Weg zur U-Bahn darstellen.


Entfernung wird angekündigt
Mit der Entfernung der Fahrräder hat die MVG die P+R Park&Ride GmbH beauftragt. Diese wird die widerrechtlich abgestellten und herrenlosen Fahrräder im Hausrechtsbereich der MVG an den beiden Pilotbahnhöfen beseitigen, zuvor aber rechtzeitig auf die entsprechende Aktion hinweisen. Dazu kommen in einem ersten Schritt Banderolen zum Einsatz, mit denen herrenlose Fahrräder identifiziert bzw. die Eigentümer der entsprechenden Räder auf die geplante Entfernung und deren Begründung hingewiesen werden. Nach einer angemessenen Frist erfolgt im nächsten Schritt die konkrete Ankündigung der Beseitigung durch Aushänge im U-Bahnhof. Genannt wird darin auch eine Service-Stelle mit Telefon-Hotline, bei der man sich ggf. über die Rückgabe entfernter Räder informieren kann. Kurz nach dieser letzten Ankündigung werden verbotswidrig abgestellte Fahrräder dann abtransportiert und für mindestens sechs Monate eingelagert.

Stellplatzbedarf steigt
Gunnar Heipp, Leiter Strategische Planungsprojekte bei SWM/MVG: "Natürlich begrüßen wir jeden Kunden, der umweltfreundlich mit dem Rad zur U-Bahn kommt. Und deswegen freuen wir uns auch, dass es immer mehr werden. Kehrseite der Medaille ist allerdings, dass die vorhandenen Stellplätze im öffentlichen Straßenraum an einigen Bahnhöfen inzwischen an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Sie sollen und müssen deswegen auch ausgebaut werden, so wie dies zum Beispiel in Obersendling bereits von der Stadt geplant ist. Aus dem gleichen Grund ist eine gezielte und vor allem regelmäßige Entfernung von widerrechtlich abgestellten und herrenlosen Fahrrädern erforderlich. In Obersendling und Milbertshofen werden wir mit unserem Partner P+R Park&Ride GmbH als erstes damit anfangen, die Behinderungen auf dem Weg zur U-Bahn zu beseitigen. Das gefundene Verfahren ist transparent und lässt den Besitzern der Fahräder genügend Zeit, rechtzeitig zu reagieren. Durch das Pilotprojekt an diesen beiden Bahnhöfen wollen beide Partner zugleich die Bedingungen und Möglichkeiten einer längerfristigen Zusammenarbeit auch an weiteren Bahnhöfen testen."

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