Samstag, 03. Dezember 2016


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Eine neue Führung für Schloss und Garten Weikersheim- Präzisionsarbeit im Team

Schloss Weikersheim

(lifePR) (Bruchsal, ) Das attraktive Sonderführungsprogramm ist für viele Schlossfans ein Anlass, immer wieder Schloss und Schlossgarten Weikersheim zu besuchen. Derzeit bereitet das Weikersheimer Team ein neues Thema vor: "Durch Raum und Zeit" soll einen packenden Einstieg in die wesentlichen Erlebnisse von Schloss und Garten bieten. Wie eine neue Führung entsteht, erklärt Monika Menth, die Leiterin der Schlossverwaltung.

IN JEDER SAISON VERÄNDERT SICH DAS ANGEBOT
Schloss und Schlossgarten Weikersheim sind kaum vorstellbar ohne die vielen ungewöhnlichen Führungen, die die Staatlichen Schlösser und Gärten immer wieder anbieten. Für alle Altersgruppen, für unterschiedliche Interessen: Oft sind es ganz verblüffende Ideen, die einen neuen Blick auf das einzigartige Grafenschloss eröffnen. "Wir müssen natürlich schauen, dass unsere Gäste immer wieder gern zu uns kommen, denn viele sind 'Wiederholungstäter' und Fans", sagt Monika Menth, die Leiterin der Schlossverwaltung. Die Konsequenz aus dieser Erkenntnis: Das lebendige Programm verwandelt sich von Jahr zu Jahr: Bewährte Führungsthemen bleiben, neue kommen dazu.

FÜHRUNGSPROTOTYP KURZ VOR SERIENREIFE
Jetzt im Sommer 2015 steht in Weikersheim wieder eine neue Führung kurz vor der "Serienreife": "Durch Raum und Zeit". Worum geht es bei dem neuen Rundgangkonzept? Die neue Sonderführung soll das gräfliche Schloss und den berühmten Barockgarten so in einer Führung verbinden, dass ein geschlossenes Bild entsteht - und sie darf nicht zu lang sein. "Als erstes mussten wir feststellen, dass eine halbe Schloss- plus eine halbe Gartenführung noch lange nichts Ganzes ergibt", erläutert Monika Menth. Das thematische Rückgrat habe gefehlt und vor allem das Gefühl, die "ganze Geschichte" erzählt zu haben.

VERÄNDERTE NACHFRAGE NACH KÜRZEREM ERLEBNIS
Mit der neuen Führung reagieren die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg auf die ganz konkrete Nachfrage nach einem gemeinsamen Rundgang in Schloss und Garten. Viele Besucherinnen und Besucher, vor allem auch Gruppen, wollen beides sehen, den Garten und das Schloss. Und viele haben nicht genug Zeit, zweimal eine volle Führung von über einer Stunde einzuplanen. Kürzere Führungen liegen im Trend - auch das ist eine Beobachtung der Staatlichen Schlösser und Gärten. Sehen will man dennoch möglichst alles Wichtige in Schloss und Garten. Lange Führungen seien längst nicht mehr allen zumutbar, weiß die Schlossverwalterin aus Erfahrung: Der Altersschnitt an einem Ausflugsziel wie Weikersheim steigt: Für viele ältere Gäste ist eine zweistündige Führung zu anstrengend.

DER ROTE FADEN DURCH SCHLOSS UND GARTEN
Wie aber kann man den Reichtum der gräflichen Residenz von Weikersheim, die Geschichten und Themen, die Personen und Räume knapp und anschaulich erlebbar machen? "Unsere Idee war: Wir gehen durch Räume und Zeiten, von der Burg des Mittelalters bis zum späten 18. Jahrhundert, als das Schloss in seinen Dornröschenschlaf fiel." Jeder Epoche werden exemplarisch Räume und Themen zugeordnet - der Bergfried etwa steht für die wehrhafte Wasserburg des Mittelalters. In der Renaissance rückt die Entdeckung der Welt und der Wissenschaften in den Fokus - und der Umbruch der Reformation. Dafür steht die Schlosskapelle, ein ganz moderner Raum aus dieser Zeit. Und natürlich der grandiose Rittersaal, herrschaftlich, stolz und geschmückt mit einem exotischen Boten aus der Fremde, mit dem berühmten Elefanten. Für die Zeit des Barock steht der berühmte Barockgarten - aber auch die detailreiche Einrichtung der gräflichen Räume.

NEUE FÜHRUNGEN ENSTEHEN MIT VIEL ERFAHRUNG
Das Besondere in Weikersheim: Neue Führungen entstehen immer in gemeinsamer Arbeit. Monika Menth erzählt, dass aus den Erfahrungen des Teams festgelegt wird, was man an Wegen gehen kann und was der beste Standort ist. "Wir haben immer ein Team von drei erfahrenen Leuten, die diesen roten Faden festlegen", erklärt sie. Daraus entsteht ein kleiner Textablauf - wie ein Treatment einer Filmhandlung. Als nächstes wird dann das große Themengerüst mit Details gefüllt. "Dafür braucht es dann immer wieder mal historische Recherche", erklärt Menth.

DER BERÜHMTE ELEFANT IN WIEN ENTDECKT
Ein Beispiel sei der berühmte Elefant im Rittersaal, der in der neuen Führung eine wichtige Rolle spielen soll - den kennen alle. Aber woher kannte, vor über 400 Jahren, der Auftraggeber Graf Wolfgang das ungewöhnliche Tier? "Wir haben uns auf die Suche gemacht und festgestellt: Graf Wolfgang war am Kaiserhof in Wien, als dort der berühmte Elefant, ein Geschenk des Königs von Portugal, zu sehen war. Solche Entdeckungen bauen wir dann in die Führung ein", erklärt die Leiterin der Schlossverwaltung stolz.

VIELFÄLTIGE PRAXISTESTS FÜR DIE NEUEN FÜHRUNGEN
Wenn dann Ablauf und Inhalte klar sind, kommt der Praxistest: Die neue Führung wird mit verschiedenen Gruppen probiert. Wie ist die Reaktion der Besucherinnen und Besucher? Und, in Weikersheim ganz wichtig: Was halten die Busunternehmen und die Gruppen davon? "Gut 25 % unserer Führungen sind Gruppen, die als Busreisen zu uns kommen", erklärt Monika Menth. "Anschließend fragen wir: War alles verständlich? Was war spannend, was war langweilig?" Steht die Führung, wird sie fachlich auf Herz und Nieren geprüft: Das Konzept wird im Detail mit dem fürs Schloss zuständigen kunsthistorischen Fachmann durchgesprochen. Konservator Dr. Wolfgang Wiese überprüft, was sich das Schlossteam überlegt hat und gibt inhaltliche Tipps. "Erst danach ist die Führung reif für unsere Gäste," fasst Monika Menth den Prozess zusammen, der sich über zwei Jahre hinziehen kann. Die neue Sonderführung "Durch Raum und Zeit" steht in Schloss und Schlossgarten Weikersheim ab Herbst auf dem Programm und kann für Gruppen gebucht werden.

WWW.SCHLOSS-WEIKERSHEIM.DE
WWW.SCHLOESSER-UND-GAERTEN.DE

Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

KOMMEN. STAUNEN. GENIESSEN. Die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg öffnen, be-wahren und entwickeln 59 historische Monumente im deutschen Südwesten. 2014 besuchten rund 3,7 Mio. Men-schen diese Originalschauplätze mit Kulturschätzen von höchstem Rang: darunter Schloss Heidelberg, Schloss und Schlossgarten Schwetzingen, das Residenzschloss Ludwigsburg, Schloss und Schlossgarten Weikersheim, Weltkulturerbe Kloster Maulbronn, Kloster und Schloss Salem sowie die Festungsruine Hohentwiel.

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