Dienstag, 06. Dezember 2016


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Andrei Ujica in Cannes

Neuer Film des HfG-Professors bei den 63. Filmfestspielen in Cannes 2010

(lifePR) (Karlsruhe, ) "Die Autobiographie des Nicolae Ceau?escu" (The Autobiography of Nicolae Ceau?escu, 2010, 180 Min.), der neue Film von HfG-Professor Andrei Ujica, ist für die 63. Filmfestspiele in Cannes 2010 für den Wettbewerb außer Konkurrenz nominiert. Die Filmfestspiele in Cannes finden vom 12. bis 23. Mai 2010 statt (www.festival-cannes.fr).

Der Film ist der dritte Teil von Andrei Ujicas Trilogie über das Ende des Kommunismus in Rumänien 1989. Nach "Videogramme einer Revolution" (1992) und "Out of the Present" (1995) wurde "Die Autobiografie des Nicolae Ceau?escu" von Icon-Production Bukarest mit Unterstützung durch das CNC Bukarest und das HfG/ZKM-Filminstitut produziert.

Andrei Ujica wurde 1951 in Timi?oara, Rumänien geboren, lebt seit 1981 in Deutschland und ist seit 2001 Professor für Film an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und seit 2002 Gründungsdirektor des ZKM | Filminstituts.

Im Wintersemester 2008/09 veranstaltete Andrei Ujica ein Seminar zu seinem Filmprojekt "Die Autobiografie des Nicolae Ceau?escu" und schrieb dazu: "Die bekanntesten Bilder von Ceau?escu sind die seines Prozesses und somit bin ich bei einem bewährten Filmplot angelangt: Ein Angeklagter lässt während eines juristischen Verfahrens, das sich zunehmend als Inszenierung entpuppt, sein Leben Revue passieren. Allerdings mit folgenden Besonderheiten: Das Opfer ist weder Jeanne d'Arc noch Alfred Dreyfus sondern ein verwerflicher Tyrann und alle von ihm gesehenen sowie kommentierten Bilder sind Zeitdokumente. Jeder Zuschauer wird nach ein paar Minuten verstehen, dass der Film sich nur aus dokumentarischen Aufnahmen zusammensetzt, wie auch vom Titel her schon erkennen, dass Ceau?escu Monolog von fremder Hand geschrieben sein muss. Während abedas Originalmaterial durch Montage die emotionale Kraft von Spielfilmsequenzen erreicht, strebt der fiktionale Monolog des Helden, den ich in Zusammenarbeit mit Razvan Radulescu schreibe, durch eine möglichst genaue Rekonstruktion seiner psychologischen Befindlichkeit die Objektivität des historischen Dokuments an."

In der Ausgabe Juli/August 2009 hat die Zeitschrift "Cahiers du cinéma" eine Top-10-Liste der subversivsten Filme der Kinogeschichte veröffentlicht, in der sich auch "Videogramme einer Revolution" findet, den Andrei Ujica zusammen mit Harun Farocki 1992 realisiert hat.

Link: www.hfg-karlsruhe.de/news/subversiv-videogramme-einer-revolution.html

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