Mittwoch, 07. Dezember 2016


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Das globale Chaos meistern

(lifePR) (Mannheim, ) Neue Technologien, der demographische Wandel und die zunehmende Globalisierung - das sind einige der Kräfte, die die Arbeitswelt derzeit verändern. Welche Faktoren dabei eine Rolle spielen und wie Unternehmen und Organisationen sich den neuen Bedingungen erfolgreich stellen können, vertieft Dennis R. Briscoe, emeritierter Professor der Universität San Diego, am 9. September 2008, um 10.15 Uhr, auf der Fachmesse Zukunft Personal.

Die Arbeitswelt ist aktuell geprägt von VUCA: Volatility, Uncertainty, Complexity and Ambiguity - von Unbeständigkeit, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit. In diesem chaotischen Umfeld dreht sich laut Dennis R. Briscoe alles um das Humankapital und um das Ziel, Organisationen innovativ und flexibel zu halten. "Regeln, die wir einmal gelernt haben, werden uns vermutlich nicht mehr helfen", sagt der Professor. Da sich beispielsweise einzelne Jobs sehr schnell ändern, müssten Personalmanager laufend die Stellenbeschreibungen sowie Trainings- oder Vergütungssysteme an die neuen Bedingungen anpassen. Vor allem der breite Mangel an Talenten, sei eine Herausforderung für das Personalmanagement, die eine bessere Ausbildung erfordere und Recruiting erschwere. Briscoe hat in diesem Zusammenhang eine Art Machtwechsel beobachtet: Während bis vor kurzem die Unternehmen die Arbeitsbedingungen diktierten, wären nun die Mitarbeiter am Zug, Forderungen zu stellen.

Auf die anstehenden Aufgaben seien HR-Manager jedoch nicht gut vorbereitet. "Das liegt in der Natur des Personalmanagement", erklärt Briscoe. Einerseits müssten sich Personalverantwortliche vor allem mit lokalen Gesetzen und Regelungen beschäftigen. Anderseits arbeite das Personalmanagement jedoch zunehmend global und sollte deshalb auch die Arbeitsbedingungen in anderen Ländern kennen. Um das zu veranschaulichen, nennt Briscoe ein Beispiel: Als er vor ein paar Jahren im BMW-Headquater in München ein Briefing zu einigen Personalthemen bekam, erzählten die BMW-Personaler, dass sie angesichts des Mangels an Ingenieuren und IT-Mitarbeitern international rekrutieren wollten - etwa in den USA. Nach dem Meeting entdeckte er an einer Bushaltestelle die Anzeige einer amerikanischen Firma, die deutsche Ingenieure abwarb. "Das ist genau das, was internationales Recruiting heißt: Alle sind hinter derselben Gruppe von Menschen her", resümiert der Professor der Universität San Diego.

Schwierig werde es vor allem in Veränderungssituationen des Unternehmens wie sie internationale Fusionen und Übernahmen mit sich bringen. Da viele Aspekte einer Fusion in der Verantwortung der Personalmanager lägen, sollten Organisationen die Personalabteilung Briscoe zufolge sehr früh einbeziehen. "Fusionierende Unternehmen gehen viele HR-Angelegenheiten ganz unterschiedlich an, zum Bespiel bezogen auf Vergütungssysteme und Sonderleistungen, Trainingsprogramme und Nachfolgeplanungen", berichtet der HR-Experte. Sich mit diesen Themen erst zu beschäftigen, wenn die Übernahme schon perfekt sei, könne hohe Kosten verursachen, die in der Folge wahrscheinlich auch einen Personalabbau nach sich zögen. Personalbelange sind laut Briscoe die kritischen Themen einer Fusion - kritischer noch als finanzielle Fragen oder Aspekte der Produktanpassungen.

Briscoe hat jedoch festgestellt, dass HR-Manager häufig die letzten sind, die die Unternehmensführung in Transaktionen einbezieht. "Sie werden oft nicht als Mitglied des Top-Teams respektiert, was zum Teil an ihrer eigenen schlechten Vorbereitung liegen mag, aber auch daran, dass viele Manager HR grundsätzlich nicht ernst nehmen - ein großer Fehler aus meiner Sicht."

Über Dennis R. Briscoe, Ph.D.

Briscoe gilt als einer der führenden Experten für internationale Personalarbeit. Der emeritierte Professor der Universität San Diego und Autor des Standardwerks "International Human Resource Management" arbeitete mehr als zwanzig Jahre im Management und in HR-Ressorts von Unternehmen und Non-Profit-Organisationen. Gleichzeitig war er beratend tätig - beispielsweise für die Society for Human Resource Management (SHRM) - und hat dabei mehr als 70 Länder bereist. Seine Erfahrungen flossen in rund 60 Artikel ein. An sechs Büchern hat er sich als Autor oder Co-Autor beteiligt, darunter "Industrial Relations Around the World", "Experiences in Public Administration" und "101 Ways to Motivate Employees".

Auf der Zukunft Personal können Interessierte den Professor für International Human Resource Management am 9. September, um 10.15 Uhr, in Halle 5.1, Forum 5 live erleben. Anschließend (um 11.30 Uhr) stellt er sich in der "International Networking Lounge", zu der Journalisten und ausländische Fachbesucher Zutritt haben, einem "Public Interview". Das Gespräch führt Connie Voigt, Chefredakteurin des Schweizer Fachmagazins "HR Today".

spring Messe Managment GmbH

spring Messe Management organisiert in sechs Ländern Messen für Personalmanagement - in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Ungarn, Russland und Spanien. Der private Messeveranstalter bringt Interessenten, Experten und Anbieter zusammen. Auf diese Weise fördert spring die Kommunikation und den Austausch der Marktteilnehmer. spring Messen sind ein Gradmesser für neue Produkte, Ideen und Managemententwicklungen.

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