Mittwoch, 07. Dezember 2016


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Chancen und Herausforderungen für innovatives "Faltfurnier"

Hochschule Rosenheim entwickelt zusammen mit Furnierhersteller Schorn & Groh ein neues Furnierprodukt für anspruchsvolle Wohn- und Bürowelten

(lifePR) (Rosenheim, ) Mit dem neuem Faltfurnier wurde eine Produktidee umgesetzt, die vor zwei Jahren bei einem Hochschulwettbewerb zur Findung neuer Absatzmärkte für die Furnierindustrie den ersten Preis gewann. Studenten der Hochschule Rosenheim entwickelten das Produkt unter der Leitung von Prof. Dr. Matthias Zscheile und in Zusammenarbeit mit Furnierhersteller Schorn & Groh, Karlsruhe. Der neue, faltbare Furnierwerkstoff besteht aus mehreren Lagen und kann zu verschiedensten hochwertigen Produkten weiterverarbeitet werden, zum Beispiel zu repräsentativen Büro- und Verpackungsartikeln.

Der neu entwickelte Werkstoff besteht im Wesentlichen aus drei Materiallagen, die einen funktionsoptimierten Sandwichaufbau ergeben. Die Außenseiten (Decklagen) werden jeweils mit einer Furnierschicht belegt, durch die das edle Erscheinungsbild zustande kommt. Durch die elastische Mittelschicht wird die produktspezifische Faltbarkeit der Halbzeuge ermöglicht. Besonderer Wert wurde auf die ökologische Verträglichkeit der verwendeten Materialen gelegt, zum Beispiel wurden nur lösemittelfreie Klebstoffe verarbeitet. Das erforderliche Knick- und Faltvermögen der Halbzeuge wird durch Einfräsen der Furnier-Decklagen erreicht. Im Zuge der Entwicklung wurde zudem besonders Wert auf eine mögliche industrielle Fertigung der Halbzeuge und der Endprodukte gelegt.

Faltfurnier vereint die angenehme Haptik und die natürliche Schönheit des Naturmaterials Holz mit innovativen Eigenschaften - und bietet damit vielfältige neue Absatzchancen für Furnier.

Bei der Suche nach geeigneten Produkten, die aus dem neuen Halbzeug gefertigt werden könnten, konzentrierten sich Entwicklung und Fertigung zunächst auf Verpackungs- und Aufbewahrungsartikel im hochpreisigen Segment. Im weiteren Verlauf des Entwicklungsprojektes wurde die in Frage kommende Produktpalette durch neue Ideen erweitert: Überall, wo auf edle und hochdekorative Produkte Wert gelegt wird und diese Produkte als Blickfang dienen, kann Faltfurnier eingesetzt werden. Vor allem anspruchsvolle Wohn- und Bürowelten sind geeignete Absatzmärkte. Dabei baut Faltfurnier auf bestehende Produktlinien, wie Ringbuch-Ordner, Dokumentenmappen und Terminplaner auf und ersetzt die bisher verwendeten Materialien. Faltfurnier gibt bekannten Produkten ein exklusives Design, kombiniert mit ansprechender Haptik.

Durch den Einsatz verschiedener Furnierarten und diverser Verfahren zur Oberflächenbehandlung kann ein breites Spektrum sehr unterschiedlicher Produkte hergestellt werden. Dies ist auch ein Vorteil für die Gestaltung der Preispolitik:

Je nach Materialkombination kann Faltfurnier im mittleren Preissegment vertrieben werden - oder für anspruchsvolle Kundengruppen im hohen bis exklusiven Preissegment.

Diverse Ausführungsformen und -arten von Verbindungsmittel für z.B. Aufbewahrungsboxen erweitern das mögliche Produktportfolio und damit die Auswahl nochmals. Die denkbaren Produkte aus Faltfurnier lassen sich durch kundenspezifische Gravuren und Logos zusätzlich individuell gestalten und tragen somit zur Abrundung des Produktportfolios bei.

Verschiedene Ausführungsvarianten eines definierten Referenzproduktes wurden bezüglich ihrer Herstellungskosten analysiert und bewertet, um eine Optimierung der Werkstoffeigenschaften und Fertigungsprozesse voranzutreiben. Dafür wurden aktuelle Materialpreise und Maschinenstundensätze herangezogen. Weitere Kostenoptimierungs-Potentiale sind durch die Herstellung der Halbzeuge in größerem, industriellem Maßstab erschließbar.

Zeitgleich wird im Rahmen einer zusätzlichen Diplomarbeit eine Marktanalyse durchgeführt und speziell die Produkt-Politik für das Halbzeug herausgearbeitet. Dies soll genaue Ergebnisse über mögliche Absatzmärkte und Kundenwünsche liefern.

Das Entwicklungsteam an der Hochschule Rosenheim und Liljana Groh von Schorn & Groh sind davon überzeugt, dass es für den neuen Werkstoff viele interessante Anwendungsfelder geben wird, die momentan noch gar nicht überschaubar sind. Beide sind sehr am Fortschritt der Entwicklungen und am breiten Einsatz von Faltfurnier interessiert. Potentielle Interessenten und Anwender für diese Halbzeuge sind gern zur Mitwirkung und Fortführung dieses Projektes eingeladen.

Entwicklungsteams an der Hochschule Rosenheim im Rahmen der Semester übergreifenden Projektarbeiten im 4. u. 5. Semester:

Team 1: Swenja Stahnke, Michael Schulze, Manuel Reinhardt, Stefan Zimmermann, Fabian Kutscher

Team 2: Stephani Brill, Patrick Capello, Matthias Grötz, Matthias Koch

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