Mittwoch, 18. Januar 2017


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Stratmann: "Autoren stehen für Leben und Kultur in Niedersachsen"

Literatur- und Übersetzerstipendien vergeben

(lifePR) (Hannover, ) Vier herausragende Autoren und erstmals auch ein Übersetzer erhalten jetzt vom Niedersächsischen Kulturminister Lutz Stratmann die mit insgesamt rund 37.000 Euro dotierten Literaturstipendien 2010. "Wir fördern Schriftsteller in ihrem Schaffen, die mit ihren beispielhaften Literatur- oder Übersetzungsprojekten für das Leben und die Kultur in Niedersachsen stehen", sagte Stratmann. Dieses Jahr konnte die Jury, die sich aus den fünf Mitgliedern der Niedersächsischen Literaturkommission zusammensetzt, ein Jahresstipendium, drei Arbeitsstipendien und ein Übersetzerstipendium vergeben.

Werner Schmitz, der in Celle lebt und arbeitet, überzeugte mit seiner Übersetzung des Romans "Solar" des englischen Schriftstellers Ian McEwan. Die Jury hob vor allem seine sprachliche Stilsicherheit und thematische Sorgfalt hervor. Er sei dem hohen inhaltlichen und literarischen Anspruch des Werkes in besonderer Weise gerecht geworden. Schmitz hat sich als Übersetzer englischsprachiger Literatur und großer Autoren einen Namen gemacht. Er erhält eine Förderung von 7.800 Euro.

Das begehrte Jahresstipendium für Literatur in Höhe von 14.000 Euro geht diesmal an Katharina Born. Die Tochter des Namensgebers des niedersächsischen Nicolas-Born-Literaturpreises, die in Paris und bei Dannenberg lebt, erhält die Auszeichnung für das Exposee ihres Romans über die Lebensgeschichte eines jüdischen Flüchtlings. Ihr Werk spielt zur Zeit des Zweiten Weltkriegs und verfolgt den Weg des Protagonisten zurück bis ins Jahr 1915, in dem seine Familiengeschichte beginnt. Borns Roman basiert auf den Erzählungen eines Onkels und eigenen historischen Recherchen. Laut Jury zeichnet die Autorin besonders ihr Blick fürs Detail und ihr sprachliches Talent aus.

Drei Arbeitsstipendien gehen an die Autoren Jan Brandt aus Leer, Sabrina Janesch aus Gifhorn und Kai Splittgerber aus Oldenburg. Die mit jeweils 5.000 Euro dotierten Auszeichnungen sollen die Preisträger in ihrer Arbeit und der Fertigstellung ihrer Werke unterstützen.

Jan Brandt hat mit Witz, Rhythmus und einer packenden Geschichte eines der Stipendien erhalten. Aus Sicht des Jugendlichen Daniel Kupers schildert er ein niedersächsisches Dorf in den achtziger Jahren. Brandt besticht vor allem durch seine Fähigkeit, soziale und politische Aspekte zu beleuchten, ohne die Kritik in den Mittelpunkt der Erzählung zu rücken.

Sabrina Janesch konnte die Juroren mit ihrem Romanprojekt "Babylon" überzeugen. Die dort geschilderte Familiengeschichte spielt vor dem Hintergrund von Flucht und Vertreibung im Zweiten Weltkrieg, allerdings aus der Sicht nachfolgender Generationen. Die Autorin verbindet verschiedene zeitliche Ebenen und beweist erzählerische Souveränität.

Mit "Das kleine Tierleben - Aus dem Expeditionsbuch des Tierforschers Edmund Alfred Brehm" legt der junge Autor Kai Splittgerber ein ebenso fantastisches wie fantasievolles Projekt vor. In Zusammenarbeit mit Illustratorin Dorothea Huber nimmt sich Splittgerber eines klassischen Themas an und parodiert gleichzeitig das Genre des Abenteuerromans.

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