Dienstag, 06. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 132029

MediGene AG berichtet über die ersten neun Monate 2009: Umsatzanstieg und Rückgang des Verlusts

(lifePR) (Martinsried, ) .
- Anstieg der Gesamterlöse um 12 % auf 28,6 Mio. EUR (9M-2008: 25,5 Mio. EUR)
- Verbesserung des EBITDA um 33 % auf -13,1 Mio. EUR (9M-2008: -19,5 Mio. EUR)
- Rückgang des Nettoverlusts um 37 % auf 15,9 Mio. EUR (9M-2008: 25,0 Mio. EUR)
- Präzisierung der Jahresprognose 2009
- Analysten-Telefonkonferenz mit Internetübertragung (in englischer Sprache) heute, 14.30 Uhr (MEZ)

Das Biotechnologie-Unternehmen MediGene AG (Frankfurt: MDG, Prime Standard, TecDAX) hat in den ersten neun Monaten 2009 gegenüber den ersten neun Monaten 2008 die Gesamterlöse gesteigert, das EBITDA verbessert und den Nettoverlust gesenkt. Die Finanzzahlen werden nach IFRS (International Financial Reporting Standards) berichtet.

Die Gesamterlöse, die hauptsächlich aus der Kommerzialisierung des Medikaments EligardÒ in Europa stammen, beliefen sich in den ersten neun Monaten 2009 auf 28,6 Mio. EUR

(9M-2008: 25,5 Mio. EUR) bzw. im dritten Quartal 2009 auf 8,6 Mio. EUR (Q3-2008: 11,7 Mio. EUR). Der Rückgang der Gesamterlöse im Quartalsvergleich ist darauf zurückzuführen, dass im dritten Quartal 2008 einmalig 4,4 Mio. EUR für die Rückgabe der OraceaÒ-Rechte an Galderma enthalten waren. Um diesen Einmaleffekt bereinigt, ist der Umsatz im Berichtsquartal gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 17 % gewachsen.

Der EBITDA-Verlust belief sich im dritten Quartal 2009 auf 6,3 Mio. EUR (Q3-2008: 3,0 Mio. EUR). Auch hier ergab sich, bereinigt um den genannten Einmaleffekt im Vergleichszeitraum, eine deutliche Ergebnisverbesserung. Auf Neunmonatsbasis konnte MediGene den EBITDA-Verlust um 33 % auf 13,1 Mio. EUR (9M-2008: 19,5 Mio. EUR) verringern.Den Nettoverlust reduzierte MediGene in den ersten neun Monaten 2009 um 37 % auf 15,9 Mio. EUR

(9M-2008: 25,0 Mio. EUR) bzw. im dritten Quartal 2009 auf 7,6 Mio. EUR (Q3-2008: 8,4 Mio. EUR). Der Rückgang des Verlusts geht im Wesentlichen auf den Anstieg der Erlöse, auf die Senkung der Ausgaben für Forschung und Entwicklung - wozu insbesondere die Ausgründung der mTCR-Technologie beigetragen hat - sowie auf die Senkung der Verwaltungs- und Vertriebskosten in den ersten neun Monaten zurück. Der Aufwand für Forschung und Entwicklung reduzierte sich in den ersten neun Monaten 2009 um 37 % auf 13,6 Mio. EUR (9M-2008: 21,7 Mio. EUR) bzw. auf Quartalbasis um 27 % auf 4,8 Mio. EUR (Q3-2008: 6,6 Mio. EUR).

Der Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit verringerte sich in den ersten neun Monaten 2009 um 32 % auf -15,7 Mio. EUR (9M-2008: -23,0 Mio. EUR) bzw. im dritten Quartal 2009 um 45 % auf -4,3 Mio. EUR (Q3-2008: -7,8 Mio. EUR). Aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergab sich für die ersten neun Monate 2009 ein durchschnittlicher monatlicher Barmittelverbrauch von 1,7 Mio. EUR (9M-2008: 2,6 Mio. EUR) bzw. im dritten Quartal 2009 von 1,4 Mio. EUR (Q3-2008: 2,6 Mio. EUR).

Zum Stichtag 30. September 2009 belief sich der Bestand an flüssigen Mitteln auf 9,7 Mio. EUR. Zudem hat das Unternehmen durch eine im Jahr 2008 vereinbarte Eigenkapitalzusage der YA Global Investments L.P. Zugriff auf weitere finanzielle Mittel in Höhe von bis zu 25 Mio. EUR. Im Oktober 2009 hat die MediGene AG zwei Tranchen aus diesem SEDA-Programm abgerufen. Dabei wurden gegen Ausgabe von 429.553 Aktien 2,0 Mio. EUR eingenommen, die in den berichteten Zahlen noch nicht enthalten sind..

Wichtigste Ereignisse in den ersten neun Monaten 2009:

- Aufnahme der MediGene-Aktie in den Auswahlindex TecDAX
- Dr. Frank Mathias zum neuen Vorstandsvorsitzenden der MediGene AG bestellt
- Umstrukturierung begonnen: Umschichtung personeller und finanzieller Ressourcen auf klinische Entwicklung
- Bewerbung und aktive Vermarktung von Veregen® in den USA durch Partner Nycomed begonnen
- Positive Entscheidung über Marktzulassung für Veregen® in den ersten europäischen Ländern, Zulassung in Deutschland erteilt
- Verträge über Vermarktungspartnerschaften für Veregen® in Spanien und Portugal bzw. Deutschland, Österreich und Schweiz abgeschlossen
- US-Zulassungsbehörde erteilt Orphan Drug Status für EndoTAG®-1

Gekürzte Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung In T€ Q3-2009 ungeprüft Q3-2008 ungeprüft Veränderung 9M-2009 ungeprüft 9M-2008 ungeprüft Veränderung

Umsatzerlöse 8.403 6.837 23 % 26.988 19.706 37 %

Sonstige betriebliche Erträge 176 4.905 -96 % 1.580 5.804 -73 %

Gesamterlöse 8.579 11.742 -27 % 28.568 25.510 12 %

Beschaffungskosten der Erlöse -7.321 -6.039 21 % -21.850 -16.012 36 %

Bruttoergebnis 1.258 5.703 -78 % 6.718 9.498 -29 %

Vertriebskosten und Allgemeine Verwaltungskosten -2.971 -2.378 25 % -6.876 -8.180 -16 %

Forschungs- und Entwicklungskosten -4.809 -6.559 -27 % -13.560 -21.684 -37 %

Verluste aus Ausgründung 0 -6.384 - % 0 -6.384 - %

Betriebsergebnis -6.522 -9.618 -32 % -13.718 -26.750 -49 %

Ergebnis vor Steuern -7.522 -9.058 -17 % -15.838 -26.650 -41 %

Periodenfehlbetrag -7.550 -8.402 -10 % -15.866 -24.994 -37 %

Dr. Thomas Klaue, Finanzvorstand der MediGene AG, kommentiert: "In den ersten neun Monaten 2009 hat MediGene die Umsätze weiter gesteigert und den Verlust deutlich gesenkt. Mit der Eigenkapitalzusage der YA Global Investments L.P. haben wir zudem die Möglichkeit, zusätzliche Barmittel in Höhe von bis zu 25 Mio. Euro einzunehmen. So sind wir in der Lage, das finanzielle Polster von MediGene zu stabilisieren und unsere Verhandlungsposition zum Abschluss einer Partnerschaft für unser Krebsmittel EndoTAG®-1 zu stärken. Daher haben wir im vierten Quartal mit dem Ziehen erster Tranchen begonnen. Wir bleiben bei unserem Ziel, nicht den schnellsten, sondern den besten Abschluss zur Verpartnerung von EndoTAG®-1 zu erzielen."

Prognose:

Finanzprognose: Das Unternehmen präzisiert seine im März 2009 veröffentlichte Jahresprognose. MediGene geht davon aus, im Gesamtjahr 2009 die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um ca. 13 Prozent auf ca. 38 Mio. EUR zu steigern und damit etwa gleichbleibende Gesamterlöse von ca. 40 Mio. Euro zu erzielen. (2008: Gesamterlöse 39,6 Mio. EUR, Umsatzerlöse 33,5 Mio. EUR). Die prognostizierte Steigerung der Gesamterlöse wird im Jahr 2009 nicht mehr erzielt, da bestimmte für 2009 geplante Meilensteinzahlungen für eine bereits abgeschlossene Veregen®-Partnerschaft erst im Jahr 2010 verbucht werden. Hinsichtlich des Ergebnisses bestätigt MediGene die im März 2009 veröffentlichte Prognose, den EBITDA-Verlust gegenüber dem Vorjahr zu senken. Abhängig vom Zeitpunkt der Verrechnung eines Kostenblocks im Entwicklungsprojekt EndoTAG®-1 geht MediGene heute von einer Verbesserung des EBITDA-Ergebnisses auf -20 bis -23 Mio. Euro aus. (2008: EBITDA -24,6 Mio. EUR) In dieser Finanzprognose ist die angestrebte Partnerschaft für das Krebsmedikament EndoTAG®-1 nicht einberechnet.

Eligard®: MediGene erwartet auch weiterhin einen Anstieg des Eligard®-Marktanteils sowie der in Europa erzielten Umsätze, getrieben insbesondere durch die Sechsmonats-Depotformulierung von Eligard® (Eligard® 45 mg).

Veregen® (Polyphenon E®-Salbe): Im Februar 2009 hat MediGenes Vermarktungspartner Nycomed in den USA mit der aktiven Vermarktung des Präparats Veregen® begonnen. MediGene rechnet daher im Geschäftsjahr 2009 mit steigenden Umsätzen aus der Vermarktung der Salbe im USamerikanischen Markt. Einführungen in die ersten europäischen Märkte werden für 2010 erwartet.

EndoTAG®-1: Die Auswertung der laufenden Phase II-Studie mit EndoTAG®-1 zur Behandlung von hormonunabhängigem Brustkrebs wird für das erste Halbjahr 2010 erwartet. Für 2009 erwartet MediGene den Abschluss oder weitere Fortschritte im Verpartnerungsprozess.

RhuDexTM: Nachdem die britische Arzneimittelbehörde MHRA im Oktober 2009 zugestimmt hat, die klinische Entwicklung des Medikamentenkandidaten in Abstimmung mit den Behörden fortzuführen, erstellt MediGene derzeit den weiteren Entwicklungsplan.

oHSV und AAV: MediGene plant, die Entwicklung onkolytischer Viren nicht selbst fortzuführen und strebt die Ausgründung oder lizenzierung dieser Technologie, ähnlich dem Modell der mTCR-Ausgründung, an. Außerdem plant MediGene, auch das Forschungsprogramm AAV in ein eigenes Unternehmen auszugründen.

Analystenkonferenz mit Internetübertragung:

Eine telefonische Analystenkonferenz in englischer Sprache findet heute um 14.30 Uhr (MEZ) statt und wird live im Internet übertragen. Der Zugang zur Übertragung mit synchronisierten Präsentationsfolien ist über die Internetseite von MediGene unter www.medigene.de möglich. Dort ist nach der Live-Präsentation auch eine Aufzeichnung abrufbar.

Der vollständige 9-Monatsbericht ist im Internet abrufbar unter http://www.medigene.de/deutsch/quartalsberichte.php Vorankündigung: Am 15. Dezember 2009 findet der jährliche Analystentag der MediGene AG in Frankfurt statt, der live im Internet übertragen wird. Das Management der MediGene AG wird über Strategie, Status und Planung der Entwicklungsprogramme sowie über den Stand der Verpartnerungs- und Ausgründungsprozesse berichten. Zudem stellt MediGene den künftigen Geschäfts- und Finanzplan vor. Uhrzeit und Programm der Veranstaltung sowie der Link zum Webcast werden noch bekannt gegeben.

MediGene AG

Die MediGene AG ist ein börsennotiertes (Frankfurt: MDG, Prime Standard, TecDAX) Biotechnologie-Unternehmen mit Standorten in Martinsried/München, Oxford, UK und San Diego, USA. MediGene verfügt als erstes deutsches Biotechnologie-Unternehmen über Medikamente auf dem Markt, die von Partnerunternehmen vertrieben werden. Das Unternehmen hat mehrere Medikamentenkandidaten in der klinischen Entwicklung, darunter zwei Produkte mit sehr großem Umsatzpotential. Darüber hinaus verfügt MediGene über Projekte in der Forschung und vorklinischen Entwicklung und besitzt innovative Plattformtechnologien zur Wirkstoffentwicklung. MediGene konzentriert sich auf die Erforschung und Entwicklung innovativer Medikamente zur Behandlung von Krebs und Autoimmunerkrankungen.

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