Samstag, 03. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 60710

Finanzmarktkrise lastet auch auf Lloyd Fonds

(lifePR) (Hamburg, ) .
- Finanzmarktkrise trifft Finanzbranche heftiger als zum Jahresbeginn erwartet
- Platziertes Eigenkapital im ersten Halbjahr 2008 rund 175 Millionen Euro
- Halbjahresergebnis von 3,6 Millionen Euro
- Vertrieb hat nach Umstrukturierung flächendeckend an Stärke gewonnen

Die Lloyd Fonds AG, Spezialist für geschlossene Fonds und strukturierte Kapitalanlagen, hat im ersten Halbjahr 2008 ein Eigenkapital in Höhe von etwa 175 Millionen Euro platziert. Dies sind rund 119 Millionen Euro weniger als in den ersten sechs Monaten des Jahres 2007. Alle Unternehmen der Finanzbranche mussten erleben, dass die Krise auf dem weltweiten Kapitalmarkt länger und heftiger ausfällt als noch vor wenigen Monaten erwartet. In diesem Umfeld hat auch die Investitionsbereitschaft der Anleger in sachwertorientierte geschlossene Fonds kontinuierlich abgenommen. In der Folge geringerer Erlöse aus Platzierung und Konzeption verringerte sich das Konzernergebnis (Gewinn nach Steuern) von Lloyd Fonds im ersten Halbjahr 2008 - inklusive der Zwischen- und Veräußerungsgewinne - gegenüber der entsprechenden Vorperiode um 3,4 Millionen Euro auf 3,6 Millionen Euro. Im zweiten Quartal 2008 erzielte Lloyd Fonds ein Konzernergebnis von 4,0 Millionen Euro nach 2,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Restrukturierung des Vertriebs - weitere Maßnahmen zur Stärkung eingeleitet

Von den im ersten Halbjahr 2008 platzierten 175 Millionen Euro Eigenkapital entfielen auf die stärkste Asset-Klasse, geschlossene Schiffsfonds, 64 Millionen Euro und auf den offenen Schiffsfonds 9 Millionen Euro. Flugzeugbeteiligungen hatten im gleichen Zeitraum einen Anteil an diesem Platzierungsvolumen von 53 Millionen Euro, Immobilien von 29 Millionen Euro und Fonds mit britischen Kapitallebensversicherungen des Zweitmarktes von 5 Millionen Euro. Auf die neue Asset-Klasse mit Anteilen aus dem Zweitmarkt entfielen bereits 15 Millionen Euro. Deutlich gestiegen ist im ersten Halbjahr gleichwohl der Anteil des Eigenkapitals, der nicht im Rahmen von Exklusivvereinbarungen platziert wurde. Dieser liegt bei rund 155 Millionen Euro. Diese Tendenz signalisiert die zunehmende Stärke von Lloyd Fonds im flächendeckenden Vertrieb. Gleichzeitig zeigen sich damit auch die Ergebnisse der Umstrukturierung des Vertriebes von Lloyd Fonds während der vergangenen Monate, obwohl die volle Wirkung der Reorganisation im ersten Halbjahr 2008 nicht mehr zum Tragen kam.

Auf dieser geschäftlichen Basis erreichte Lloyd Fonds im ersten Halbjahr 2008 ein Umsatzvolumen in Höhe von 28,2 Millionen Euro, etwa 20,3 Millionen Euro weniger als in der entsprechenden Vorjahresperiode. Im Vorjahr prägten Erlöse in Höhe von 17,6 Millionen Euro aus der über eine Großbank durchgeführten Platzierung des Lloyd Fonds "Schiffsportfolio II" das Ergebnis. Gleichzeitig machte sich jetzt der Effekt aus einer Umstellung der Erlösrealisierung im ersten Halbjahr 2008 bemerkbar: Seit diesem Geschäftsjahr werden die Umsätze aus Finanzierungsvermittlung entsprechend dem Platzierungsfortschritt vereinnahmt. In der Vergangenheit wurden die Erlöse bereits mit der Prospektfertigstellung realisiert. Diese Umstellung führt zu einem Rückgang der Umsätze aus Finanzierungsvermittlung im ersten Halbjahr 2008 um 3,2 Millionen Euro auf 0,8 Millionen Euro. Aufgrund der nahezu unveränderten Materialaufwandsquote ist der Rohertrag - die Summe der Umsatzerlöse, der Bestandsveränderungen und des Materialaufwandes - proportional zur Entwicklung der Umsatzerlöse um rund 44 % auf 11,2 Millionen Euro gesunken.

Während die Abschreibungen und das sonstige betriebliche Ergebnis im ersten Halbjahr annähernd auf dem Niveau der Vergleichsperiode liegen, hat sich der Personalaufwand um 23 % auf 7,9 Millionen Euro erhöht. Dieser Anstieg ist auf eine entsprechende Zunahme der Mitarbeiterzahl sowie das Ausscheiden eines Vorstandsmitgliedes (und des damit verbundenen Aufwandes) in diesem Zeitraum zurückzuführen. Im zweiten Quartal haben zwei Schifffahrtsgesellschaften, an denen der Lloyd Fonds-Konzern maßgeblich beteiligt ist, Schiffsbauverträge für jeweils ein 12.800 TEU Containerschiff veräußert. Die hierbei erwirtschafteten Erträge wurden in Höhe von 5,3 Millionen Euro anteilig im Ergebnis aus assoziierten Unternehmen erfasst und trugen wesentlich zur positiven Entwicklung des EBIT im zweiten Quartal auf 5,2 Millionen Euro bei (erstes Halbjahr: 3,4 Millionen Euro). Aufgrund des ausgeglichenen Finanzergebnisses konnte im zweiten Quartal ein Konzernperiodengewinn von 4,0 Millionen Euro erwirtschaftet werden.

Günstigere Voraussetzungen für das zweite Halbjahr

Lloyd Fonds hat in den vergangenen Monaten eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um sich in einem schwierigeren Marktumfeld besser zu positionieren. Mit der Konzeption innovativer Kapitalanlagen und einer weiteren Stärkung der Vertriebskraft soll das Platzierungsergebnis im dritten und vierten Quartal 2008 verbessert werden. So sind neue Produkte in Vorbereitung, die sich sowohl durch die ausgewählten Assets als auch durch die Ausgestaltung von anderen Angeboten am Markt abheben. Beispielsweise plant Lloyd Fonds für das dritte Quartal die Emission von drei exklusiven Schiffsfonds sowie eines Fonds mit einer Hotelimmobilie. Ebenso wird über weitere Platzierungen mit Banken und freien Vertriebspartnern verhandelt. All dies spricht für einen Anstieg der Platzierungszahlen im zweiten Halbjahr 2008 und in jedem Fall im Jahr 2009. Darüber hinaus werden alle Prozesse und Kostenstrukturen bei Lloyd Fonds auf ihre Effizienz hin überprüft.

Zurückgenommene Erwartungen für das Gesamtjahr 2008

Die jüngste Entwicklung hat deutlich gezeigt, dass der Nachfragerückgang als Folge der Finanzmarktturbulenzen auch den Vertrieb geschlossener Fonds belastet. Zwar sprechen manche Faktoren - so zum Beispiel die Einführung der Abgeltungssteuer, die zur Attraktivität der Fondsprodukte beiträgt - für eine Belebung der Nachfrage in diesem Marktsegment im Verlauf des zweiten Halbjahres 2008. Dennoch setzt dieses Szenario eine baldige und nachhaltige Normalisierung des Finanzmarktes insgesamt voraus. In jedem Fall hat Lloyd Fonds die Prognosen für das zu platzierende Eigenkapital und den Jahresüberschuss im Gesamtjahr reduziert. Grund der Entscheidung war das Ausbleiben größerer Zeichnungen im Bereich institutioneller Anleger sowie die Nichtrealisierung exklusiver Großplatzierungen mit einer Bank. Auf Basis der Planungen und vorläufigen Ergebnisse für das erste Halbjahr musste der Vorstand den Ausblick auf die neuen, niedrigeren Werte reduzieren. So erwartet Lloyd Fonds im Gesamtjahr 2008 gegenüber dem ersten Halbjahr ein platziertes Eigenkapital in Höhe von rund 390 Millionen Euro. In der Folge wird ein Jahresüberschuss in Höhe von 12 Millionen Euro erwartet.

Lloyd Fonds AG

Die Lloyd Fonds AG gehört zu den führenden Emissionshäusern für geschlossene Fonds und andere strukturierte Kapitalanlagen in Deutschland und Österreich. Seit 1995 hat das Hamburger Unternehmen über 97 Beteiligungen in den Anlageklassen Schifffahrt, Zweitmarkt-Lebensversicherungen, Immobilien, Private Equity, regenerative Energien, Flugzeuge und Portfolio-Fonds aufgelegt. Mehr als 48.000 Anleger haben bisher über 1,8 Milliarden Euro in Fonds der Lloyd Fonds AG investiert. Damit wurde ein Investitionsvolumen von über 4,4 Milliarden Euro realisiert. Die Lloyd Fonds AG hat im September das 100-prozentige Tochterunternehmen TradeOn AG gegründet, das sich auf den Kauf von Anteilen an geschlossenen Fonds spezialisiert hat. Lloyd Fonds ist seit 2005 an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert (WKN 617487, ISIN DE0006174873).

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