Dienstag, 17. Januar 2017


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Reale und virtuelle Gewalt unterscheiden lernen

Landesanstalt für Kommunikation (LFK) unterstützt Handy-Projekt

(lifePR) (Stuttgart/Heidenheim, ) Zwei Jungs rempeln aneinander, ein kurzes Wortgefecht, es droht eine Schlägerei. Aufgenommen mit der Handy-Kamera. Doch im Vergleich zu zahlreichen anderen Gewaltclips, die auch auf den Schulhöfen übers Mobiltelefon ausgetauscht werden, endet diese Szene positiv: Die Jugendlichen finden eine Lösung aus dem Konflikt. Dieser und andere Clips sind am 25. Oktober beim ersten Handy Film Festival in Heidenheim zu sehen.

Seit Beginn des neuen Schuljahres nehmen 50 Kinder- und Jugendliche aus der Re-gion an einem Projekt teil, bei dem sie selber unter Anleitung des Stuttgarter Filme-machers Christoph Helmholz mit dem Handy Videoclips herstellen und so praxisnah Medienkompetenz vermittelt bekommen. Gefördert wird das Projekt von der Lan-desanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK). "In Zeiten, in denen Boulevard-Blätter ihre Leser zum vermeintlichen Reporter machen und sie auffor-dern, spektakuläre Fotos und Videos einzureichen, drohen die letzten moralischen und ethischen Schranken zu fallen. Reale Gewalt wird zum Sensationsobjekt. Umso wichtiger ist es, Kinder und Jugendliche von klein auf dafür zu sensibilisieren, dass es einen Unterschied zwischen inszenierter und realer Gewalt gibt", verdeutlicht LFK-Präsident Thomas Langheinrich. "Aufnahmen von realer Gewalt sind keine voyeuristische Gaudi! Hier fließt echtes Blut", so Langheinrich.

Die Schüler und Azubis im Alter zwischen 14 und 22 Jahren realisieren mit dem Handy ihre eigenen Ideen zum Grundthema "Action". Von der Drehbuch-Entwicklung bis zu den Handy-Kameraeinstellungen vergehen oftmals bis zu 3 Tage. Am Ende steht ein 30 sekündiger Clip. "Wir holen die Jugendlichen dort ab, wo sie zu Hause sind - bei ihrem Interesse für Actionfilme und Handytechnologie", erläu-tert Projektleiter Christoph Helmholz. "So werden sie für das Thema Gewalt sensibi-lisiert und erarbeiten selber Handlungsmuster für den richtigen Umgang mit dem Thema. Und nebenbei erhalten sie eine gehörige Portion Medienkompetenz".

Partner sind das Sozialpädagogische Forum Heidenheim, die Jobschmiede vom Jobcenter Heidenheim und das Ausbildungszentrum der VOITH AG. Am 25. Ok-tober werden die Kurzfilme im Rahmen des Tages der offenen Tür des Fördervereins Sicherer Landkreis im Rathaus in Heidenheim präsentiert, dazu stehen der Filmema-cher und die Jugendlichen zum persönlichen Gespräch über ihre Arbeit zur Verfü-gung.

Mehr Infos zum Projekt gibt es unter www.helmholzfilm.com; die Homepage www.lfk.de bietet weitreichende Tipps zum richtigen Umgang mit Internet und Handy.

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