Sonntag, 11. Dezember 2016


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Vorsprung durch Innovation: Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA präsentiert sich zum 13. ISPO Weltkongress und der ORTHOPÄDIE + REHA-TECHNIK

(lifePR) (Leipzig, ) .
- ISPO - The 13th World Congress of the International Society for Prosthetics and Orthotics Research and Innovation for Human Technology (10. bis 15. Mai 2010)
- ORTHOPÄDIE + REHA-TECHNIK 2010 International Trade Show for Prosthetics, Orthotics, Orthopaedic Footwear Technology, Compression Therapy and Rehabilitation Technology (12. bis 15. Mai 2010)
- Paralympic Day/Publikumstag (15. Mai 2010)

Im Mittelpunkt des 13. ISPO Weltkongresses (10. bis 15. Mai 2010) und der Weltleitmesse ORTHOPÄDIE + REHA-TECHNIK (12. bis 15. Mai 2010) in Leipzig stehen die weltweiten Innovationen für die Versorgung mit Hilfsmitteln zur Erhaltung der Mobilität. "Die Komplexität moderner Medizinprodukte erfordert permanent verbesserte Materiallösungen, neue Oberflächen, integrierte mechatronische Systeme, bessere Produktions- und Automatisierungslösungen aber auch optimierte manuelle und halbautomatisierte Fertigung", erklärt Dr. Urs Schneider, Leiter der Abteilung "Orthopädie und Bewegungssysteme" am Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA. "Um Produktinnovationen in Orthopädietechnik und Rehabilitation zu ermöglichen, ist die Information über neue Technologien und Fertigungsprozesse unerlässlich." Das Fraunhofer IPA bietet in Leipzig in Kongress und Ausstellung die nötigen Informationen.

Unter dem Titel "Aluminium, Titanium, Magnesium - light weight metals for orthopaedic applications" gibt das Technologie-Symposium zu Leichtbaumetallen am 14. Mai, ab 10.30 Uhr, einen ersten Überblick zum Thema. Das Fraunhofer IPA veranstaltet das Symposium im Rahmen des ISPO-Kongresses.

"Die Mischung aus Grundlagen zum Metall und seiner Fertigung, industriellem Stand der Technik und Zukunftsausblick sollen die Einschätzungen zu eigenen aktuellen oder geplanten Entwicklungen unterstützen", erläutert Schneider, der eine kurze Einführung in die Technologietrends und Marktanforderungen hält. Schneider führt gemeinsam mit Chris Johnson, dem Entwicklungsleiter des amerikanischen Fußherstellers College Park Industries, durch das Symposium. Auf dem Programm steht auch ein Vortrag von Paul Berling, in der Prothetik ein erfahrener Metallurg des weltberühmten britischen Materialforschungsinstitutes "The Welding Institute". Er skizziert die Grundbegriffe der relevanten Eigenschaften von Metallen, auf die man achten sollte, wenn man ein Metallteil plant oder in Frage stellt.

Simulation von Abrieb und Ermüdung in mechanischen Gelenken

Dr. Martin Browne von der Universität Southampton vertritt im Symposium die School of Engineering Sciences. Abrieb und Ermüdung in mechanischen Gelenken sind ein relevantes Thema sowohl in der täglichen Patientenversorgung als auch in Entwicklung, Produktion und Qualitätssicherung diverser orthopädischer Produkte wie Prothesenknien oder Orthesengelenken. Verschiedene Materialtests - standardisiert oder nicht - stehen zur Verfügung. "Die Simulation wird die zukünftige Forschung, Entwicklung und Produktion wesentlich prägen", so Browne. Für das komplexe "Nachbargebiet" der orthopädischen Chirurgie arbeitet die Universität Southampton an Softwarelösungen zur Simulation der Implantatalterung. "Zwar sind die speziellen Materialien anders und die Produktanforderungen teilweise schärfer, jedoch sind die biomechanischen Lasten ähnlich und die Anforderungen an optimierte Material- und konstruktive Lösung analog", meint Browne. Hier ist auf Forschungsniveau ein spannender Stand erreicht, Abrieb in Implantatgelenken zu simulieren. Dr. Browne wird hierzu einen Einblick geben, der eines Tages auch Relevanz für die Orthopädietechnik haben kann.

Fertigungsverfahren bei geringen Stückzahlen

Bei der Planung neuer Passteile und Komponenten wird schnell die Frage nach dem adäquaten Fertigungsverfahren bei der geplanten Stückzahl relevant. Verfahren ändern sich, neue kommen hinzu. Manfred Lätchen von der Firma Tital wird insbesondere für Metallgussverfahren die Unterscheidungskriterien vorstellen.

Vorbild Automobilindustrie

Kussmaul Engineering ist eine Technologieschmiede mit Leichtbauerfahrung sowohl in Automobil und Luftfahrt als auch in Passteilen und Implantatkomponenten. "Kompakte, hoch belastbare leichte Lösungen sind die tägliche Herausforderung der Orthopädietechnik", erklärt Schneider. Kussmaul hat maßgeblich an der Leichtbauentwicklung des Bugatti Veyron mitgearbeitet, einem Luxusautomobil, das neue Erkenntnisse zu Materialen und Fertigungsprozessen bringen sollte. Hier ist insbesondere der Einsatz von Magnesiumlegierungen interessant.

Innovative Oberflächenmodifikation

Abschließend spricht Dr. Martin Metzner, Abteilungsleiter für Schichttechnik am Fraunhofer IPA in Stuttgart, über zukunftsweisende, insbesondere elektrochemische Oberflächenmodifikationen. "Die Anwendung elektrochemischer (galvanischer) Verfahren fordert nicht nur immer präzisere werkstofftechnische und geometrische Eigenschaften, sondern auch prozesssichere und reproduzierbare Applikationstechnologien", erklärt Metzner.

Weitere Aktivitäten zu Orthetik und Prothetik

In der Planung von ISPO-Kongress und Messe 2010 in Leipzig liegt auf dem Thema Technik und Forschung ein Schwerpunkt. Weitere Aktivitäten in Leipzig - angeregt durch das Fraunhofer IPA -, sind Vorträge, die sich mit Technologie befassen. Hierzu gehört der Vortrag von Prof. Dr. Martin Riedmiller über lernende Systeme, Rüdiger Rupps Symposium über Antriebstechnik für Armorthesen oder das CADCAM-Symposium unter Carl Saunders. Das Fraunhofer IPA präsentiert sich zudem im Ausstellungsbereich "Forschung & Entwicklung" der ORTHOPÄDIE + REHA-TECHNIK.

Netzwerk O-PAEDIX stellt sich in Leipzig vor

"O-PAEDIX" wurde 2009 als Netzwerk zur Förderung von Technologien für die Orthopädietechnik durch mehrere Sanitätshäuser und Hersteller mit dem Fraunhofer IPA gegründet. "Stets aktuell informiert zu sein, ist schwierig. Vorsprung durch Information und Chancen durch Technologieforschung - das soll O-PAEDIX bringen", so Schneider. Das Netzwerk richtet sich an Sanitätshäuser, Ärzte, Zulieferindustrie zur Orthopädietechnik, Orthopädietechnikunternehmen. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert seit 2009 den Aufbau des Netzwerkes.

Über Ziel und Chancen des Netzwerkes können sich Interessenten am Fachforum O-PAEDIX am 13. Mai zwischen 14.00 und 16.00 Uhr oder am Fraunhofer IPA-Messestand in Leipzig vertieft informieren.

Weltweite Innovationsschau deutlich gewachsen

Die Weltleitmesse ORTHOPÄDIE + REHA TECHNIK gilt als die wichtigste Innovationsschau der Branche. Sie gibt vom 12. bis 15. Mai einen Überblick über den weltweit neuesten Stand der Versorgung mit Hilfsmitteln zur Erhaltung der Mobilität. Rund 550 internationale Unternehmen aus 40 Ländern und damit 20 Prozent mehr als 2008 werden vom 12. bis 15. Mai 2010 ihre Produkte und Dienstleistungen auf dem Leipziger Messegelände zeigen. Darunter sind zahlreiche Neuaussteller aus dem In- und Ausland. Zudem feiern internationale Gemeinschaftsstände aus Japan und Taiwan ihre Premiere in Leipzig. Die Aussteller belegen insgesamt eine Fläche von 40.000 Quadratmetern. Den Besuchern aus aller Welt steht damit eine 30 Prozent größere Ausstellungsfläche als zur Vorveranstaltung 2008 zur Verfügung.

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