Sonntag, 04. Dezember 2016


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Legal & General IM: Unternehmen müssen mehr für ihre Datensicherheit tun

Drei Fragen zum Thema Cyber-Security an Sacha Sadan, Corporate-Governance-Direktor bei Legal & General Investment Management

(lifePR) (London, ) Europäische Manager unterschätzen die wirtschaftlichen Folgen und Risiken von Cyber-Attacken und mangelndem Schutz der Informationstechnologie in ihren Unternehmen. Die Vermögenswerte von Investoren und Anteilseignern sind dadurch unerkannten Gefahren ausgesetzt. Zu dieser Einschätzung kommen Experten von Legal & General Investment Management (LGIM) nach Auswertung von Umfragen und Gesprächen mit Unternehmensverantwortlichen. Einer Studie der britischen Regierung zufolge ist nur etwa die Hälfte der Vorstandsmitglieder der 350 größten an der Londoner Börse gelisteten Unternehmen davon überzeugt, dass ihr Gremium eine klare Vorstellung von den potenziellen Auswirkungen eines Datenverlustes hat. Mit 215 US-Dollar je gestohlenem Datensatz hat Deutschland laut dem US-amerikanischen Ponemon Institute im vergangenen Jahr durch Angriffe auf Daten die zweithöchsten Kosten weltweit nach den USA erlitten.

Herr Sadan, welchen Gefahren sehen sich Unternehmen im Internet gegenüber?

Sacha Sadan: Die Risiken, die aus der intensiven Nutzung moderner Technologien und aus der Verwaltung und Organisation von Daten im Netz erwachsen, sind umfangreich, aber schwer zu messen. Umso mehr sollten sich Unternehmen mit dem Thema beschäftigen und ihre wertvollen Datenbestände schützen. Gefährdet sind insbesondere private Kundendaten wie etwa Kreditkartennummern, PIN-Nummern und Passwörter sowie sensible geschäftsrelevante Daten, die das Unternehmen elektronisch speichert und die Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit haben können. Als mögliche Täter kommen dabei neben externen Angreifern auch Insider aus dem Unternehmen in Frage. Eine weitere Gefahr geht von operativen Prozessen, die elektronisch gesteuert werden, aus: Sie könnten gekapert und von außen kontrolliert werden, wodurch das Tagesgeschäft empfindlich gestört werden kann. Ebenso gibt es strategische Pläne oder M&A-Verträge, die durch einen Angriff in falsche Hände gelangen könnten und negative Auswirkungen auf Geschäft und Gewinn nach sich ziehen können. Wird ein erfolgreicher Angriff öffentlich, kommen Reputationsverluste und unter Umständen hohe Bußgelder von Aufsichtsbehörden hinzu, was ebenfalls den Gewinn beeinträchtigen kann.

Was empfehlen Sie Unternehmen?

Sacha Sadan: Unternehmen sollten dringend Schritte unternehmen, um ihre digitale Infrastruktur zu sichern. Dazu gehört erstens das Identifizieren, Bewerten und Beobachten aller Informationen, die Vermögenswerte darstellen. Das ist eine originäre Führungsaufgabe und keine bloße Frage der IT-Verwaltung. Zweitens gibt es spezielle Audits, die helfen, die Sicherheit dieser Daten zu prüfen. Drittens sollte der Vorstand die gesamte Belegschaft für die Wichtigkeit von Datensicherheit und die Gefahr von Cyber-Attacken sensibilisieren. Vollkommen lassen sich Angriffe von innen nicht ausschließen, aber das Management kann eine Unternehmenskultur und Prozesse fördern, die das Risiko eines erfolgreichen Angriffs senken.

Warum ist Ihnen das Thema Cyber-Sicherheit wichtig?

Sacha Sadan: LGIM ist ein aktiver Investor. Das bedeutet, dass wir langfristig denken und den Unternehmen helfen möchten, sich stetig zu verbessern. Gleichzeitig möchten wir natürlich den Wert unseres Investments geschützt wissen. Cyber-Attacken sind für Unternehmen eine wachsende, unsichtbare Bedrohung für die Gewinne und Vermögenswerte - und somit auch für das Shareholder Value. Im Extremfall kann daraus eine potenzielle Gefahr für die nationale Sicherheit erwachsen, ähnlich wie bei Terrorangriffen und Naturkatastrophen. Auf jeden Fall muss sich die Unternehmensführung der Risiken bewusst sein und diese bei strategischen Entscheidungen sowie der Etablierung von Prozessen bedenken. So wie bei jedem anderen Geschäftsrisiko auch. Als aktiver Investor stellen wir Managern daher vermehrt Fragen zu diesem Thema.

Herausgegeben von Legal & General Investment Management Limited, One Coleman Street, London EC2R 5AA. Zugelassen und reguliert durch die Financial Conduct Authority (britische Finanzaufsichtsbehörde).

Legal & General Investment Management

LGIM ist der Investmentmanager der Legal & General Group, einer an der Londoner Börse im FTSE 100 gelisteten Gesellschaft. LGIM ist einer der größten institutionellen Vermögensverwalter in Europa und ein globaler Investor, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1836 zurückreichen. Derzeit verwaltet das Unternehmen ein Vermögen von rund 612 Milliarden Euro*.

LGIM ist ein bedeutender Investor im Bereich der festverzinslichen Anlagen. Mehr als 70 Fixed Income Anlageexperten bringen ihre Erfahrung im aktiven Investmentprozess ein. LGIMs Investmentprozess verbindet dezidierte makroökonomische und strategische Analyse mit rigorosem Kreditresearch, disziplinierter Portfoliokonstruktion und Risikomanagement.

*Stand: 30. September 2014

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