Samstag, 10. Dezember 2016


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Großer Andrang beim Kammer-Feldtag in Borwede

2.800 niedersächsische Bauern informierten sich über Trends im Ackerbau

(lifePR) (Borwede, ) Mit rund 2.800 Landwirten sehr gut besucht war der erste niedersächsische Feldtag für den Pflanzenbau, der heute (18. Juni) in Borwede (Landkreis Diepholz) stattfand. "Wir sind hoch zufrieden mit der hervorragenden Resonanz", sagte Gerhard Schwetje, Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, die für den Feldtag verantwortlich zeichnet. Auf ihrer Versuchsstation in Borwede hatte sie auf 28 Hektar alle Kulturen in den fachlichen Fokus gestellt, die zwischen Harz und Nordsee auf den Äckern angebaut werden.

In seiner Begrüßung kündigte Präsident Schwetje "konkrete Beratungsempfehlungen für die niedersächsischen Praktiker" an. Diese Empfehlungen basierten auf einem neutralen und unabhängigen Versuchswesen, das die Kammer über ganz Niedersachsen aufgebaut habe. Ein Netz an Versuchsstationen mache es möglich, für alle Boden- und Klimaverhältnisse und für alle landwirtschaftlichen Kulturen verlässliche Aussagen zu treffen.

"Mit unserer Beratung unterstützen wir die Landwirte, umweltschonend und effizient zu arbeiten und damit Boden, Wasser und Natur konsequent zu bewahren", sagte Schwetje. Die Kammer richte ihr besonderes Augenmerk unter anderem darauf, Oberflächen- und Grundwasser vor unerwünschten Belastungen zu schützen. "Hier arbeiten wir eng mit der Wasserwirtschaft zusammen und werden vom Umweltministerium finanziell unterstützt", so der Kammerpräsident.

Kennzeichen eines umsichtigen Ackerbaues ist nach Aussage des Kammerpräsidenten eine am Bedarf der Pflanze orientierte Düngung und ein Pflanzenschutz, der dem Prinzip "So viel wie nötig, so wenig wie möglich" folgt. Wie das konkret aussehen kann, wurde an zehn Stationen deutlich, die für die Besucher vorbereitet worden waren und von den Fachleuten ausgiebig erläutert wurden.

Das Informationsangebot deckte das weite Spektrum des Pflanzenbaus ab. Es erstreckte sich von Sortenfragen über Pflanzenschutz- und Düngestrategien bis hin zu Ackerexoten wie Sojabohne oder Möhre. Großes Interesse fand auch der Anbau von Zwischenfrüchten. Sie sind für die Landwirte wichtig, um die von der EU geforderte Kulturvielfalt auf dem Acker (Anbaudiversifizierung) zu erfüllen.

Besonders anschaulich wurde der Umweltaspekt beim praktischen Maschineneinsatz. Dabei ging es zunächst um die sachgerechte Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln. Es folgte der Praxiseinsatz von Hack- und Striegeltechnik, die als mechanische Unkrautbekämpfung auch in der konventionellen Landwirtschaft zunehmend Bedeutung gewinnt. Dass bei allen landwirtschaftlichen Arbeiten der Boden geschont werden kann, machte die Demonstration von Reifendruckregelanlagen und Raupenlaufwerken deutlich. Mit ihnen können der Druck auf den Boden reduziert und unerwünschte Verdichtungen verhindert werden.

Abgerundet wurde der Feldtag durch eine Fachausstellung. Auf einer Fläche von 11.000 Quadratmetern zeigten 85 Unternehmen aus dem In-und Ausland ihre Produkte und Dienstleistungen. Vertreten waren unter anderem Unternehmen der Pflanzenzüchtung, der chemischen Industrie und der Landtechnik. Auch sie waren mit dem guten Besuch des Feldtages und der Nachfrage durch Landwirte sehr zufrieden.

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