Montag, 21. April 2014


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Sachsens Campingplätze starten in die neue Saison

Studie zu Handlungsempfehlungen für die Sächsische Camping- und Caravaningbranche 2020 / LTV: "Wir alle müssen unsere Hausaufgaben machen." / Verband der Camping- und Wohnmobilwirtschaft Sachsen e.V. stellt sich neu auf

(lifePR) (Dresden, ) Der Frühling lockt die Camper raus ins Freie. Sachsens Campingplätze halten die passende Antwort parat und starten am 1. April traditionell in die Saison. Doch mit dem Angebot der 122 Camping- und 146 Caravanstellplätze ist das Potenzial in Sachsen nicht ausgereizt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Grundlagenstudie des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA). Camping und Caravaning liegen bundesweit im Trend. Damit die Camping-Saison auch in Sachsen zum vollen Erfolg wird, müssen laut Studie jedoch wichtige Voraussetzungen geschaffen werden. In erster Linie braucht es demnach differenzierte Angebote mit entsprechender Zielgruppen- und Qualitätsorientierung. Dieses muss auf strategischen Überlegungen aufbauen. Pünktlich zum Saisonstart macht daher auch der Verband der Camping- und Wohnmobilwirtschaft Sachsen e.V. (VCWS) mobil und arbeitet mit neuem Vorstand an seinem Aufgabenprofil .

In 2010 haben Gäste auf Sachsens Campingplätzen 392.298 Übernachtungen getätigt. Das sind knapp 2,5 Prozent aller Übernachtungen in Sachsen insgesamt. "Auch Camping und Caravaning ist damit ein Teil des touristischen Beherbergungsangebotes und zugleich wichtiges Segment", erklärt Manfred Böhme, Direktor des Landestourismusverbandes Sachsen e.V. (LTV SACHSEN). "Die erstmals tief greifende Analyse des Camping- und Caravaningmarktes in Sachsen durch das SMWA ist eine gute Grundlage für dessen wettbewerbsfähige Ausrichtung. Um vom bundesweiten Camping- und Caravaningboom zu profitieren, müssen alle Beteiligten ihre Hausaufgaben machen."

Klein, aber fein - Sachsens Plätze punkten mit Zusatzleistungen

Knapp 42 Prozent aller Campingplätze sind kleine Anlagen mit bis zu 75 Standplätzen, 35 Prozent der Anlagen verfügen über 76 bis 200 Standplätze. Damit sind die sächsischen Anlagen nicht die größten; sie punkten aber mit zusätzlichen Serviceleistungen, wie Grillplätzen, einem Bestellservice für Lebensmittel oder Shuttleservice. Reichten früher ein Zwei-Mann-Zelt, ein Schlafsack und die pure Natur, muss es heute für den Camper von Welt ein wenig mehr sein.

Nur jeder sechste Platz nutzt die Chance und wirbt mit Qualität

Und wer etwas zu bieten hat, der sollte das auch zeigen. Qualitätssiegel dienen auch Campern im Vorfeld der Reiseentscheidung zur Orientierung. Die Beteiligung von Sachsens Campingplätzen an Qualitätsinitiativen ist jedoch eher zurückhaltend. Nur jeder sechste Campingplatz in Sachsen wirbt mit den bekannten Sternen des Bundesverbands der Campingwirtschaft in Deutschland e.V. und des Deutschen Tourismusverbands e.V. (16%); nur jeder siebente ist mit dem Qualitätssiegel ServiceQualität Deutschland zertifiziert (14%). "Um am Markt bestehen zu können, müssen sich jedoch auch kleine und mittlere Plätze positionieren und auf campingbegeisterte Zielgruppen, wie u.a. Familien, setzen", fordert der LTV-Direktor.

Anzahl der Wohnmobilstellplätze ausbaufähig

Wurden sie früher als Reisenomaden eher geduldet, sind Reise- bzw. Wohnmobilisten heute eine attraktive Zielgruppe, zumal sie wesentlich kaufkräftiger sind als die Campingtouristen. Jedoch konzentriert sich das Angebot in Sachsen in diesem Bereich auf wenige Reisegebiete. Allein 50 Prozent aller Wohnmobilstellplätze finden sich im Großraum Dresden, im Erzgebirge sowie im Zittauer Gebirge. Demgegenüber steht das geringe Angebot in Leipzig, im Leipziger Neuseenland sowie im Lausitzer Seenland. "Gerade in den touristisch attraktiven Entwicklungsregionen der Seenländer sollte man jedoch Wohnmobilisten als Chance für die Erweiterung des eigenen Angebots begreifen", so Böhme.

Pünktlich zum Saisonstart macht auch der Verband der Camping- und Wohnmobilwirtschaft Sachsen e.V. (VCWS) mobil und arbeitet mit neuem Vorstand an seinem Aufgabenprofil. Vorsitzender Jens W. Bohge: "Der Trend zu unkomplizierten Ferien in der Natur hält an. Davon wollen wir in Sachsen profitieren und machen uns als Interessensvertreter für die Campingplatzbetreiber stark. Ziel ist es, unsere Mitglieder unter anderem für Fortbildungsmaßnahmen und Weiterbildungsmöglichkeiten zu sensibilisieren, um insgesamt an Attraktivität als Camping- und Caravaningdestination zu gewinnen."

Die Studie mit dem Titel "Handlungsempfehlungen für die sächsischen Camping- und Caravaningbranche 2020" steht auf der Website des SMWA (www.smwa.sachsen.de / Rubrik Wirtschaft / Tourismus) sowie auf der des LTV SACHSEN (www.ltv-sachsen.de / Rubrik Aktuelles / Publikationen) zum Download zur Verfügung.

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