Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Europastaatssekretär Heinz Maurus stellt Entwurf für einen Aktionsplan "Saubere Nordseeschifffahrt" vor

(lifePR) (Kiel, ) Europastaatssekretär Heinz Maurus hat heute (1. Dezember) den Entwurf für einen Aktionsplan "Saubere Nordseeschifffahrt" vorgestellt. "Was wir sehr erfolgreich im Ostseeraum erreicht haben, wollen wir jetzt auch in den Nordseeraum tragen", sagte Maurus auf der Vorstandssitzung der Nordsee Kommission in Kiel, die auf Einladung der Landesregierung am 30. November und 1. Dezember zum ersten Mal in Schleswig- Holstein stattfand.

Im Mittelpunkt der Sitzung stand die Entwicklung einer von allen Regionen und Mitgliedsstaaten rund um die Nordsee getragenen Nordseestrategie, die auf die besonderen Probleme und Herausforderungen des Nordseeraums abstellt und die spezifischen Chancen dieser Region gezielt nutzt. Der Aktionsplan "Saubere Nordseeschifffahrt" ist nach Maurus' Worten aus schleswig-holsteinischer Sicht ein wichtiges Element einer künftigen gemeinsamen Nordseestrategie.

Der Entwurf für den Aktionsplan sieht - ähnlich wie der Aktionsplan "Saubere Ostseeschifffahrt" - unter anderem vor, dass Schiffe für eine bessere Luftqualität in Häfen auf Landstromversorgung oder Gasversorgung umstellen. Zudem sollen Abwässer und Abfälle der Schiffe nicht mehr ins Meer gekippt, sondern an Land entsorgt werden. Nach Worten von Maurus unterscheiden sich die zu bewältigenden Herausforderungen im Nordsee- und im Ostseeraum nur zum Teil: "Es überwiegen die Gemeinsamkeiten, wie zum Beispiel dichter Schiffsverkehr, Nutzungskonflikte zwischen Wirtschaft und Umwelt oder knapper werdende Energieressourcen".

Die Landesregierung war auf vielen verschiedenen politischen Ebenen aktiv in die Erstellung der EU-Ostseestrategie eingebunden und konnte dabei mit Erfolg schleswigholsteinische Interessen durchsetzen. So wurde unter anderem der zur Stärkung der maritimen Kompetenzen Schleswig-Holsteins eingebrachte Vorschlag für ein Modellprojekt "Saubere Ostseeschifffahrt" (Clean Baltic Shipping) von der Kommission vollständig in ihren Aktionsplan aufgenommen, mit dessen konkreter Umsetzung vor Ort jetzt gerade aktuell gestartet wird.

Schleswig-Holstein ist Mitglied der Nordsee Kommission

(www.northseacommission.info/). Die Nordsee Kommission ist ein Kooperationsverbund von derzeit 57 Regionen aus den Nordseeanrainerstaaten England, Schottland, Niederlande, Deutschland, Dänemark, Schweden, Frankreich und Norwegen. Ziel der Nordsee Kommission ist es, die Zusammenarbeit zwischen den Regionen in der Nordsee durch gemeinsame Initiativen und Projekte zu stärken.

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