Mittwoch, 18. Januar 2017


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Waschbär bricht alle Rekorde

Tierische Einwanderer weiter auf dem Vormarsch

(lifePR) (Stuttgart, ) Deutschland wird als Einwanderungsland immer beliebter: Besonders Waschbär und Marderhund haben Deutschland für sich entdeckt. Im Jagdjahr 2008/09 wurden in Baden-Württemberg 200 Waschbären (64 % mehr als im Vorjahr) und zehn Marderhunde (60 % weniger als im Vorjahr) erlegt. In der Ausbreitungsrichtung ist Baden-Württemberg in Deutschland die letzte Station für diese Zuwanderer. Ein weiterer, zahlenmäßig bedeutenderer Zuwanderer ist die Nutria (Jagdstrecke 2008/09: 1.304 Stück, 2 % mehr als im Vorjahr). Darauf macht der Landesjagdverband heute in Stuttgart aufmerksam.

Die Entwicklung der Jagdstrecken verdeutlicht die rasante Verbreitung der beiden Wildtiere: Innerhalb von zehn Jahren ist die Zahl der erlegten Waschbären und Marderhunde auf das 9-fache angestiegen.

"Eine effektive Kontrolle von Waschbär, Marderhund und anderer invasiver Arten ist zum Schutz der Artenvielfalt in Deutschland zwingend erforderlich. Vor allem heimische Boden- und Höhlenbrüter sind sonst gefährdet", betonte Landesjägermeister Dieter Deuschle. Waschbär und Marderhund sind besonders konkurrenzstarke Raubsäuger: Sie stellen wenige Ansprüche an den Lebensraum, vermehren sich schnell und sind bei der Nahrung wenig wählerisch. Hinzu kommt das Fehlen natürlicher Feinde. Internationale Artenschutzabkommen wie das Übereinkommen über die biologische Vielfalt (1992, Rio de Janeiro) und die Berner Konvention (1999) fordern deshalb eine strikte Kontrolle von Waschbär und Marderhund. Die Bejagung der dämmerungs- und nachtaktiven Räuber mit der Waffe ist allerdings schwierig. Nach Einschätzung des Landesjagdverbandes ist deshalb die Fallenjagd unerlässlich.

Mit WILD, dem Wildtierinformationssystem der Länder Deutschlands, dokumentieren die Jäger flächendeckend die Ausbreitungsdynamik der beiden Raubsäugerarten Waschbär und Marderhund.

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