Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Chancen der Landesgartenschau sollen Schleswig voran bringen

(lifePR) (Schleswig, ) Mehr als 1.000 Bürger waren gestern Abend der Einladung der Landesgartenschau gGmbH sowie des Friedrichsberger und des Schleswiger Bürgervereins gefolgt, eine Podiumsdiskussion zur Nachnutzung der Gartenschau und zur Weiterentwicklung der Stadt Schleswig zu verfolgen.

Es war die größte Bürgerversammlung, die Schleswig jemals gesehen hatte: Mehr als 1.000 Schleswiger hatten sich im Nospa-Festpavillon auf der Landesgartenschau 2008 Schleswig-Schleiregion getroffen, um eine Podiumsdiskussion zu verfolgen, in der es um nicht weniger ging, als die Zukunft ihrer Stadt.

Bevor jedoch diskutiert wurde, präsentierte Gartenschau-Geschäftsführer Wolfgang Schoofs die Ergebnisse einer in den vergangenen Wochen durchgeführten Umfrage unter knapp 1.000 Dauerkartenbesitzern. Darin zeigte sich bereits eine Aufbruchstimmung, in der Bevölkerung: Für fast alle Befragten stand fest, dass sich die Haltung der Bevölkerung zur Landesgartenschau positiv verändert hat und 82% zeigten sich überzeugt, dass die Gartenschau auch einen hohen bis sehr hohen nachhaltigen Effekt auf Schleswig haben wird - sei es auf den Tourismus, den Kulturbetrieb oder den Freizeitwert der Stadt. Schoofs nutzte den durchweg positiven Trend der Befragung - etwa die Vorfreude auf den neuen Stadtpark und die Hoffnung auf Veranstaltungen auf dem Gelände - zu einem Impulsvortrag, in dem er forderte, aus der Landesgartenschau eine "Vision Schleswig-Schleiregion" entstehen zu lassen, an deren Beginn der gestrige Abend als Sammlung für Ideen stehen sollte. Er sah zwei Möglichkeiten, wie es in Schleswig weiter gehen könnte: "Entweder bauen wir alles ab und nutzen die Impulse nicht, oder wir nutzen die Impulse zu einem nachhaltigen Aufschwung für Stadt und Region."

Schoofs übergab das Wort an die Diskussionsrunde, die sich aus Vertretern der Bürgervereine, der Landesgartenschau gGmbH, der Stadt Schleswig, der Kreisverwaltung, der Schleiregion, der Landesregierung, der Tourismusagenturen und der Wirtschaft zusammensetzte. Die folgende Podiumsdiskussion, die von Stephan Richter und Frank Jung vom Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag (sh:z) geleitet wurde, zeigte dann vor allem Eines: Die Menschen in Schleswig sind sich einig, dass die große Chance, welche die Landesgartenschau für Schleswig darstellt, auch langfristig genutzt und weiterentwickelt werden muss. Auf dem Podium herrschte weitgehend Einigkeit darüber, dass es weiterhin eine Bündelung aller Interessen geben müsse. Prof. Reimer Witt vom Friedrichsberger Bürgerverein fasste dies prägnant zusammen: "Ein Erfolg wie die Landegartenschau ist nur möglich, wenn alle Beteiligten auf gleicher Augenhöhe und in partnerschaftlicher Kooperation an einem Strang ziehen." Er nannte die Route des Shuttlebusses, der den Großparkplatz "auf der Freiheit" durch die Innenstadt mit Haithabu verbindet eine "Achse des gemeinsamen Interesses", die es weiter zu stärken gelte. Die Idee eines Stadtmanagers, der diese Bündelung der verschiedenen Interessen in Schleswig koordinieren könnte, wurde mehrfach ins Spiel gebracht, ebenso wie eine Institution oder Organisation, welche die nachhaltige Nutzung der Landesgartenschau und der durch sie entstandenen Impulse gemeinsam mit dem vorhandenen touristischen Angebot der Schleiregion in sinnvolle Bahnen lenken sollte.

Die Bürgervorsteherin und Vorsitzende des Landesgartenschau-Aufsichtsrates Annelen Weiss unterstrich die Bedeutung des bürgerschaftlichen Engagements. "Ich habe unzählige Hilfsangebote von Bürgern bekommen, die ihre Unterstützung bei der Pflege und dem Unterhalt der Gartenschaufläche angeboten haben - wir müssen ihnen nur sagen, wie sie helfen können." Im Hinblick auf die von Bauamtsleiter Peter Hopfe dargestellte Auflagen für die Fördermittel, mit der die Europäische Union den Bau eines Stadtparks unterstützt hat, zeigte sie sich enttäuscht. Laut diesen Auflagen müssen sämtliche temporären Aufbauten, darunter vor allem die Themengärten, bis zum 31. Dezember dieses Jahres zurück gebaut werden. "Ich bin unglücklich", so Weiss, "dass es unmöglich erscheint, aus den Erfahrungen eines halben Jahres Landesgartenschau heraus bestehende Verträge sinnvoll zu ändern. Mit den komplett gesponserten Themengärten haben wir ein einzigartiges gärtnerisches Potential." Die Entscheidung über den Rückbau muss jedoch letztlich die Politik fällen.

Neben der Entwicklung des Stadtparks stand auch die kulturelle Belebung der Stadt im Fokus der Ideen. Veranstaltungen, wie es sie während der Landesgartenschau in Schleswig gab, wurden durchweg gut angenommen und sollten auch weiterhin angeboten werden. Für Kreispräsident Eckhard Schröder lag das Geheimnis der Landesgartenschau in eben diesen Veranstaltungen und nicht zuletzt auch in den Auftritten der vielen Chöre und Vereine auf der Fläche: "Es sind weitere Veranstaltungen dieser Art nötig. Es muss eine Organisationsform geben, die die vielen Ideen gemäß den Rahmenbedingungen von Politik und Wirtschaft voranbringen und umsetzen kann, die als zentrales Organ die Kräfte bündelt."

Viele Ideen kamen zusammen, die deutlich machen, wie sehr die Schleswiger sich mit der Zukunft ihrer Stadt beschäftigen und es war ein großer Wille zu spüren, den Geist der Landesgartenschau in Schleswig zu erhalten. Dr. Burkhard Löher, der Koordinator der Landesgartenschau, fühlte seinen Eindruck von seinem ersten Besuch in Schleswig bestätigt und erinnerte sich an seine damalige Aussage: "Ich habe sofort gesagt und gespürt: 'Die Landesgartenschau wird diese Stadt verändern und ihre Bürger werden sich verändern.' Heute kann ich mit Recht sagen: Die Stadt hat sich verändert und Sie, die Bürger, haben sich ebenfalls verändert."

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