Samstag, 10. Dezember 2016


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Wer kann seinen Augen noch trauen?

Kuratorium Gutes Sehen startet Verkehrssicherheits-Kampagne: Alle zwei Jahre zum Sehtest

(lifePR) (Berlin, ) Das Kuratorium Gutes Sehen (KGS) ruft mit einer deutschlandweiten Verkehrssicherheits-Aktion alle Verkehrsteilnehmer auf, ihre Augen prüfen zu lassen. Die Faustregel lautet, alle zwei Jahre einen Sehtest zu machen und damit die Sehleistung ebenso so oft und gründlich überprüfen zu lassen wie den technischen Zustand des Autos. Die Aktion startet am 1. Oktober und wird vom Automobilclub von Deutschland (AvD), vom Verband der TÜV e.V. (VdTÜV) und vom Südwestdeutschen Augenoptikerverband (SWAV) unterstützt. Über Plakate und Zapfpistolenwerbung sollen die Autofahrer für das Problem der nachlassenden Sehschärfe sensibilisiert werden. Außerdem laden Augenoptiker zu kostenlosen Seh-Checks ein. Eine Übersicht aller teilnehmenden Augenoptiker, einen Schnell-Check zur ersten Überprüfung der Sehschärfe und weitere Informa-tionen gibt es im Internet unter www.seh-check.de.

Der Start der KGS-Aktion fällt auf den Beginn der dunklen Jahreszeit. Bei Nebel, Regen und früh hereinbrechender Dämmerung treten Sehschwächen deutlich zu Tage und sind besonders gefährlich. Aber auch ganzjährig stellen Sehschwächen eine erhebliche Unfallursache dar. Bei mehr als 90 Prozent aller Unfälle spielt menschliches Versagen eine Rolle. Nach Schätzungen des Bundesverbands der Augenärzte (BVA) sind rund 300.000 Verkehrsunfälle pro Jahr auf schlechtes Sehen zurückzuführen. "Dem wollen wir entgegenwirken und unterstützen daher die Verkehrssicherheits-Kampagne des KGS", sagt Wolfgang Spinler, Geschäftsführer des Automobilclubs von Deutschland (AvD, Frankfurt am Main). "Die in den vergangenen Jahren rückläufige Zahl von Todesopfern im Straßenverkehr zeigt, dass die gemeinsamen Anstrengungen von Automobilherstellern, Verkehrspolitik, Initiativen und Verbänden Früchte tragen."

Auch vom Verband der TÜV e.V. (VdTÜV) kommt Unterstützung für die Aktion "Bei einer Gefahrenbremsung kann allein eine verzögerte Reaktion im Bereich einer halben Sekunde fatale Folgen haben", erläutert Dr. Klaus Brüggemann, geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des VdTÜV in Berlin. Ein einwandfreier technischer Zustand der Fahrzeuge und die optimale Fitness der Autofahrer gehen daher Hand in Hand. Das gilt vor allem für die Sehkraft. Dr. Brüggemann: "Wir empfehlen allen Autofahrerinnen und Autofahrern, freiwillig alle zwei Jahre zu einem Sehtest zu gehen."

Rund 85 Prozent aller Sinneseindrücke werden über die Augen aufgenommen. Nur wer Gefahrensituationen schnell und richtig erkennen kann, ist in der Lage, sicher zu reagie-ren. Doch mit der Sehgesundheit der Deutschen ist es nicht weit her: Laut einer reprä-sentativen Studie des Instituts Allensbach zweifelt etwa jeder dritte Autofahrer an seiner Sehkraft. Weil die Sehkraft schleichend nachlässt und Sehfehler dadurch unbemerkt bleiben, ist die bei einem Sehtest objektiv ermittelte Sehschärfe oftmals noch schlechter als dies der subjektive Eindruck vermittelt.

Das Kuratorium Gutes Sehen erwartet, dass viele Verkehrsteilnehmer ihrer Verantwor-tung gerecht werden und an der Aktion teilnehmen. "Dabei wird manchem Autofahrer hoffentlich klar, wie oft er sich im Blindflug bewegt hat", meint Kerstin Kruschinski vom KGS.

Zehn Tipps fürs Sehen am Steuer

1. Selbsttests durchführen: Wer gesunde Augen oder eine richtig angepasste Brille hat, kann die Schrift auf Abfahrtsschildern der Autobahn aus einer Entfernung von 100 Metern lesen. Verschlechtert sich die Sehleistung nur um eine Dioptrie, wird die Schrift erst aus einer Distanz von 25 Metern lesbar.

2. Alarmsignale beachten: Sie werden an Kreuzungen nervös, weil vieles in ver-schiedenen Richtungen passiert? Sie haben Schwierigkeiten, Abstände einzu-schätzen? Tauchen andere Fahrzeuge hin und wieder "aus dem Nichts" auf? Sie glauben, andere Verkehrsteilnehmer zu behindern? Dann schnell zum Seh-Check!

3. Auch wer sich bei Dämmerungs- oder Nachtfahrten unsicher fühlt oder an einer ausgeprägten Blendempfindlichkeit leidet, sollte die Augen fachmännisch kon-trollieren lassen.

4. Treten bei längeren Fahrten Kopfschmerzen oder rote, trockene und tränende Augen auf, kann das an der mangelnden Sehschärfe liegen.

5. Die perfekte Autofahrerbrille hat schmale Fassungsränder und dünne, hoch angesetzte Bügel, die das seitliche Blickfeld freilassen.

6. Große Gläser: Der Fahrer sollte durch die Gläser seiner Brille auch das Geschehen im Rück- und Außenspiegel überblicken können, und zwar ohne den Kopf bewegen zu müssen. Brillen mit Mini-Gläsern, wie etwa beim John-Lennon-Modell, sind am Steuer ungeeignet.

7. Entspiegelte Gläser stoppen Reflexionen auf dem Brillenglas. Die Augen ermüden nicht so schnell. Die Gläser gibt es in verschiedenen Graden, zum Beispiel leicht, normal und superentspiegelt. Für Vielfahrer sind superentspiegelte Gläser kein Luxus, sondern sollten Standard sein.

8. Polarisierende Brillengläser verhindern Lichtreflexionen auf nassen Straßen und minimieren damit Blendungen.

9. Für Ersatz sorgen: Vergessliche sollten kein ausgemustertes Modell, sondern eine der aktuellen Sehschärfe angemessene Ersatzbrille ins Handschuhfach legen!

10. Regelmäßig zur Augeninspektion: Die Sehkraft lässt schleichend nach, Seh-fehler bleiben daher oft unbemerkt. Deshalb alle zwei Jahre zum Seh-Check beim Augenoptiker!

Weitere Informationen: www.seh-check.de .

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