Sonntag, 04. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 137340

August Macke, Tegernseer Landschaft, 1910

Öl auf Leinwand, 43 x 54 cm / Dauerleihgabe der Stiftung Kunst der Sparkasse in Bonn

(lifePR) (Bonn, ) August Macke malte das Bild Tegernseer Landschaft in einer der glücklichsten Zeiten seines Lebens. Unmittelbar nach ihrer Hochzeitsreise fuhren August und Elisabeth Macke auf Einladung des Bonner Dichters Wilhelm Schmidtbonn am 31. Oktober 1909 nach Tegernsee. Sie blieben dort bis zur Rückkehr nach Bonn im November 1910. In diesem Jahr begann die Freundschaft mit Franz Marc. Auch andere Freunde, Verwandte und Künstler wie sein Vetter Helmuth besuchten Macke in Tegernsee. Es entstanden vor allem Porträts von Elisabeth, die ihr erstes Kind erwartete, Interieur-Darstellungen der Wohnung in Tegernsee und Landschaften.

Die in Tegernsee geschaffenen Werke dokumentieren die rasche Entwicklung von Mackes Kunst. In den ersten Monaten bestimmte noch der Eindruck der impressionistischen Malerei die Bilder, danach wird mehr und mehr die Auseinandersetzung mit dem Fauvismus und der Kunst von Henri Matisse wichtig. Benennt man stets mit einigem Recht Robert Delaunay als Mackes entscheidende Referenz, so ist doch gerade die Zeit um 1910 für seine Kunst von andauernder Bedeutung. Die Erfahrung des Impressionismus mit dem Spiel von Licht und Schatten und der Emanzipation der Farbe bleibt bis in die späten Bilder präsent. Bei Matisse und den Fauves nahm Macke wahr, dass das Licht nicht von den Dingen reflektiert wurde, sondern durch die Intensität der in die Fläche gebundenen Farbe erschien. Weiterhin entsprach das von Matisse formulierte Verständnis der Kunst als Ausdruck von Harmonie, Gleichgewicht und Ruhe seinen eigenen Vorstellungen.

In dem Gemälde Tegernseer Landschaft führt der Künstler den Blick vom nahen, mit Büschen bestandenen Ufer über den See zur fernen Berglandschaft, die den Tegernsee umgibt. Gegenüber anderen in die-ser Zeit entstandenen Werken Mackes ist die Farbpalette mit verschiedenen Grüntönen eher zurückhaltend. Auch in diesem Bild wirkt der Einfluss des Fauvismus, vor allem besteht in Komposition und Farbigkeit eine enge Beziehung zu Charles Camoin und dessen Gemälde Bucht von Cassis.

Die Tegernseer Landschaft ist ein Beispiel für Mackes unmittelbare Hinwendung zur sichtbaren Wirklichkeit und zur Schönheit der Natur. Während seines Aufenthalts in Tegernsee hat Macke am 7. März 1910 in einem Brief an seinen Freund Hans Thuar geschrieben: "Ich bin jetzt furchtbar am Arbeiten. Das heißt, bei mir ist Arbeiten ein Durchfreuen der Natur, der Sonnenglut und der Bäume, Sträucher, Menschen, Tiere, Blumen und Töpfe, Tische, Stühle, Berge, Wasser beschienenen Werdens. Ich vertiefe mich in das freundliche Nicken des Schneeglöckchens, in den Rhythmus der mit Vöglein besetzten Zweige, die in der Sonne schaukeln, in das herrliche Springen und Herumschleichen unserer Katze, in das behäbige Lächeln rotbackiger Äpfel."

Macke schenkte das Bild Tegernseer Landschaft im Mai 1912 Marie Schneiders. Bis zu seiner Erwerbung durch die Stiftung Kunst der Sparkasse in Bonn befand sich das Bild im Privatbesitz.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Spiel und Spaß in "Kernie's Winter-Wunderland"

, Familie & Kind, Wunderland Kalkar

Während der Feiertage gibt es wieder eine Menge im Wunderland Kalkar zu erleben! Besonders die Kleinen dürfen sich freuen, denn vom 25. bis einschließlich...

Magie mit einer Prise Glitter und Glamour - elfenhafte Weihnachts- und knallbonbongute Silvesterarrangements

, Familie & Kind, Wunderland Kalkar

Das Wunderland Kalkar ist ein Ort, der Träume Wirklichkeit werden lässt. Wer einmal hier war, weiß um den Zauber, der den beliebten Hotel-, Business-...

Oktopus Adventskalender : „ Nacharmen“ unmöglich !

, Familie & Kind, Merlin Entertainments Group Deutschland GmbH

Kennt nicht jeder Jemanden, der zu ungeduldig ist, in der Adventszeit täglich nur ein Türchen seines Kalenders zu öffnen, und stattdessen immer...

Disclaimer