Samstag, 21. Januar 2017


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KPMG-Umfrage: Liquiditätslage vieler Unternehmen bleibt angespannt / Professionelles Working Capital-Management gewinnt an Bedeutung

(lifePR) (Berlin, ) Angesichts einer zunehmend restriktiven Kreditvergabe haben zwei von drei Unternehmen (64 Prozent) im vergangenen Jahr ihre Investitionen reduziert oder gar auf "Null" zurückgefahren, um ihre Liquidität zu sichern. Ebenso viele erwarten, dass sich dieser Trend aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung in den kommenden zwei Jahren fortsetzen wird. Jedes zweite Unternehmen erwartet zudem für die kommenden 24 Monate einen erhöhten Forderungsausfall und damit eine weitere Anspannung der Liquiditätslage. Das hat eine KPMG-Umfrage unter 350 Finanzverantwortlichen großer europäischer und US-amerikanischer Unternehmen ergeben.

Immerhin: Mehr Unternehmen als noch vor zwei Jahren kümmern sich inzwischen intensiver um ihren Cash-Flow. Über die Hälfte der Befragten (54 Prozent) kommt damit Forderungen ihrer Stakeholder wie Banken, Ratingagenturen und Analysten nach, drei Mal so viele wie noch vor zwei Jahren. KPMG-Partner Peter Wiegand: "Obwohl viele Unternehmen heutzutage dem Cash-Flow gestiegene Bedeutung beimessen, bleiben zahlreiche Möglichkeiten zur Liquiditätsgenerierung noch ungenutzt. So betrachten nur wenige auch Steuern, Grundbesitz oder Pensionen als mögliche weitere Geldquellen. Darüber hinaus lassen sich durch Prognosen und eine Analyse operativer Prozesse oft signifikante Liquiditätspotenziale aufdecken."

Zwei Drittel der befragten Unternehmen (63 Prozent) befürchten, dass ihre Kunden in diesem Jahr noch stärker auf eine Verlängerung von Zahlungsfristen drängen wird und sich ihre Lage dadurch verschärft. Und fast die Hälfte geht davon aus, dass die Kunden in finanzielle Schwierigkeiten geraten könnten (43 Prozent). Peter Wiegand: "Aufgrund der gestiegenen Anforderungen für eine Kreditvergabe dürften vor allem mittelständische Unternehmen selbst bei einer Verbesserung ihrer Ertragslage Schwierigkeiten bei der Finanzierung bekommen. Zumal sie meist nur über eine geringe Verhandlungsmacht bei größeren Lieferanten und Kunden verfügen. Für sie ist es deshalb unerlässlich, sich um ein professionelles Working Capital-Management zu kümmern."

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