Sonntag, 11. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 60722

Umsatz und Ergebnis noch hinter Planung zurück

Halbjahresbericht der Koenig & Bauer-Gruppe

(lifePR) (Würzburg, ) .
- drupa-Bestellungen erst teilweise im Auftragseingang
- Finanzkrise erschwert Kundenfinanzierung
- Ergebnis je Aktie bei 42 Cent
- Mehr Umsatz im zweiten Halbjahr
- Vorstand bleibt bei Frühjahrsprognose

Obwohl auch die Koenig & Bauer AG (KBA) dank vieler Neuheiten vom guten Investitionsklima auf der internationalen Fachmesse drupa im Mai/Juni dieses Jahres mit Bestellungen in dreistelliger Millionenhöhe profitierte, konnten bis zum 30. Juni wegen noch nicht abschließend geklärter Finanzierungen die Messeaufträge erst teilweise eingebucht werden. Hier sind die Folgen der Finanzkrise vielerorts spürbar. Entsprechend lag der Auftragseingang nach sechs Monaten mit 708,8 Mio. € um 2,4 % unter dem Vorjahr (2007: 726,3 Mio. €). Aufgrund der Investitionszurückhaltung im Vorfeld der drupa blieb im Segment Bogenmaschinen der Auftragseingang mit 366,8 Mio. € um 2,4 % hinter dem Vorjahr zurück (2007: 375,7 Mio. €). Im Geschäftsbereich Rollen- und Sondermaschinen konnte der zweistellige Auftragszuwachs bei Zeitungsrotationen die geringere Nachfrage im Akzidenz-Rollenoffset und Wertpapierdruck nicht ganz ausgleichen. Gegenüber dem Vorjahr (2007: 350,6 Mio. €) gingen die Neuaufträge um 2,5 % auf 342,0 Mio. € zurück.

Der Auftragsbestand im KBA-Konzern erreichte zum Halbjahresende 844,6 Mio. € (2007: 880,1 Mio. €). Während das Ordervolumen im Segment Rollen- und Sondermaschinen mit 565,9 Mio. € (2007: 573,4 Mio. €) in der zweiten Jahreshälfte eine gute Kapazitätsauslastung der jeweiligen Standorte sichert, reicht der im kurzfristig agierenden Bogenbereich ausgewiesene Auftragsbestand von 278,7 Mio. € (2007: 306,7 Mio. €) noch nicht aus. Für die Vollbeschäftigung des Bogenoffsetwerks Radebeul bis zum Jahresende müssen aus den drupa-Abschlüssen und dem bisher eher verhaltenen Nachmessegeschäft im dritten Quartal noch in erheblichem Maße ordentlich finanzierte Aufträge eingesteuert werden.

Ergebnis noch durch fehlenden Umsatz belastet

Mit 656,1 Mio. € lag der Konzernumsatz im ersten Halbjahr noch um 17,5 % hinter dem überdurchschnittlich hohen Vorjahreswert von 794,9 Mio. € und hinter der Planung für 2008 zurück. Auf das Segment Rollen- und Sondermaschinen entfielen 346,0 Mio. € (2007: 420,5 Mio. €), auf den Geschäftsbereich Bogenoffsetmaschinen 310,1 Mio. € (2007: 374,4 Mio. €). Durch fehlende Deckungsbeiträge aufgrund des Umsatzrückstands und die in der Berichtsperiode angefallenen Messeaufwendungen für die drupa weist der Konzern per 30.06. nur ein Betriebsergebnis von 4,7 Mio. € (2007: 27,2 Mio. €) aus. Mit dem Finanzergebnis von -2,3 Mio. € beläuft sich das Ergebnis vor Steuern (EBT) zur Jahresmitte auf 2,4 Mio. € (2007: 25,6 Mio. €) und das Konzernergebnis nach Steuern auf 6,8 Mio. € (2007: 19,1 Mio. €). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,42 € (2007: 1,17 €). Der für die zweite Jahreshälfte geplante Liefer- und Umsatzschub wird sich auch positiv auf das Ergebnis auswirken.

Positiver Cashflow und gute Finanzausstattung

Trotz der hohen Liquiditätsbindung für die zur Liefersteigerung im zweiten Halbjahr aufgebauten Vorräte übertraf der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit angesichts niedrigerer Forderungen und höherer Kundenanzahlungen mit 34,2 Mio. € den Vorjahreswert (2007: 23,1 Mio. €) deutlich. Der freie Cashflow erreichte 12,9 Mio. €. Der Finanzmittelbestand zum 30. Juni reduzierte sich auf 119,7 Mio. € (31.12.2007: 134,0 Mio. €). Die Eigenkapitalquote lag bei 37,3 % der Bilanzsumme.

Mit 8.098 Mitarbeitern im Konzern Ende Juni ging die Zahl der Beschäftigten gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt (8.241) um 143 zurück.

Weiterhin schwaches Nordamerika-Geschäft

Durch einen um 5,6 % auf 101,2 Mio. € gestiegenen Inlandsumsatz reduzierte sich die Exportquote auf 84,6 % (2007: 87,9 %). Mit einem nahezu unveränderten Umsatzanteil von 53,7 % (2007: 53,8 %) bestätigte das übrige Europa seine traditionelle Rolle als größter Markt für KBA-Druckmaschinen. Die Vertriebsregion Asien/Pazifik konnte ihre Quote am Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahr von 15,6 auf 17,8 % steigern. Dagegen blieb der wichtige Absatzmarkt Nordamerika angesichts der schwachen Konjunktur und der anhaltenden Finanzkrise mit 7,6 % (2007: 10,5 %) erneut hinter dem langjährigen Mittel von 15 bis 18 % zurück. 5,5 % der Lieferungen gingen nach Afrika und Lateinamerika (2007: 8,0 %).

Ausblick für das zweite Halbjahr nicht ganz ohne Risiken

Trotz der in den vergangenen Monaten eher verschlechterten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, der sich auch in anderen Branchen abzeichnenden konjunkturellen Eintrübung und des für die Erreichung der Jahresziele noch kurzfristig auszugleichenden Auftragsrückstands im Segment Bogenoffsetmaschinen bleibt der Vorstand vorerst bei seiner Prognose für 2008. KBA-Vorstandsvorsitzender Albrecht Bolza-Schünemann: "Die künftige Entwicklung der Wechselkurse und Energiepreise sowie deren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sind kaum vorhersehbar. In diesem Umfeld ist die Erreichung unserer im Frühjahr publizierten Jahresziele mit einem Konzernumsatz in der Nähe von 1,6 Mrd. € und einem Vorsteuergewinn auf ähnlichem Niveau wie 2007 eine Herausforderung. Noch sehen wir aber reelle Chancen und möchten deshalb aus heutiger Sicht unsere Prognose nicht verändern. Im Falle einer erkennbaren signifikanten Abweichung werden wir umgehend informieren."

Wichtiger Hinweis:

Diese Presseinformation enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf fundierten Annahmen und Hochrechnungen der Unternehmensleitung der Koenig & Bauer AG beruhen. Auch wenn die Unternehmensleitung der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse davon aufgrund vielfältiger, vom Unternehmen nicht beeinflussbarer Faktoren abweichen. Zu diesen Faktoren können beispielsweise die Veränderung der Wirtschaftslage, der Wechselkurse sowie Veränderungen innerhalb der grafischen Branche gehören. Die Koenig & Bauer AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig tatsächlich erzielten Ergebnisse mit den in dieser Pressemitteilung enthaltenen Zahlen und Aussagen identisch sein werden.

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