Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Erkältungszeit - Risikozeit für Sportler?

Symposium beschäftigt sich mit Ursachen des plötzlichen Herztods bei Sportlern und Vorsorgemöglichkeiten

(lifePR) (München, ) Ob Profi-Fußballer oder Hobby-Marathonläufer, immer wieder werden Sportler Opfer eines plötzlichen Herztods. Jährlich sterben in Deutschland einige hundert Menschen beim Sport daran, insgesamt sind es mehr als 100.000 Todesfälle pro Jahr. Besonders die Erkältungszeit im Herbst und Winter birgt ein erhöhtes Risiko, wenn Menschen wieder anfangen, Sport zu treiben, bevor ein Infekt ganz ausgeheilt ist. Ein Symposium des Zentrums für Prävention und Sportmedizin am Klinikum rechts der Isar beschäftigt sich mit den Ursachen und erörtert Möglichkeiten, wie der plötzliche Herztod im Sport verhindert werden kann.

Der plötzliche Herztod beim Sport trifft vor allem jüngere sportliche Männer. 0,05 bis 2 Todesfälle pro 100.000 Personen beschäftigen inzwischen Sportler und Ärzte, da das Ereignis scheinbar gesunde junge Menschen auf dem Höhepunkt ihrer Leistungskraft ereilt. Die häufigsten Ursachen bei Athleten unter 35 Jahren sind angeborene Erkrankungen des Herzmuskels, Herzmuskelentzündungen oder eine angeborene Neigung zu Herzrhythmus­störungen, bei Sporttreibenden über 35 Jahren ist es die Herzkranzgefäßerkrankung.

Experten des Klinikums rechts der Isar der TU München, des Deutschen Herzzentrums, des Klinikums Großhadern der Universität München und des Städtischen Klinikums Bogenhausen diskutieren über die geneti­schen Aspekte, den Einfluss von Stress und die Frage, ob ein Marathon­lauf ein besonderes Risiko darstellt.

Denn der plötzliche Herztod ist kein schicksalhaftes Ereignis, sondern kann in den meisten Fällen verhindert werden. Die Forscher empfehlen deshalb eine jährliche Vorsorgeuntersuchung für Leistungssportler und ambitio­nierte Freizeitsportler. Ärzte des Klinikums rechts der Isar führen diese Vorsorgeuntersuchungen seit Jahren bei den Wintersportlern der deutschen Nationalmannschaft der Biathleten, Skilangläufer und Skialpinläufer durch. In Italien wird seit über 25 Jahren ein solches Vorsorgeprogramm durchgeführt, das zu einer Verringerung der Todes­fälle bei jungen Wettkampfsportlern um 90 Prozent geführt hat.

Sportler sollten Beschwerden wie Brustschmerzen, Schwindel, Herz­rasen, unregelmäßigen Herzschlag oder auch das Gefühl, seinen eigenen Herzschlag sehr deutlich zu spüren, unbedingt abklären lassen. Besonders nach Erkältungskrankheiten und Grippe benötigt der Körper eine ausreichende Zeit um sich zu erholen. Professor Martin Halle vom Zentrum für Sportmedizin des Klinikums rechts der Isar empfiehlt Sportlern, erst mit leichter körperlicher Belastung wieder einzusteigen, wenn sie drei bis fünf Tage fieberfrei sind, und anderthalb Wochen nach einem Infekt die Aktivitäten langsam zu steigern.

Ein weiteres Thema des Symposiums ist der plötzliche Herztod bei Menschen, die im Gegensatz zu Sportlern inaktiv sind. Sie erleiden gehäuft während einer Fernseh­übertragung der Fußballbundesliga aber auch während eines Stadion­besuchs Rhythmusstörungen. Bei den Betroffenen ist häufig schon eine Herzerkrankung bekannt. Hier können präventive Maßnahmen im Sinne von regelmäßiger körperlicher Betätigung sowie auch seitens der Fußball­vereine, Rettungsdienste, aber auch der Zuschauer Leben retten.

Das Symposium richtet sich an alle niedergelassenen Hausärzte, Internisten, Kardiologen und Sportmediziner, die Freizeitsportler oder Leistungssportler betreuen. Es soll ein breites praxisnahes Spektrum dargestellt und an Fällen diskutiert werden. Die Veranstaltung findet am Samstag, den 14. November 2009, von 9.00 bis 13.00 Uhr im Hörsaal Pavillon des Klinikums rechts der Isar, Ismaninger Straße 22, statt.

Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München

Das Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München widmet sich mit rund 4.000 Mitarbeitern der Krankenversorgung, der Forschung und der Lehre. Jährlich profitieren rund 50.000 Patienten von der stationären und rund 170.000 Patienten von der ambulanten Betreuung auf höchstem medizinischem Niveau. Das Klinikum ist ein Haus der Supra-Maximalversorgung, das das gesamte Spektrum moderner Medizin abdeckt. Durch die enge Kooperation von Krankenversorgung und Forschung kommen neue Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Studien frühzeitig dem Patienten zugute. Seit 2003 ist das Klinikum rechts der Isar eine Anstalt des öffentlichen Rechts des Freistaats Bayern.

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