Sonntag, 04. Dezember 2016


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Krise auf dem Jobmarkt: Einstellungszahlen von Hochschulabsolventen sind eingebrochen

Junge Karriere - das Handelsblatt-Magazin für den Karrierestart

(lifePR) (Düsseldorf, ) 27 Prozent mehr arbeitslose Absolventen; Zahl der Stellenangebote für junge Akademiker sind um rund 38 Prozent zurückgegangen.

Die aktuelle Krise macht auch vor jungen Akademikern nicht halt: Ein gutes Studium, die richtigen Praktika, Auslandserfahrung - und trotzdem arbeitslos. So geht es derzeit vielen Hochschulabsolventen, berichtet das Magazin Handelsblatt Junge Karriere im Bewerberguide der Dezember-Ausgabe. "Die Einstellungszahlen von Absolventen sind regelrecht eingebrochen - und haben sich von 2008 bis 2009 halbiert", sagt Jens Ohle, Geschäftsführer des Personaldienstleisters Access in Junge Karriere.

Während Akademiker mit Berufserfahrung bisher der Krise noch trotzen können, hat sie Berufseinsteiger voll im Griff: So waren im August 2009 bei den Agenturen für Arbeit im Schnitt rund 27 Prozent mehr arbeitslose Hochschulabsolventen zwischen 25 und 34 Jahren registriert als im Vorjahr - insgesamt knapp 50.000. Ein Grund: Von den aktuellen Kündigungswellen sind junge Akademiker durch kürzere Kündigungsfristen und geringere Betriebszugehörigkeit öfter betroffen als ältere. Außerdem startet das Gros der Berufseinsteiger mittlerweile mit befristeten Verträgen. "Und die werden natürlich in der Krise häufig nicht verlängert", sagt Ralf Beckmann, Arbeitsmarktexperte der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg.

Einen neuen Job zu finden, ist derzeit schwer. Die Zahl der Stellenangebote für Hochschulabsolventen ist laut Stellenindex der Personalvermittlung Adecco in den ersten neun Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr um rund 38 Prozent zurückgegangen. Und auch für das nächste Jahr planen die Unternehmen ihre Einstellungen sehr konservativ. Betroffen ist vor allem die Automobil- und Zulieferindustrie und die Beratungsbranche - da wird es nach Einschätzung von Arbeitsmarktexperte Jens Ohle auch 2010 kaum Neueinstellungen geben. Relativ stabil ist die Nachfrage nach Berufseinsteigern dagegen noch in der Pharma- oder Energiebranche und im Handel.

Viele Berufsgruppen, die bisher vom Arbeitsmarkt sehr verwöhnt waren, trifft die Krise besonders hart. So ging die Zahl der offenen Stellen für Ingenieure je nach Fachbereich zwischen 57 und 69 Prozent zurück; für Informatiker und Betriebswirte gibt es aktuell nur noch halb so viele freie Jobs wie 2008. Wer derzeit mit dem Studium fertig wird, muss sich auf eine wesentlich längere Jobsuche gefasst machen: "Locker 70 bis 80 Bewerbungen muss der Durchschnittsabsolvent schreiben", schätzt Thomas Rübel, Berater beim Büro für Berufsstrategie.

Ein schnelles Ende der Krise auf dem Jobmarkt ist nach Expertenmeinung nicht in Sicht: "Die Talsohle wird frühestens 2010 erreicht sein, aber bis die großen Unternehmen wieder im drei- oder sogar vierstelligen Bereich Absolventen einstellen, wie noch 2008, wird es sicher noch zwei bis drei Jahre dauern", schätzt Access-Geschäftsführer Ohle.

Die Dezember-Ausgabe von Handelsblatt Junge Karriere erscheint am 20. November 2009

Karriere.de

Junge Karriere - das Handelsblatt-Magazin für den Karrierestart ist mit 140.178 verkauften Exemplaren (IVW III/2009) das auflagenstärkste Monatsmagazin in diesem Bereich. Junge Karriere richtet sich an Studenten, Absolventen und Berufseinsteiger und bietet Orientierung bei Studium, Bewerbung und erstem Job. Zudem stellt das Magazin Unternehmen als Arbeitgeber vor, nennt Branchentrends und Gehälter und informiert in einem eigenen Hochschul-Ranking über Studienmöglichkeiten. Zusätzlichen Service bietet die Internetseite www.karriere.de: Praktikumsbörse, Gehalts-Check, Unternehmens- und Hochschuldatenbank, Bewerbungs- und Karrieretipps sowie eine Jobsuchmaschine. Zur Produktfamilie gehören außerdem das Sonderheft "Handelsblatt Junge Karriere ABI" mit der Aktion "Chef zu gewinnen", die Initiative "Fair Company", die Auszeichnung "Karriere des Jahres" und die Veranstaltungsreihe "Handelsblatt Junge Karriere Forum".

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