Donnerstag, 08. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 134985

Die Stimmung deutscher Arbeitnehmer trotzt weiterhin der Wirtschaftskrise

Zufriedenheit am Arbeitsplatz bleibt auf konstant hohem Niveau

(lifePR) (Fulda, ) JOB AG legt 4. Arbeitsklima-Index für 2009 vor
Ausgabe 4-2009 Auswertung 4-2009:

- Die insgesamt 8. Befragung innerhalb von zwei Jahren zeigt: die Zufriedenheit deutscher Arbeitnehmer lässt sich nur gering durch die Wirtschaftskrise beeinflussen
- Mit 7,4 liegt der Zufriedenheitsindex stabil auf hohem Niveau (Skala von 1=sehr schlecht bis 10=sehr gut)
- Positiver Wert wurde in 2009 zum vierten Mal erreicht
- Etwas niedrigere Stimmung im Westen (7,4) - Ostniveau (7,6) legt wieder zu
- Männer (7,5) wieder leicht positiver als Frauen (7,3) eingestellt
- Arbeitsklima und Aufgaben am Arbeitsplatz sind weiterhin die Gewinner der Umfrage
- Wichtigkeit des Gehalts und der Sicherheit des Arbeitsplatzes unverändert

Schlechte Nachrichten über die Finanz- und Wirtschaftskrise sowie deren Auswirkungen sind seit dem Herbst 2008 überall präsent. Das Wohlbefinden deutscher Arbeitnehmer an ihrem Arbeitsplatz bleibt jedoch auch im Jahr 2009 konstant auf hohem Niveau. Zum vierten Mal in Folge erreichte der Zufriedenheitswert 7,4 auf einer Skala von 1,0 (sehr schlecht) bis 10,0 (sehr gut). Der Arbeitsklima-Index zeigt, dass sich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland nur geringfügig durch äußere Faktoren, wie z.B. die aktuelle Wirtschaftssituation, in ihrer Zufriedenheit am Arbeitsplatz beeinflussen lassen. Gutes Arbeitsklima und anspruchsvolle Aufgaben sind für die Berufstätigen offensichtlich wichtiger.

Seit zwei Jahren lässt die JOB AG (Fulda), der Spezialist für Personal Management und Job Management in Deutschland, einmal pro Quartal die Zufriedenheit deutscher Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an ihrem Arbeitsplatz abfragen. TNS Emnid erhebt diesen Wert repräsentativ in der berufstätigen Bevölkerung. Bei der Befragung zeigt sich, dass die mehr als 1.100 berufstätigen Frauen und Männer aus allen Regionen, Altersgruppen und Bildungsschichten in Deutschland hinsichtlich ihrer Zufriedenheit am Arbeitsplatz die Wirtschaftskrise zwar spüren, aber sich dies bislang nicht nachhaltig auf ihr Wohlbefinden am Arbeitsplatz auswirkt. Der Arbeitsklima-Index wurde inzwischen zum achten Mal repräsentativ und unabhängig erhoben.

Stefan Polak, Vorstand der JOB AG, kommentiert die Ergebnisse des zweiten Arbeitsklima-Index 2009: "Es ist beeindruckend, dass wir nun schon seit zwei Jahren einen relativ konstanten Zufriedenheitswert haben. Das Klima in den deutschen Betrieben ist nach wie vor gut, sonst hätten wir nicht so häufig in Folge dieses konstant positive Ergebnis messen können. Einige Wirtschaftszweige, von denen wir in diesem Jahr keine wesentlichen Impulse mehr erwarteten, verspüren wieder eine zunehmende Nachfrage. Dies spiegelt sich auch bei den Zeitarbeitsunternehmen wider. Insbesondere die Anfragen nach qualifiziertem Personal ziehen an. Wir warten mit Spannung auf das erste Quartal des sicher auch wieder herausfordernden Jahres 2010 und die Beantwortung der Frage, ob sich die positive Grundstimmung der Wirtschaft maßgeblich auf die Zufriedenheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auswirkt."

Osten, Westen, Frauen, Männer - Wie wohl fühlen sich alle?

Im Westen nichts Neues: Der Wert der westdeutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer steht seit dem 2. Quartal 2009 konstant bei 7,4. Im Osten hingegen ist die Zufriedenheit am Arbeitsplatz im Vergleich zum dritten Quartal (7,4) wieder gestiegen (7,6). Während die Zufriedenheit der männlichen Berufstätigen seit dem zweiten Quartal wieder kontinuierlich auf gute 7,5 angestiegen ist, sind die Frauen derzeit etwas skeptischer. Lag der Wert im ersten Halbjahr 2009 noch bei 7,5, sank er nun im vierten Quartal auf 7,3.

Bei der Betrachtung der Altersklassen zeigt sich, dass die Beschäftigten kurz vor dem Rentenalter (60+) am zufriedensten sind. Der Wert stieg seit dem ersten Quartal 2009 kontinuierlich auf 8,0 an. Den zweiten Rang teilen sich zwei Altersgruppen: die so genannten Berufseinsteiger (14 - 29 Jahre) und die 50- bis 59-Jährigen verzeichnen einen Anstieg auf 7,6. Der Unterschied liegt nur in der Art und Weise des Anstiegs. Während die Zufriedenheit der 50- bis 59-Jährigen über mehrere Quartale kontinuierlich anstieg, sprangen die 14- bis 29-Jährigen von 7,3 im dritten Quartal nun auf 7,6. Weiterhin im Aufwärtstrend befinden sich auch die 30- bis 39-Jährigen mit 7,5. Die Zufriedenheit der 40- bis 49-Jährigen hingegen verschlechterte sich in diesem Quartal noch einmal auf 7,1.

Einen leichten Rückgang der Zufriedenheit zeigen die Selbstständigen, Freiberufler und Landwirte (8,5), die trotz alldem noch immer deutlich über dem Durchschnitt liegen. Der Wert für Leitende Angestellte und Beamte sank in diesem Quartal noch weiter auf 7,6 (Q2: 8,1; Q3: 7,9). Hingegen pendelten sich andere Angestellte und Beamte in diesem und dem vorherigen Quartal auf 7,2 ein. Die Facharbeiter fühlen sich mit 7,6 noch wohler als im letzten Quartal (7,4). Auch die Arbeiter, die bisher immer unterdurchschnittlich zufrieden waren, verzeichnen nun langsam wieder einen Anstieg auf 6,7. (Q3: 6,5).

Ein umgekehrter Trend zeichnet sich in diesem Quartal bei den Voll- und Teilzeit- Beschäftigten ab: Beide befinden sich nun bei 7,4 auf gleicher Höhe. Allerdings stieg der Wert der Arbeitnehmer in Teilzeit von 7,2 an und der Wert der Kollegen in Vollzeit sank von 7,5. Hatte sich bei Gewerkschaftsmitgliedern (7,3) und nichtorganisierten Arbeitnehmern (7,4) im dritten Quartal die Zufriedenheitsdistanz verringert, so vergrößerte sich diese nun wieder. Gewerkschaftsmitglieder sind mit 7,1 wieder unzufriedener als Nicht-Gewerkschaftsmitglieder (7,5).

Überdurchschnittlich zufrieden zeigen sich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt (8,0) sowie Bayern (7,8). Weiterhin etwas unzufriedener sind die Beschäftigten in Sachsen und Thüringen mit 7,2. Deutlich unzufriedener sind die Berufstätigen in Berlin (7,0) sowie Baden Württemberg (6,9). Hier wurde der größte Zufriedenheitseinbruch gemessen, da im dritten Quartal noch der Wert 7,4 erreicht wurde.

Arbeitnehmer mit Hauptschule ohne und mit Lehre verzeichnen im vierten Quartal einen Anstieg der Zufriedenheit. Die Berufstätigen ohne Lehre liegen zwar stimmungsmäßig noch immer unter dem Durchschnitt, nähern sich aber langsam mit ihren 6,8 der 7,0-Marke an. Mit 7,3 geht es bei den Arbeitnehmern mit Lehre von 7,2 im dritten Quartal leicht nach oben. Die Zufriedenheit der Beschäftigten mit mittlerem Bildungsabschluss stagnierte bei 7,5 und der Abwärtstrend der Arbeitnehmer mit Universitäts- oder Hochschulabschluss setzt sich mit 7,7 fort (Q2: 8,1; Q3: 7,8).

Bezüglich des Einkommens zeichnet sich folgendes Bild ab: Berufstätige aus einem Haushalt mit einem Haushalts-Nettoeinkommen über 2.500 Euro sind weiterhin am zufriedensten (7,7), die Kollegen mit 1.000 bis 1.500 Euro Haushaltsnettoeinkommen am unzufriedensten (6,4).

Beim persönlichen Nettoeinkommen sind die Berufstätigen mit 1.000 bis 1.500 Euro immer noch am unzufriedensten, trotz Anstieg auf 7,0 (Q3: 6,9). Arbeitnehmer mit einem Nettoeinkommen von 2.000 bis 2.500 Euro verzeichnen einen Abfall von 7,7 im dritten Quartal auf nun 7,3 und damit ins Mittelfeld. Weiterhin an der Spitze liegen trotz leichten Rückgangs die Berufstätigen mit einem Nettoeinkommen von über 2.500 Euro (8,0).

Was beeinflusst das Wohlbefinden deutscher Arbeitnehmer am Arbeitsplatz?

Platz 1 nimmt seit zwei Jahren, deutlich und unangefochten auch im vierten Quartal 2009 wieder das Arbeitsklima mit 57 Prozent der Nennungen ein (3. Quartal: 54 %). Den zweiten Rang teilen sich das Gehalt (42%) und die Aufgaben (42%). Der Unterschied liegt in der Entwicklung. Stagnierten die Nennungen für das Gehalt im vierten Quartal, so stieg der Motivationsfaktor der Aufgaben am Arbeitsplatz um einen Prozentpunkt an. Der viertwichtigste Zufriedenheitsfaktors "Sicherheit des Arbeitsplatzes" stagnierte ebenfalls mit 28 Prozent.

Der Trend, dass die Aufgaben nun wieder genauso wichtig sind wie das Gehalt, wird von den Berufstätigen im Osten (43%) gestützt. Für die Kollegen im Westen ist das Gehalt (42%) nach wie vor wichtiger als die Aufgaben (41%). Bei den männlichen Kollegen steht das Gehalt mit 47 Prozent eindeutig an zweiter Stelle nach dem Arbeitsklima. Frauen hingegen setzen eher auf die Aufgaben (39%) als auf das Gehalt (36%). Den ersten Platz bei allen Nennungen und allen Interessengruppen nimmt nach wie vor das "Arbeitsklima" ein. Auf dem vierten Rang folgt die "Sicherheit des Arbeitsplatzes".

Die Ergebnisse des JOB AG Arbeitsklima-Index stehen allen Medien und Unternehmen gegen Quellenangabe kostenfrei zur Verfügung. Auf Wunsch können von Medien Sonderauswertungen - soweit aus dem Datenmaterial ableitbar - abgerufen werden.

Der nächste Arbeitsklima-Index der JOB AG erscheint turnusmäßig im März 2010.

Die JOB AG wird Ende Januar 2010 wieder eine umfassende Gesamtauswertung aller Arbeitsklima-Untersuchungen des Jahres 2009 sowie einen Vergleich der Jahre 2008 und 2009 vorlegen, um Unternehmen und Arbeitnehmern wichtige Hinweise für eine erfolgreiche Zusammenarbeit geben zu können. Die Studie kann ab 30. Januar kostenfrei abgerufen werden.

JOB AG Personaldienstleistungen AG

Die JOB AG mit Hauptsitz in Fulda ist der Spezialist für Personal Management und Job Management mit rund 60 Niederlassungen in ganz Deutschland. Das Leistungsspektrum umfasst alle Module der Wertschöpfungskette des modernen Personal Managements: Human Resources-Beratung, Zeitarbeit, Personalvermittlung, Temp to Perm Lösungen, Master Vendor Lösungen, Onsite Management, Interims- Management und Direct Search, sowie Projekte in den Geschäftsbereichen Produktion, Logistik & Handel, Industrie, Handwerk & Technik, Office & Management und spezialisierte Lösungen für Engineering, Fashion Logistik, Finanz- und Rechnungswesen, Call Center und Medical & Care. In 2008 konnte ein Gesamtumsatz von rund 95,0 Mio. € erzielt werden. Dies entspricht einem Umsatzzuwachs im Vergleich zum Vorjahr von rund 14 Prozent. Ebenfalls stieg in 2008 die Zahl der Mitarbeiter auf insgesamt 4.400.

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