Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Gebärmutterhalskrebs: Trotz Impfung nicht auf Laboruntersuchung verzichten

IPF-Sommerserie „Frauengesundheit“ – Teil 5peg

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Ein lockerer Urlaubsflirt kann zuhause mit einem bösen Erwachen enden: Nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr drohen nicht nur Schwangerschaft oder die Ansteckung mit schwerwiegenden Krankheiten, sondern auch die Infektion mit gefährlichen Viren. Dazu zählen bei Frauen beispielsweise die humanen Papillomaviren (HPV), die als Hauptauslöser für Gebärmutterhalskrebs gelten. Wer sicher gehen will, dass er keine unerkannte Infektion hat, sollte deshalb unbedingt eine laborärztliche Untersuchung durchführen lassen, rät das Infozentrum für Prävention und Früherkennung (IPF) in Frankfurt. Denn durch die Kombination einer Zelluntersuchung, des so genannten PAP-Abstriches, mit einem HPV-Labortest kann die Infektion nahezu hundertprozentig erkannt und behandelt werden. Dadurch lassen sich die Spätfolgen Krebs und Unfruchtbarkeit vermeiden

Eine HPV-Infektion wird von den betroffenen Frauen oft nicht bemerkt, weil nicht immer die typischen Feigwarzen in der Genitalregion oder am After auftreten. Zum einen kann eine Inkubationszeit von wenigen Wochen, jedoch auch von vielen Monaten zwischen der Infektion und dem Auftreten von Feigwarzen liegen, zum anderen gibt es so genannte stumme Infektionen, bei der keine Warzen entstehen.

Um vor allem junge Mädchen vor einer HPV-Infektion zu schützen, bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen eine vorbeugende Impfung gegen HPV. Empfohlen wird die Impfung gegen die risikoreichsten Typen besonders für Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren und junge Frauen vor dem ersten Geschlechtsverkehr. Unter den über 200 bekannten Varianten der HPV-Viren gelten die Typen 16 und 18 als Hochrisikostämme, die als Hauptauslöser für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs identifiziert wurden. Die Impfung richtet sich gegen diese beiden Varianten.

Damit macht die Impfung jedoch nicht alle Papilloma-Viren unschädlich.Der PAP-Test wird schon lange von den Gesetzlichen Krankenkassen bezahlt, der HPV-Test dagegen nur, wenn ein Krankheitsverdacht vorliegt. Als Vorsorgeuntersuchung muss er von der Patientin selbst übernommen werden.

Weitere detaillierte Informationen zum Thema finden Interessierte in den Faltblättern "Sexuell übertragbare Krankheiten, Eine Bedrohung für viele" und "Gebärmutterhalskrebs - Neue Tests erhöhen Chancen zur Früherkennung". Beide können kostenlos im Internet herunter geladen werden beim Infozentrum für Prävention und Früherkennung (IPF) unter www.vorsorge-online.de.

IPF - Infozentrum für Prävention und Früherkennung

Das Infozentrum für Prävention und Früherkennung (IPF) informiert die Öffentlichkeit über bestehende Möglichkeiten der Krankheitsvorsorge durch Laboruntersuchungen. Seit über zehn Jahren veröffentlicht das IPF in Zusammenarbeit mit anerkannten Experten Broschüren und Faltblätter zu einzelnen Krankheiten und deren Früherkennung. Diese Veröffentlichungen können kostenlos angefordert werden. Das IPF wird vom Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) unterstützt. Seine Neutralität wird durch einen wissenschaftlichen Beirat gewährleistet, dem renommierte Mediziner angehören. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.vorsorge-online.de.

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