Samstag, 10. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 62148

Eigener Hochschulcampus für Leverkusen

Gemeinsame Initiative der Fachhochschule Köln, IHK Köln und der Stadt Leverkusen

(lifePR) (Köln, ) Im Landeswettbewerb um den Aus- und Neubau von Fachhochschulen ziehen die Fachhochschule Köln, die Stadt Leverkusen und die IHK Köln an einem Strang: gemeinsam wurde die Errichtung eines Campus Leverkusen als Dependance der Fachhochschule Köln beim Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie (MIWFT) NRW beantragt. Geschaffen werden soll ein Studienangebot mit rund 1000 Studienplätzen in den für die Hochschule neuen Fachrichtungen Technische Chemie, Pharmazeutische Chemie und Physikalische Technik. Angesiedelt werden soll der Campus Leverkusen auf dem Gelände der neuen bahn stadt :opladen. Zum Campus Leverkusen würde auch das

"Labor- und Technikzentrum" der Currenta GmbH gehören.
"Durch die enge Kooperation mit der Stadt Leverkusen und der regionalen Wirtschaft bieten sich für einen Campus Leverkusen beste Voraussetzungen: Die Fachhochschule kann ihr Portfolio um Angewandte Naturwissenschaften erweitern und die regionale Industrie profitiert nicht nur von der Möglichkeit, den steigenden Bedarf an akademisch qualifizierten Fachkräften zu decken, sondern auch vom Entwicklungs- und Dienstleistungspotenzial, das eine Fachhochschule mitbringt. Beide Aspekte werden sich positiv auf die Entwicklung des Standorts und damit auf die Stadt Leverkusen auswirken", unterstreicht der Präsident der Fachhochschule Köln, Prof. Dr. phil. Joachim Metzner.

Die Wirtschaft signalisiert ein deutliches Interesse am Aufbau des Campus Leverkusen: So könnte die Hälfte der vorgesehenen Studienplätze als so genannte Kombi-Studienplätze besetzt werden, bei der neben einer Berufsausbildung oder begleitend zur Berufstätigkeit ein Studium absolviert wird. Weiterhin sind die Unternehmen bereit, technische Einrichtungen und Labore sowie Lehrbeauftragte zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus sind auch studienbegleitende Förderprogramme (Studienfonds) angedacht.

Voraussetzung für eine dauerhafte Entwicklung der regionalen Wirtschaft sei ein ausreichendes Angebot an Fachkräften, betont Dr. Herbert Ferger, Hauptgeschäftsführer der IHK Köln. "Zu der überdurchschnittlichen betrieblichen Ausbildungsleistung der Unternehmen muss in der Region ein ausreichendes Angebot an akademisch- bevorzugt natur- und ingenieurwissenschaftlich - qualifizierten Fach- und Führungskräften vorhanden sein, um die Unternehmen dauerhaft weiterentwickeln zu können. Fachkräfte aus den Regionen Köln und Düsseldorf finden eher selten den Weg nach Leverkusen. Dabei setzen die Unternehmen schon jetzt auf die Kooperation mit den Fachhochschulen in Form von Kombinationsangeboten von Ausbildung und Studium, um akademische Fachkräfte an die Unternehmen in der Region Leverkusen zu binden. Dies möchten wir mit dem Campus Leverkusen ausbauen."

Der Campus Leverkusen soll auf dem Gelände der neuen bahn stadt:opladen angesiedelt werden. Das ehemalige Areal der Deutschen Bahn AG wird als Schwerpunktprojekt des Strukturförderprogramms Regionale 2010 mit Mitteln des Bundes und des Landes NRW entwickelt. Das Gelände ist verkehrlich gut angebunden an den ChemPark Leverkusen, in dem ca. 60 Unternehmen ihren Sitz haben, und an das überdurchschnittlich ausgestattete Bildungs- und Berufsschulzentrum der Currenta GmbH, das mit seinen freien Kapazitäten als "Labor- und Technikzentrum" Bestandteil des Campus Leverkusen werden soll.

Leverkusens Oberbürgermeister Ernst Küchler bekräftigt: "Die Errichtung des Campus Leverkusen ist ein hervorragendes Signal für den Bildungsund Wirtschaftsstandort Leverkusen. Es zeigt, dass nach schwierigen Jahren des Strukturwandels, in denen Leverkusen grundlegende Umstrukturierungen in der Unternehmenslandschaft erlebt hat, wieder eine Neuorientierung in dieser Stadt erfolgt. Wir wollen, dass unsere mathematisch-naturwissenschaftlich hervorragend ausgebildeten Abiturienten nach ihrem Schulabschluss am Fachhochschulstandort Leverkusen studieren und dass sie das zukünftige akademische Personal unserer heimischen Wirtschaft werden. Darüber hinaus wäre die Errichtung des Campus Leverkusen in städtebaulicher Hinsicht ein überaus gewichtiger Impuls für die weitere Entwicklung der neuen bahn stadt:opladen."

Die 162 000-Einwohner-Stadt Leverkusen befindet sich in einer Phase des Wandels; es ist gelungen, zahlreiche kleinere und mittlere Unternehmen aus der chemischen und pharmazeutischen Industrie anzusiedeln. Mit vier so genannten "MINT-Excellenz-Schulen" (Schulen, die sich durch ein überdurchschnittliches Angebot in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik auszeichnen) nimmt die Stadt Leverkusen einen Spitzenplatz in Deutschland ein.

Erhält die Initiative den Zuschlag, könnte 2010 der Studienbetrieb am Campus Leverkusen aufgenommen werden. Nach Angaben des MIWFT sind bis zum Ende der Bewerbungsfrist am vergangenen Freitag Anträge von 22 Städten, Regionen und Fachhochschulen eingegangen; elf Bewerbungen beziehen sich auf den Ausbau bestehender Fachhochschulen, die anderen elf Bewerbungen auf Neugründungen.

Vorgesehen ist laut Ministerium die Gründung von drei Hochschulen an neuen Standorten und der Ausbau von fünf bestehenden Hochschulen.

Bis Ende September wird eine Expertenjury eine Vorauswahl aus den Bewerbungen treffen. Ende Oktober haben die ausgewählten Bewerber Gelegenheit, der Jury ihre Konzepte im Detail zu präsentieren. Das Expertengremium wird bis Ende November eine Empfehlung erarbeiten, auf deren Basis die Landesregierung im Dezember eine Kabinettentscheidung treffen.

Über die Fachhochschule Köln
Die Fachhochschule Köln ist die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. An drei Standorten (Campus Südstadt, Campus Deutz und Campus Gummersbach) werden rund 16.000 Studierende von 400 Professorinnen und Professoren betreut. Zehn Fakultäten bieten ca. 70 Studiengänge aus den Ingenieurwissenschaften und den Geistes- bzw.

Gesellschaftswissenschaften an. Im Studienjahr 2006/2007 haben rund 2500 Studierende ihr Studium an der Fachhochschule Köln abgeschlossen; jährlich nehmen ca. 3500 Studierende ein Studium an der Hochschule auf. Die Fachhochschule Köln ist eine nach den europäischen Öko-Management- Richtlinien EMAS und dem Internationalen Standard ISO 14001 geprüfte und zertifizierte umweltorientierte Einrichtung.

Über die Stadt Leverkusen - 'neue bahn stadt :opladen'

Die 'neue bahn stadt :opladen' wird mit hohem Engagement aus Mitteln des Bundes und des Landes NRW auf dem Gelände des ehemaligen Ausbesserungswerkes der DB AG entwickelt. Mit der Anerkennung als Regionale 2010 Projekt der Kategorie A [höchste Priorität] wurde die Umwidmung des ehemaligen Bahnausbesserungswerkes zu einem neuen Stadtteil als eines der wichtigsten städtebaulichen Projekte des Landes NRW benannt.

Auf dem rund 72 ha großen Areal mit seiner beeindruckenden Industriearchitektur entsteht ein lebendiger durchgrünter Stadtteil aus Wohnen, Gewerbe, Kultur und Bildung in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bahnhof. Das städtebaulich integrierte Gelände ist von Köln aus über den ÖPNV innerhalb von 15 Minuten erreichbar. Grundlage für die Entwicklung dieses wertvollen innerstädtischen Gebietes ist der von der Stadt Leverkusen und der DB AG gemeinsam erarbeitete Rahmenplan.

Industrie- und Handelskammer zu Köln

Die Industrie- und Handelskammer zu Köln ist eine von den Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft getragene Institution. Als Körperschaft öffentlichen Rechts vertritt sie auf Basis von gesetzlicher Mitgliedschaft das Gesamtinteresse von Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen. Sie agiert als kritischer Partner von Politik und Verwaltung, als unabhängiger Anwalt des Marktes und als kundenorientierter Dienstleister für ihre Mitgliedsunternehmen. Zurzeit gehören ihr über 130.000 Unternehmen in den Städten Köln und Leverkusen sowie im Rhein-Erft-Kreis, Rheinisch-Bergischen und Oberbergischen Kreis an.

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