Donnerstag, 19. Januar 2017


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Konjunkturelle Spielräume für Ausbildung nutzen

Resolution der IHK Südlicher Oberrhein

(lifePR) (Freiburg, ) Die Vollversammlung der IHK Südlicher Oberrhein appellierte in ihrer Sitzung am 21. April 2010 an alle Mitgliedsbetriebe, die sich im Zuge der konjunkturellen Belebung ergebenden Spielräume für die Bereitstellung zusätzlicher Ausbildungsverhältnisse zu nutzen und alle Möglichkeiten für die Übernahme von Jugendlichen, die in diesem Jahr ihre Ausbildung abschließen, auszuschöpfen. Die noch immer schwierige konjunkturelle Situation dürfe nicht dazu führen, dass die Betriebe die strukturellen Probleme, wie den demografischen Wandel und den damit drohenden Fachkräftemangel, aus den Augen verlieren.

Vor dem Hintergrund der jetzt schon spürbaren demografischen Entwicklung, mit deutlich rückläufigen Schülerzahlen und steigenden altersbedingten Abgängen erfahrener Fachkräfte, müssen die Unternehmen jetzt besondere Anstrengungen für mehr Ausbildungsplätze unternehmen, um sich die Fachkräfte heranzubilden, die sie schon in naher Zukunft dringend benötigen werden, betonte IHK-Präsident Karlhubert Dischinger. Das gelte sowohl für die Bereitstellung von Ausbildungsplätzen im dualen Ausbildungssystem und der dualen Hochschule, als auch für die Qualifizierung bereits vorhandener Mitarbeiter, um deren Fähigkeiten an die steigenden Anforderungen anzupassen.

Im Rahmen dieser Vorsorge für die Zukunftsfähigkeit des eigenen Betriebes empfiehlt die IHK-Vollversammlung den Unternehmen auch, möglichst alle Ausbildungsabsolventen in ein Beschäftigungsverhältnis zu übernehmen, um deren Motivation und Bildungspotentiale zu erhalten. Wo dies aktuell nicht machbar ist, sollten vor einer endgültigen Entscheidung zunächst einmal sinnvolle Überbrückungsmaßnahmen angestrebt werden. Neben dem Wehr- oder Zivildienst kommen hier auch Maßnahmen zur Erweiterung oder Verbesserung der Qualifikation in Betracht. "Die Mitarbeiter der Kammer stehen den Unternehmen hierbei beratend zur Verfügung", so Dischinger, und können, neben den inhaltlichen Fragen der Weiterbildung, auch Möglichkeiten zur individuellen Förderung von Einzel- und Gruppenmaßnahmen aufzeigen.

Aktuell sind bei der IHK Südlicher Oberrhein bereits rund tausend Ausbildungsverträge für den Ausbildungsbeginn im Herbst 2010 eingetragen. Das sind 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit steht die Region vergleichsweise gut da: in Baden-Württemberg hat sich der Stand der Neueintragungen im gleichen Zeitraum um 6,2 Prozent verringert und auch bundesweit muss momentan ein Minus von 3,3 Prozent verzeichnet werden. Besonders erfreulich ist die Entwicklung im gewerblich-technischen Bereich. Insbesondere in der Metallindustrie im Südbezirk der Kammer werden im Zuge der konjunkturellen Erholung wieder verstärkt Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt. In der Ortenau ist diese positive Entwicklung dagegen noch nicht im vollen Umfang angekommen. Gleichzeitig gehen bei der IHK insbesondere im Metallbereich überdurchschnittlich viele Anträge auf vorzeitige Zulassung zur Prüfung ein, was ebenfalls auf einen sich andeutenden Fachkräftemangel hindeutet. Die Betriebe haben wieder mehr Aufträge und benötigen Fachkräfte.

Laut einer Umfrage der IHK wollen knapp zwei Drittel der Unternehmen im Kammerbezirk in diesem Jahr gleich viel ausbilden, wie 2009. 17 Prozent geben an, mehr auszubilden als im Vorjahr und 23 Prozent wollen ihre Ausbildungsplätze reduzieren. Hierunter fallen jedoch auch die kleineren Unternehmen, die turnusmäßig nur alle drei Jahr einen Auszubildenden einstellen und erst nach Ende dessen Lehrzeit die Stelle neu besetzen.

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