Sonntag, 11. Dezember 2016


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Ein Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen in Lippe

(lifePR) (Detmold, ) 219 Unternehmen stellten 2009 beim Detmolder Amtsgericht einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Wie die Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe) mitteilt, waren das 0,9 Prozent (NRW + 4,9 Prozent) mehr als 2008. "Dies ist angesichts der Wirtschaftskrise in 2009 ein moderater Anstieg. Wir befürchten allerdings, dass die Zahl der Insolvenzen im Jahr 2010 angesichts des Anziehens der Konjunktur zunehmen wird", stellte Axel Martens, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe) fest.

In erster Linie waren im vorherigen Jahr Handelsunternehmen (47 Fälle) von der Insolvenz betroffen; gefolgt von Bauunternehmen (45) und dem Gastgewerbe (33 Anträge). 27 Freiberufler und 21 Industriebetriebe mussten ebenfalls einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellen.

Nach Rechtsformen betrachtet waren es 61,2 Prozent Einzelunternehmen und 27,4 Prozent GmbHs, die den Gang zum Insolvenzgericht antreten mussten. In mehr als jedem zweiten Unternehmen war ausschließlich der Inhaber tätig. 19,2 Prozent waren erst drei Jahre am Markt.

In 168 Fällen wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet; in 51 Fällen musste die Eröffnung mangels Masse abgewiesen werden. In diesen Unternehmen wurden 774 Personen beschäftigt, so Martens weiter. Das Forderungsvolumen belief sich auf 94 Mio.

Insgesamt waren im letzten Jahr 685 Insolvenzen beim Amtsgericht Detmold gemeldet. Das entspricht einer Zunahme von 28 Prozent (NRW + 5,8 Prozent). Von dieser Gesamtzahl entfielen 445 auf Verbraucher, die ihre Zahlungsunfähigkeit erklären mussten (+ 44 Prozent). Das Forderungsvolumen bei den Verbrauchern betrug 31,6 Mio.

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