Samstag, 03. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 157778

Kräftige Erholung hält an

IHK-Konjunkturumfrage für Niedersachsen

(lifePR) (Hannover, ) Die konjunkturelle Erholung in Niedersachsen verläuft weiterhin V-förmig und steil; sie wird im ersten Quartal von einem starken Aufwärtstrend in der Industrie getrieben. Die Erwartungen der Industrieunternehmen an die kommenden Monate haben sich weiterhin und deutlich verbessert. Sie werden von den nochmals gestiegenen Exporterwartungen gestützt. Jetzt melden auch weite Teile der Investitionsgüterindustrie steigende Auftragseingänge und eine verbesserte Geschäftslage. Als Folge dieser positiven Entwicklungen hat sich der IHK-Konjunkturklimaindikator stark auf 108 Punke verbessert. Das ergab die Konjunkturumfrage der niedersächsischen Industrie- und Handelskammern unter mehr als 1600 Unternehmen, deren Ergebnisse heute in Hannover unmittelbar vor Beginn der Hannover Messe veröffentlicht wurden.

Der IHK-Konjunkturklimaindikator, der sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen widerspiegelt, stieg im 1. Quartal um 9 Punkte und damit zum vierten Mal in Folge (I/10: 108, IV/09: 99, III/09: 92, II/09: 82, I/09: 69, siehe auch Grafik). Der Anstieg des Indikators verläuft damit ungebrochen stark und weiter V-förmig. Der Konjunkturbericht der Industrie- und Handelskammern hatte bereits im Spätsommer 2009 den V-förmigen Anstieg und ein Wachstum von gut 2 Prozent für 2010 prognostiziert. Die aktuelle Entwicklung liegt im oberen Bereich der Erwartungen.

Die Entwicklung für die niedersächsische Wirtschaft insgesamt verlief im 1. Quartal wie folgt: Die aktuelle Geschäftslage veränderte sich gegenüber dem im Vorquartal erreichten Niveau nicht; angesichts des langen und kalten Winters ist es positiv zu sehen, dass es nicht zu einem Rückgang bei der Geschäftslage kam. Die gute Entwicklung in der Industrie hat eine leicht schwächere Geschäftslage im Handel, im Bau und insbesondere im Verkehr kompensiert. In der Breite gehen die Unternehmen nun sehr optimistisch ins Frühjahr: Die Erwartungen legten nochmals deutlich zu. Jedes dritte Unternehmen in Niedersachsen rechnet mit einer günstigeren Geschäftslage in den kommenden Monaten (Vorquartal 22 Prozent), nur noch 16 Prozent (Vorquartal 23) erwarten eine Verschlechterung. Auch die Investitions- und Beschäftigungspläne haben sich kontinuierlich weiter verbessert. Erstmals seit Ausbruch der Krise planen mehr Unternehmen(23 Prozent) höhere Investitionen als einen Abbau (20 Prozent).

Die äußerst positive Entwicklung bei den Investitionsgüterherstellern - der Konjunkturklimaindikator sprang hier von 87 auf 113 Punkte - spiegelt sich in wichtigen Branchen wie dem Maschinenbau oder der Elektrotechnik wider. Hier drehten wesentliche Indikatoren wie Geschäftslage, Auftragseingänge oder Umsätze deutlich in den positiven Bereich oder haben sich weiter verbessert. Bei 77 Prozent der Maschinenbauer ist die Geschäftslage derzeit gut oder befriedigend (Vorquartal: 58 Prozent).

Insgesamt meldet jeder dritte Investitionsgüterhersteller in Niedersachsen im 1. Quartal steigende Auftragseingänge (Vorquartal: 24 Prozent), nur 21 Prozent (Vorquartal: 44 Prozent) mussten rückläufige Bestellungen hinnehmen. In diesem frühen Stadium des Aufschwungs wird allein der Auftragsbestand noch nicht für ausreichend gehalten.

Erfreulich sind die Exportaussichten der Industrie: Jeder dritte Industriebetrieb hat jetzt positive Exporterwartungen (32 Prozent nach 25 Prozent im Vorquartal), und nur knapp jedes zehnte Unternehmen rechnet mit einem rückläufigen Auslandsgeschäft.

Nach einer extrem langen Frostperiode ist die Lage im Bauhauptgewerbe nach wie vor eingetrübt. Spiegelbildlich setzen die Unternehmen der Branche jetzt auf einen Nachholeffekt: Nur noch jedes fünfte Unternehmen erwartet in den kommenden Monaten eine weiter verschlechterte Geschäftsentwicklung (Vorquartal: 43 Prozent). Die derzeit eher stagnierenden Auftragseingänge zeigen, dass die vielfältigen Baumaßnahmen der öffentlichen Hand die fehlenden Bauinvestitionen der Unternehmen nur knapp kompensieren können.

Der Handel ist weiterhin stabil. Zwar hatten Schnee und Eis im Januar und Februar einen Teil der Kunden von Einkäufen abgehalten, anschließend hat sich die Konsumneigung der Kunden jedoch sichtbar gebessert.

Den Verkehrsunternehmen haben die zuletzt stark steigenden Dieselpreise das Geschäft verdorben. Während die Speditionen - wie auch die Verbraucher - in der Krise 2009 noch durch rückläufige Energiekosten zumindest teilweise entlastet wurden, belasten die gestiegenen Preise bei nur langsam steigenden Beförderungsvolumen die Unternehmen nun zusätzlich. Die gesamtwirtschaftlich besseren Konjunkturaussichten haben jedoch dazu geführt, dass die Verkehrsunternehmen mit einem steigenden Beförderungsvolumen rechnen.

Viele Unternehmen haben mit der besseren Auftragslage in den letzten Monaten die Kurzarbeit in Teilbereichen oder insgesamt zurückgefahren. Nur noch 16 Prozent (Vorquartal: 22 Prozent) wollen die Beschäftigtenzahl reduzieren, 11 Prozent (Vorquartal: 7 Prozent) planen Einstellungen. Mit der erfahrungsgemäß vorsichtigen Einstellungspraxis der Unternehmen spricht das für eine stabile Beschäftigungslage. Mögliche Auftragsspitzen, die mit dem vorhandenen Mitarbeiterstamm nicht zu bewältigen sind, wollen die Unternehmen wie in den starken Konjunkturjahren vor 2009 über Zeitarbeitsunternehmen abdecken.

Wie in den Vorquartalen lassen die Zahlen der IHK-Konjunkturumfrage zur Kreditversorgung zwar auf eine branchenabhängig schwierige Finanzierungslage, aber nicht auf eine umfassende Kreditklemme schließen: Auch im Frühjahr wurden lediglich bei zwei Prozent der Unternehmen Kredite nicht verlängert oder abgelehnt.

Ausblick

Die aktuelle Konjunkturumfrage zeigt, dass alle Grundlagen für eine weitere kräftige Erholung vorhanden sind. Die Stimmung in der Wirtschaft ist zurzeit sehr gut; viele Unternehmen haben die Wartestellung verlassen und blicken ausgesprochen optimistisch den kommenden Monaten entgegen. Selbstzweifel sind verflogen; das Wissen um die eigenen Stärken schafft wieder Selbstvertrauen. Ein günstiger Verlauf der Hannover Messe wird diese Stimmung noch beflügeln. Von wichtigen Auslandsmärkten sind kräftige Nachfrageimpulse zu erwarten. Unwägbarkeiten ergeben sich aus den Risiken bei der Preisentwicklung, insbesondere auf den Rohstoffmärkten. Insgesamt überwiegt aber das positive Bild, so dass aus Sicht der Industrie- und Handelskammern die bereits im Spätsommer vergangenen Jahres genannte Prognose von gut 2 Prozent Wachstum für 2010 ausdrücklich bestätigt wird.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Freudensprünge bei ICECOOL

, Freizeit & Hobby, AMIGO Spiel + Freizeit GmbH

Für ICECOOL läuft es dieser Tage reibungslos: Innerhalb weniger Monate hat das Pinguin-Schnipp-Spiel gleich sechs Ehrungen erhalten. Dass das...

Angebote für Krimifans, Kunst- und Musikliebhaber

, Freizeit & Hobby, Hochschule Bremen

Studierende des Internationalen Studiengangs Angewandte Freizeitwissenschaft der Hochschule Bremen bieten unter der Leitung von Prof. Dr. Renate...

FORT FUN Abenteuerland bietet ab sofort persönlichere Geschenk-Gutscheine an

, Freizeit & Hobby, FIRMEDIA® - Webservices

Personalisierbare Geschenke zu Geburtstagen oder Weihnachten sind ein Zeichen von Wertschätzung und verleihen Geschenken eine besondere Note....

Disclaimer