Freitag, 02. Dezember 2016


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Hotel- und Gastgewerbe atmet durch

Preise sollen stabil bleiben

(lifePR) (Erfurt, ) Die düsteren Prognosen der Unternehmen aus dem Frühjahr 2009 haben sich zum Glück nicht erfüllt. In der aktuellen "Saisonumfrage Tourismus" der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt beurteilt fast jeder Zweite von 350 befragten Unternehmen der Branche die derzeitige Geschäftssituation mit gut und ist recht zufrieden mit der zurückliegenden Sommersaison.

"Immerhin konnte ein Drittel der Betriebe den Umsatz im Vergleich zum Sommer 2008 sogar erhöhen. Dies ist vor allem deshalb erfreulich, da vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise noch am Anfang des Jahres die Mehrzahl der Unternehmen eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation befürchtet hatte", sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Der Geschäftsklimaindex, der die aktuelle Situation sowie die Erwartungen und Pläne für die nächsten Monate beschreibt, sei um 29 Punkte gestiegen und erreiche inzwischen wieder 101 von 200 möglichen Prozentpunkten.

"Unterscheiden muss man bei der Beurteilung der Lage allerdings zwischen Hotelbetrieben und reinen Gaststätten. Während im
Beherbergungsgewerbe fast 40 Prozent der Unternehmer steigende Buchungen verzeichnen konnten, kämpft fast die Hälfte der Gaststättenbetreiber mit Umsatzeinbußen", so der IHK-Chef. Zwar habe sich auch in der Hotellerie der Rückgang bei Geschäftsreisenden bemerkbar gemacht, die daraus resultierenden Einbußen seien aber durch die wachsende Zahl von Touristen mehr als ausgeglichen worden. "Selbst in Krisenzeiten wollen die Deutschen nun mal nicht auf Urlaub ver zichten. Vom schmaleren Budget profitieren dann die Urlaubsreiseziele im Inland", stellt Grusser fest.

Die finanzielle Lage bleibe aber vielerorts weiter angespannt. Die Erträge wären bei jedem zweiten Unternehmen gesunken. Problematisch sei vor allem die Entwicklung der kleinen Gaststätten und Kneipen, die vorwiegend auf das Getränkeangebot setzten. "Dort sind die Gewinnspannen besonders gering und zurückgehende Gästezahlen kaum zu kompensieren", so der Hauptgeschäftsführer. Daraus erkläre sich auch die Zurückhaltung bei Investitionen. Wenn überhaupt, dann würden diese auf das Notwendigste beschränkt und insbesondere eine Reduzierung der Energiekosten angestrebt. Hauptsächlich für größere Einrichtungen wären Energiesparmaßnahmen schon heute überlebenswichtig.

In der kommenden Wintersaison erwarte die Branche keine durchgreifenden Änderungen. Die Unternehmen hofften nun auf die in der Koalitionsvereinbarung angekündigte Senkung der Mehrwertsteuer. Dies könnte künftig erheblich dazu beitragen, die Preise stabil zu halten und zurückgestellte Modernisierungen in Angriff zu nehmen. Immerhin sind sich 84 Prozent der Befragten momentan einig, in nächster Zeit nicht an der Preisschraube zu drehen.

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