Montag, 23. Januar 2017


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FrankfurtRheinMain – Europas künftige ITK-Hauptstadt?

IHK-Forum Rhein-Main beleuchtete wichtige Querschnittsbranche

(lifePR) (Hanau, ) IHK-Forum Rhein-Main beleuchtete wichtige Querschnittsbranche Die Wirtschaft in FrankfurtRheinMain ist exzellent aufgestellt. Das ist so bei den Banken oder beim Consulting und anderen hochwertigen Dienstleistungen wie Medien oder Werbung. Auch in so unterschiedlichen Branchen wie Maschinenbau/Automationswirtschaft/Automobilzulieferer oder Chemie/Pharma/Medizin ist die gewerbliche Vielfalt am Standort beeindruckend. Weltweit gibt es nur wenige so gut und so breit aufgestellte Metropolregionen. Die Aussichten sind ebenfalls gut; in der Disziplin Innovations- und Wettbewerbsstärke spielt unsere Metropolregion in Europas Top-Liga.

Wie sehr diese einzelnen Erfolgsgeschichten aber von den hiesigen Unternehmen der Informations- und Telekommunikationsbranche (ITK) abhängen, ist vielen Unternehmern, Politikern und weiteren Entscheidungsträgern nicht immer bewusst. Sie verbinden die Querschnittsbranche ITK zu sehr mit den bekannten Namen aus dem amerikanischen Silicon Valley oder mit den indischen Programmierern.

Doch diese Sichtweise gehört dringend auf den Prüfstand - eine Aufgabe, die das IHK-Forum Rhein-Main am 10. September 2008 in der Darmstädter Gesellschaft für Schwerionenforschung mbH (GSI) übernahm. Gut 150 Top-Entscheider entdeckten das verborgene Potenzial der Branche.

Karl-Heinz Streibich, Vorstandsvorsitzender der Darmstädter "Software AG", skizzierte auf der Brennpunkt-Veranstaltung des IHK-Forums die anstehenden Aufgaben. Der Markt sei global aufgestellt, wobei der europäische IKT-Markt der weltweit größte sei. Strategisch gefährlich sei das Handelsbilanzdefizit von 77 Milliarden €. Es handle sich um eine besonders wichtige Wachstumstreiber-Branche: ITK-Anwendungen fänden sich in Autos ebenso wie Küchen oder Fabrikhallen. Gut die Hälfte der Produktivitätszunahme werde in Europa durch Software bedenken. Damit diese Branche stärker werden könne, sei ein "radikales Umdenken" in der Politik erforderlich. Europa fehle ein einheitliches Rechtssystem, diagnostizierte Streibich. Solange dieser Missstand nicht beseitigt sei, könnten Europas ITK-Unternehmen den Weltmarktführern aus den USA nicht auf Augenhöhe begegnen. In den nationalen Märkten seien einfach keine hinreichenden Größenkostenersparnisse zu erzielen, um Microsoft, Google und Co. paroli zu bieten, klagte Streibich. Seine Impulsrede schloss Streibich mit einer zweiten Forderung: Europas Wirtschaft könne sich nur mit Hilfe von Netzwerken behaupten, riet Streibich. Ihm schwebt ein Cluster wie das amerikanische Silicon Valleys für Europa vor. FrankfurtRheinMain biete dafür die besten Voraussetzungen. Nutze die Region ihr Potenzial, könne sie auch auf die Hilfe der Bundesregierung hoffen. Der gerade laufende Spitzencluster-Wettbewerb könne FrankfurtRheinMain schon bald zu Europas wichtigstem ITK-Zentrum machen, gab sich Streibich optimistisch.

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