Sonntag, 01. Februar 2015


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4,3 Prozent mehr Geld, unbefristete Übernahme, mehr Mitsprache bei Leiharbeit

Übernahme für die Metall- und Elektroindustrie NRW wird in der kommenden Woche verhandelt

(lifePR) (Düsseldorf, ) Das in der letzten Nacht für das Tarifgebiet Baden-Württemberg erzielte Verhandlungsergebnis will die IG Metall Nordrhein-Westfalen auch für die 700.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie im Tarifgebiet NRW übernehmen. Verhandelt wird darüber mit den Metallarbeitgebern in NRW am Donnerstag, den 24. Mai 2012 in Bochum.

Oliver Burkhard, IG Metall-Bezirksleiter in Nordrhein-Westfalen: "Wir haben eine starke Entgelterhöhung erreicht. Für Ausgebildete wird die unbefristete Übernahme die Regel. Bei der Leiharbeit haben wir durchgesetzt, dass Betriebsräte wirksam gegen Missbrauch vorgehen können. Das Verhandlungsergebnis aus Baden-Württemberg ist auch eine gute Lösung für NRW."

Der Tarifabschluss aus Baden-Württemberg bringt den Beschäftigten ab dem ab 1. Mai 2012 ein um 4,3 Prozent höheres Einkommen. Die Auszubildenden erhalten ebenfalls 4,3 Prozent mehr. Es wurde eine Laufzeit bis Ende April 2013 vereinbart.

Der Tarifabschluss sieht außerdem vor, dass die Ausgebildeten künftig in der Regel unbefristet in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen werden.

Beim Einsatz von Leiharbeit wird die Mitsprache der Betriebsräte erstmals tarifvertraglich gestärkt. Leiharbeitnehmern muss künftig spätestens nach 24 Monaten ein unbefristetes Arbeitsverhältnis angeboten werden. Der Tarifvertrag beschreibt zudem einen Rahmen für Betriebsvereinbarungen bei Leiharbeit. Danach sind z.B. Einsatzzweck und Einsatzdauer zu regeln oder auch Quoten zur Begrenzung von Leiharbeit zu vereinbaren.

Mit den Arbeitgeber-Verbänden der Leiharbeit wird die IG Metall am Montag über einen Branchenzuschlag verhandeln. Ziel: Mehr Geld für alle Leiharbeitnehmer, die bisher nach den Tarifverträgen für Leiharbeit bezahlt werden.

Oliver Burkhard: "Zu mehr Fairness gehört auch, dass wir endlich zu Branchenzuschlägen kommen. Wir wollen mehr Geld für diejenigen Leiharbeiter, die bisher nach den Tarifverträgen für die Leiharbeit entlohnt und in der Metallwirtschaft eingesetzt werden.“

Das Verhandlungsergebnis in Baden-Württemberg wurde vor dem Hintergrund flächendeckender Warnstreiks mit sehr hoher Beteiligung erreicht. Mehr als 120.000 Beschäftigte aus 755 Betrieben hatten allein in Nordrhein-Westfalen für bis zu 8 Stunden die Arbeit niedergelegt.

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