Samstag, 10. Dezember 2016


Gutes Gespann

BMW Motorrad für kollaboratives Zulieferer-Managementsystem mit dem "Supply Chain Management Award 2010" ausgezeichnet

(lifePR) (Oestrich-Winkel, ) BMW Motorrad ist Gewinner des "Supply Chain Management Award 2010", der alljährlich die beste Wertschöpfungskette von Unternehmen aus der produzierenden Industrie prämiert. Eine 12-köpfige Jury von Experten aus Industrie, Wissenschaft, Fachmedien und Beratung hat den Unternehmensbereich Motorrad des Automobilkonzerns aus München für den Aufbau eines Lieferanten-Risikomanagements als Bestandteil eines integrierten und durchgängig kollaborativen Zulieferer-Managementsystems ausgezeichnet.

Der Preis wurde BMW Motorrad auf der "ebs Supply Chain Conference" an der European Business School in Oestrich-Winkel vor rund 300 Teilnehmern feierlich überreicht. Der "Supply Chain Management Award" wird von der internationalen Unternehmensberatung PRTM Management Consultants in Kooperation mit dem Fachmagazin LOGISTIK HEUTE und dem Supply Chain Management Institute (SMI) der European Business School vergeben. Der diesjährige Wettbewerb war der bislang kompetitivste. Mehr als ein Dutzend sehr guter Bewerbungen wurden eingereicht und von der Jury bei Unternehmensbesuchen evaluiert.

Spitzenleistung im kollaborativen Supplier-Management

"Die Konsequenz, mit der das neue System umgesetzt wurde, ist beeindruckend und elegant zugleich. Gerade vor dem Hintergrund der massiven Absatzkrise des letzten Jahres markiert die BMW-Lösung und die damit erreichte Versorgungssicherheit eine Spitzenleistung im Supply Chain Management. Herausragend ist die Lösung vor allem unter dem Aspekt der Kollaboration zwischen OEM und Lieferanten", betonte Jurymitglied Harald Geimer, Geschäftsführer von PRTM Management Consultants, den Vorbildcharakter der ausgezeichneten Lösung.

BMW Motorrad hat den Aufbau eines durchgängigen Lieferantenbewertungssystems kontinuierlich vorangetrieben und nach und nach einzelne Elemente wie Lieferantenauswahl und -audits, Lieferantenentwicklung und -integration sowie das Lieferanteninformationsmanagement implementiert.

Als während der Krise im Jahr 2009 der weltweite Markt für Motorräder um über ein Drittel einbrach, waren viele Zulieferer direkt von der Insolvenz betroffen oder kämpften um den Fortbestand, wodurch insgesamt 80 Prozent der BMW-Motorrad- Produktion durch potenzielle Materialausfälle gefährdet war. In dieser Zeit hat BMW Motorrad ein umfassendes Konzept zur Identifikation und Bewertung von Zulieferern und deren Ausfallrisiko entwickelt und implementiert. Dieses Konzept umfasst im Einzelnen die Identifikation von Risikolieferanten, die Einleitung von Maßnahmen basierend auf der Risikogruppeneinschätzung sowie die Unterstützung bei der Krisenentschärfung und einen "Werkzeugkasten" zur Risiko- und Schadensminimierung mit einem dezidierten Kennzahleninventar.

"Wir freuen uns außerordentlich darüber, dass die harte und konsequente Arbeit in der Implementierung unseres Zulieferer-Managementsystems, neben den erheblichen prozessualen Verbesserungen für BMW Motorrad und seine Lieferanten, von einer externen, unabhängigen Fachjury prämiert wird. Der Gewinn des 'Supply Chain Management Award ' ist nicht nur für uns selbst, sondern auch für alle beteiligten Lieferanten eine besondere Auszeichnung", sagte Klaus Allisat, Leiter Materialwirtschaft, BMW Motorrad, bei der Preisverleihung.

"Lösung mit Leuchtturmcharakter und zugleich Auftrag für die Zukunft"

Eine Besonderheit der Supply-Chain-Lösung ist die vollständige Integration des Zulieferer-Risikomanagements in bestehende Elemente des Lieferanten-Managementsystems, das heißt die durchgängige Verknüpfung von verfügbaren Informationen über alle IT-Systeme, klar definierte Prozesse und Schnittstellen sowie die einheitliche Verwendung von Kennzahlen. Dadurch ist BMW Motorrad heute in der Lage, potenziell gefährdete Zulieferer frühzeitig zu identifizieren und durch finanzielle und operative Maßnahmen gezielt zu unterstützen.

"Die von BMW Motorrad entwickelte Lösung hat für die gesamte Industrie Leuchtturmcharakter.
Ein Leuchtturm, an dem sich alle Industriekapitäne orientieren können, der aber auch einen Auftrag für die Zukunft darstellt", betonte Jurymitglied und Laudator Dieter Ruh, Logistikleiter des Automobilzulieferers Webasto.

Gerade als Vertreter der Lieferantenseite wisse er und wünsche er sich, dass mehr solcher Ansätze entwickelt werden. Supply Chain Risk Management müsse viel öfter unternehmensübergreifend verstanden und umgesetzt werden. Informationen gemeinsam zu erheben und auszutauschen und Risiken gemeinsam zu bewerten sei entscheidend für den Erfolg beider Seiten. "Supply-Chain-Risikomanagement ist keine Einbahnstraße", mahnte der Laudator.

Trotz Krise: Jedes bestellte Motorrad wurde ausgeliefert

Durch das Risikomanagement-Konzept und das Lieferanten-Managementsystem konnte BMW Motorrad trotz manch insolventer Zulieferer und über 30 stark gefährdeten Zulieferern sicherstellen, dass jedes bestellte Motorrad produziert und ausgeliefert wurde. "Herausragend war dabei insbesondere die Umsetzung des Konzepts unter dem Aspekt der Kollaboration mit dem Ziel, gemeinsam mit dem Zulieferer eine tragfähige Lösung zu finden. Beispielhaft unterstützte ein mehrköpfiges BMW-Team für insgesamt über 30 Tage einen insolventen Zulieferer vor Ort und konnte so das Fortbestehen des Zulieferers sicherstellen", ergänzte Prof. Dr. Christopher Jahns, Rektor der European Business School (EBS) und Executive Director des Supply Chain Management Institutes (SMI). Weitere Effekte waren eine deutliche Verbesserung der Anlieferqualität und eine höhere Transparenz über existierende Lieferantenrisiken, um den Reaktionszeitraum für die Vorbereitung präventiver Maßnahmen signifikant zu steigern.

Hintergrund: Der "Supply Chain Management Award" - Markenzeichen exzellenter Wertschöpfungsketten

Für den "Supply Chain Management Award" können sich produzierende Unternehmen aller Branchen bewerben. Ausgezeichnet werden innovative Lösungen im Supply Chain Management, die dazu beigetragen haben, die Wettbewerbsfähigkeit wesentlich zu verbessern und die wegweisend für andere Unternehmen sind. Preiswürdig sind überzeugende End-to-End-Supply-Chain-Lösungen ebenso wie herausragende Umsetzungen in Teilbereichen der Wertschöpfungskette.
Ausdrücklich erwünscht sind auch partnerschaftliche Bewerbungen von Unternehmen, die über ein erstklassiges Wertschöpfungsnetzwerk miteinander verbunden sind bzw. unternehmensübergreifend beispielgebende Supply-Chain- Lösungen implementiert haben.

Dem SCM-Award liegt ein zweistufiges Auswahlverfahren zugrunde. In einer ersten Bewerbungsrunde beschreiben die Unternehmen zunächst ihre Supply Chain nach qualifizierenden Leistungsmerkmalen. Die besten Kandidaten aus dieser Runde erhalten anschließend im Rahmen eines Unternehmensbesuches die Gelegenheit, ihre Supply-Chain-Lösungen detailliert zu erläutern und mit dem Prüfungsteam zu diskutieren. Auf Basis der dort gewonnenen Informationen kürt eine unabhängige, hochkarätig besetzte Expertenjury von Vertretern aus Industrie, Wissenschaft, Consulting und Fachmedien den Preisträger. Die Bewertungsmethode beruht auf dem Supply Chain Operations Reference Model (SCOR). Dieses Modell ist weltweit in vielen Branchen als Standardinstrument zur Modellierung und Verbesserung der Supply-Chain-Leistung etabliert.

Ausführliche Informationen zum Bewerbungsverfahren, zu den Auswahlkriterien sowie zur Jury unter www.beste-supply-chain.com

Über PRTM Management Consultants:

Seit 1976 schafft PRTM durch die nachhaltige Umgestaltung der operativen Geschäftsprozesse dauerhafte strategische Wettbewerbsvorteile für seine Kunden. Die Entwicklung und Implementierung innovativer Operations-Strategien ist die Grundlage für bahnbrechende Ergebnissteigerungen. PRTM ist eine der führenden Unternehmensberatungen für Operations-Strategien, Supply Chain, Innovationsmanagement, Produktentwicklung und wertschöpfendes Kunden-Management. In 18 Büros weltweit arbeiten mehr als 700 PRTM-Berater für Unternehmen produzierender und innovativer Branchen.

www.prtm.com

Über das Supply Chain Management Institute (SMI):

Das Supply Chain Management Institute (SMI) an der European Business School (EBS) ist das Zentrum eines internationalen Netzwerks für Forschung, Lehre und Weiterbildung in den Bereichen Strategie, Logistik, Supply Chain Management, Einkauf und Supply Management. Das Institut bietet sowohl Primärausbildung für Studierende der EBS als auch Fort- und Weiterbildungsprogramme für Führungskräfte an und arbeitet in seinen Forschungsprojekten und Studien eng mit renommierten Partnern aus Wissenschaft und Praxis zusammen. Das SMI verfügt über ein weltweites Netzwerk aus Wissenschaftlern und Unternehmensvertretern und über eigene Standorte in China (Schanghai), Russland (Moskau) und Indien (Bangalore). www.supplyinstitute.org

HUSS Unternehmensgruppe

LOGISTIK HEUTE, das kompetente Logistikmagazin für Entscheider in Industrie, Handel und Dienstleistung, ist eine unverzichtbare Informationsquelle, die neue Logistik- Konzepte und Produkte, Ideen und Trends für die gesamte Supply Chain aufzeigt. Das Fachmagazin mit seinen Sonderpublikationen und Hörbüchern gehört zur HUSSUnternehmensgruppe mit Sitz in Berlin und München. Spezialisiert auf klassisches Business-to-Business-Geschäft versorgt die HUSS-Gruppe Fach- und Führungskräfte in Industrie, Handel und Handwerk mit Berufsinformationen und Hintergrundwissen durch Fachzeitschriften und Sonderpublikationen sowie Fachbücher, Online-Medien und Softwareprodukte. Inhaltliche Schwerpunkte bilden Themen aus Technik, Logistik, Transport, Verkehr, Touristik und Gastronomie sowie Recht, Wirtschaft und Bauwesen.

www.logistik-heute.de

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