Mittwoch, 07. Dezember 2016


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Sechs Fachhochschulen gründen bundesweite "HochschulAllianz für Angewandte Wissenschaften" in Darmstadt

(lifePR) (Darmstadt, ) Sechs deutsche Fachhochschulen haben heute die bundesweite "HochschulAllianz für Angewandte Wissenschaften" (HAWtech) gegründet. Die beteiligten Hochschulen wollen insbesondere in Lehre, Forschung, Technologietransfer, Weiterbildung und Hochschulmanagement eng zusammen arbeiten, gemeinsam in der Öffentlichkeit auftreten und sich gemeinsam strategisch positionieren. Gemeinsam ist ihnen ein technischer Schwerpunkt, eine starke Praxisorientierung und hohe Reputation. Insgesamt sind hier rund 47.000 Studierende eingeschrieben. Zur Vertragsunterzeichnung an der Hochschule Darmstadt (h_da) kamen die Leitungsspitzen der Gründungshochschulen zusammen: Prof. Dr. Marcus Baumann, Rektor der FH Aachen; Prof. Dr. Michael Heine, Präsident der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin; Prof. Dr. Maria Overbeck-Larisch, Präsidentin der Hochschule Darmstadt; Prof. Dr.-Ing. Hannes Neumann, Rektor der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden; Prof. Dr.-Ing. Bernhard Schwarz, Rektor der Hochschule Esslingen und Prof. Dr. Karl-Heinz Meisel, Rektor der Hochschule Karlsruhe.

h_da-Präsidentin Prof. Dr. Maria Overbeck-Larisch hat die HochschulAllianz initiiert:

"Deutschlands Wirtschaft droht ein Fachkräftemangel, die Anforderungen an Hochschulabsolventinnen und -absolventen steigen immer mehr. Da gilt es für die ausbildenden Hochschulen die richtigen Schwerpunkte zu setzen, gemeinsam strategisch zu denken und bei wichtigen gesellschaftlichen Entscheidungen ein Wort mitzureden. Die HAWtech soll daher ein kompetenter Ansprechpartner sein für Politik, Wirtschaft und Medien, insbesondere zu den "MINT"-Themen aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik."

Die Allianz wird nach außen durch einen zweiköpfigen Vorstand vertreten. Mitte Oktober wurde zu dessen Sprecher Prof. Dr.-Ing. Bernhard Schwarz (Esslingen) gewählt. Er wird vertreten von Prof. Dr. Michael Heine (Berlin). Beide werden dieses Amt für zwei Jahre inne haben. Auf den Mitgliedsversammlungen werden die Leitungsspitzen der Hochschulen einvernehmliche Beschlüsse anstreben. Zudem sind bereits Arbeitskreise zu verschiedenen Themen eingerichtet worden. Der Kreis der HAWtech-Mitglieder ist grundsätzlich offen. Nach den ersten Gründungsmonaten können auch weitere technisch orientierte Hochschulen mit hoher Reputation in den Verbund aufgenommen werden.

Prof. Dr.-Ing. Bernhard Schwarz, Rektor Hochschule Esslingen: "Die an der HAWtech beteiligten Hochschulen, welche in bundesweiten Rankings allesamt Spitzenplätze belegen, wollen durch vielschichtige Zusammenarbeit unter anderem zur Stärkung der eigenen Marken beitragen. Die Hochschule Esslingen sieht im länderübergreifenden Zusammenwirken mit starken Partnerhochschulen enormes Potenzial für den Ausbau vorhandener Stärken sowie für die gemeinsame Erschließung neuer Felder."

Zur Abstimmung der Zusammenarbeit, der Koordination der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, der Weiterentwicklung des Marketings sowie der Steuerung und Koordination von Kooperationsprojekten haben die Hochschulen eine HAWtech-Geschäftsstelle an der Hochschule Esslingen eingerichtet. Als Ansprechpartnerin für Medienvertreter steht dort Britta Magenau zur Verfügung. (Kontaktdaten siehe Randspalte)

In diesem Jahr haben sich die beteiligten Hochschulen bereits auf verschiedenen Ebenen einander angenähert. Neben den Gesprächen der Leitungsspitzen haben sich die Kanzlerinnen und Kanzler in einem ersten Treffen zu fachlichen Fragen ausgetauscht. Zudem kamen an der HTW Berlin Mitte Oktober Fachvertreter der beteiligten Hochschulen in den drei thematischen Arbeitskreisen "Maschinenbau", "Elektrotechnik" und "Internationales" für erste Richtungsentscheidungen der gemeinsamen Arbeit zusammen. Dazu gehören etwa die Förderung der Studierendenmobilität über kooperativ vereinbarte Austauschsemester, gemeinsame Auslandsinitiativen oder die Entwicklung eines hochschulübergreifenden Studiengangs. Diese Vorstellungen werden heute in Workshops an der Hochschule Darmstadt konkretisiert.

Prof. Dr. Michael Heine, Präsident der HTW Berlin "Die HAWtech wird das ideale Forum für ein vertrauensvolles Benchmarking sein. Dies ist gerade in Zeiten des schärfer werden Hochschulwettbewerbs für alle Beteiligten sehr wichtig. Wir brauchen den Blick über den Tellerrand hinaus, auf allen Ebenen, und wir werden einen intensiven Diskurs pflegen, ob es nun um Finanzcontrolling geht, die Entwicklung von hochschulübergreifenden Studienangeboten oder auch gemeinsame Forschungsaktivitäten."

Prof. Dr. Karl-Heinz Meisel, Rektor Hochschule Karlsruhe: "Die Hochschule Karlsruhe freut sich auf die enge Zusammenarbeit im Verbund der HAWtech. Alle beteiligten Hochschulen sind bisher schon sehr erfolgreich und werden ihre Position gemeinsam über diesen Verbund noch weiter ausbauen. Dies gilt auch für ihre internationalen Aktivitäten. Dort sind gemeinsame "Summer Schools" für ausländische Studierende, die gemeinsame Präsenz auf internationalen Rekrutierungs-Messen, die Beteiligung des Verbunds an Ausschreibungen für DAAD-Förderprogramme bis hin zur Gründung von Auslandshochschulen unter dem Dach der HAWtech denkbar. Aber auch in der angewandten Forschung eröffnen sich national und international neue Perspektiven."

Prof. Dr. Marcus Baumann, Rektor der FH Aachen: "Der Maschinenbau ist einer der wichtigsten Produktionszweige in der Bundesrepublik Deutschland und Motor für die technische Innovation. Für die technische Spitzenstellung der deutschen Wirtschaft sind qualifizierte und motivierte Ingenieurinnen und Ingenieure von großer Bedeutung.

Die Energieumwandlungstechniken, die Energieeffizienz, die Erforschung und der Ausbau erneuerbarer Energien werden meiner Meinung nach zu den wichtigsten Themen in den nächsten Jahrzehnten zählen. Ingenieurinnen und Ingenieure, die im Studiengang Maschinenbau ausgebildet werden, können in diesem Bereich die Welt mitgestalten und einen Beitrag zur Verringerung der CO2-Emission und der Verringerung der Umweltschäden durch die Entwicklung von neuen und verbesserten Energieumwandlungsprozessen leisten."

Prof. Dr.-Ing. Hannes Neumann, Rektor der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden: "Ich halte den geplanten gemeinsamen Studiengang in der Elektrotechnik für ein erstes Beispiel, in der Lehre Synergieeffekte zu nutzen. Damit geben wir den Studierenden die Möglichkeit, an einer anderen Hochschule bei voller Anerkennung der erreichten Studienleistungen zu studieren. Weitere Projekte, wie beispielsweise der Austausch von Studierenden, dienen dazu, sich zusätzliche Kompetenzen anzueignen."

Die Hochschulen der HAWtech im Kurzprofil

FH Aachen

Die 1971 gegründete FH Aachen bietet ihren 9.000 Studierenden eine erstklassige Ausbildung in modernen und zukunftsweisenden Berufen. Durch den engen Bezug zur Berufspraxis der über 200 Professorinnen und Professoren und weiteren 200 Beschäftigten in Lehre und Forschung ist eine berufsqualifizierende, wissenschaftlich fundierte Ausbildung gewährleistet. Kooperationen mit regionalen und internationalen Unternehmen sowie renommierten Forschungseinrichtungen bürgen für eine hohe Qualität des Lehrangebotes. Derzeit können Studieninteressierte aus 56 Studiengängen in den Bereichen Ingenieurwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Gestaltung auswählen. Zudem kann die FH auf eine wachsende Zahl an kooperativen Promotionen verweisen.

www.fh-aachen.de

Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin

Vielfältig und innovativ - diese beiden Merkmale charakterisieren die Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW). Mit beinahe 10.000 Studierenden, 270 Professorinnen und Professoren, 700 Lehrbeauftragten und 60 Bachelor- und Masterstudiengängen in den Bereichen Technik, Informatik, Wirtschaft, Kultur und Gestaltung zählt sie zu den mittelgroßen Hochschulen in Deutschland. Im Bereich der Technik reicht das Fächerspektrum von Bauingenieurwesen über Maschinenbau und Elektrotechnik bis hin zu Umwelttechnik/Regenerative Energien. Als besonders innovative Hochschule wurde die HTW Berlin mehrfach ausgezeichnet.

www.htw-berlin.de

Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden

Die HTW Dresden wurde im Jahr 1992 gegründet. Sie ist die zweitgrößte Hochschule der sächsischen Landeshauptstadt. Technik, Wirtschaft, Gestaltung und 'grüne' Studien sind die vier Säulen, auf die sich das Angebot von mehr als 30 Studiengängen stützt. Mit acht Fakultäten, 180 Professorinnen und Professoren und etwas mehr als 5.000 Studenten ist die Hochschule groß genug, um die Vernetzung der verschiedenen Disziplinen mit hohen Synergieeffekten erfolgreich zu praktizieren. Zahlreiche modern ausgestattete Laboratorien, das an weltweite Kommunikationsdienste angeschlossene Rechnernetz der Hochschule, die nach neuesten Gesichtspunkten eingerichtete Bibliothek und das Sprachenzentrum sowie ein für die Studenten der technischen Studiengänge obligatorisches praktisches Studiensemester gewährleisten die Praxisnähe des Studierens.

www.htw-dresden.de

Hochschule Esslingen

Ingenieurwesen, Betriebswirtschaft, Sozial- und Pflegewissenschaften sind die tragenden Säulen der Hochschule Esslingen. In den Rankings zahlreicher Wirtschaftsmagazine und des Studienführers der ZEIT ist sie unter den Top Ten der besten Fachhochschulen Deutschlands zu finden. Rund 5.600 Studierende sind in elf Fakultäten in 23 Bachelor- und zwölf Masterstudiengängen eingeschrieben. Die enge Vernetzung der Hochschule mit der Wirtschaft und Verbänden sorgen für einen hohen Praxisbezug. Den Studierenden stehen an den drei Standorten in Esslingen-Stadtmitte, Flandernstraße und in Göppingen über 50 hochmoderne Labore zur Verfügung. Die Hochschule Esslingen ist immer im Trend der Zeit - und das schon seit fast 100 Jahren.

www.hs-esslingen.de

Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft

Mit rund 6.300 Studierenden ist die Hochschule Karlsruhe (HsKA) die größte Fachhochschule Baden-Württembergs und bietet ein vielseitiges Spektrum an Studienmöglichkeiten in technisch-ingenieurwissenschaftlichen, Informatik-, Wirtschafts- und bauspezifischen Disziplinen. Ihre Studierenden werden durch eine besonders anwendungsbezogene Hochschulausbildung auf ihren späteren Beruf vorbereitet. Vorteile eines Studiums an der HsKA sind praxisorientierte Hochschulausbildung, intensive Betreuung, internationale Ausrichtung, unabhängige und hochwertige Lehre und beste Berufsaussichten. Im Fokus steht jederzeit die hohe Qualität der Lehre: Diese wurde der Hochschule mehrfach in bundesweiten und renommierten Rankings attestiert.

www.hs-karlsruhe.de

Hochschule Darmstadt

Die Hochschule Darmstadt (h_da) gehört mit ihren rund 11.400 Studierenden und über vierzig Studiengängen zu den größten Fachhochschulen in Deutschland. Ihr Lehrangebot und ihre Forschungskapazität erstrecken sich von den Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaft und Mathematik, Informationswissenschaft und Informatik über Wirtschaft und Gesellschaft bis zu Architektur, Medien und Design. Qualitätsmerkmale der Hochschule sind eine gute Betreuung und die deutliche Praxisorientierung während des Studiums. Verschiedene unabhängige Studien bestätigen regelmäßig den guten Ruf ihrer Absolventinnen und Absolventen.

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