Montag, 05. Dezember 2016


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Konjunkturanalyse 3. Quartal 2009: Handwerk behauptet sich

(lifePR) (Hildesheim, ) Überraschend gut verlief die Konjunktur der Handwerkswirtschaft im Bezirk der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturanalyse für das 3. Quartal 2009. "Die Erwartungen, die die Betriebe im Vorquartal geäußert hatten, wurden deutlich übertroffen", kommentierte Jürgen Herbst, Präsident der Handwerkskammer, die Ergebnisse. "Und im Vergleich mit dem 1. Quartal 2009 ist der Anteil der Gutnennungen von 16 auf 30 Prozent gestiegen, der Anteil der Schlechtnennungen nahm von 38 auf 20 Prozent ab", sagte Herbst.

Der Geschäftsklimaindex stieg auf 55 Punkte (Vorquartal: 50). Auf der 100 Punkte umfassenden Skala für die Geschäftslage signalisiere dies eine etwas über dem Durchschnitt liegende Zufriedenheit bei den Betrieben. In den zurück liegenden 15 Jahren wurde dieser Wert lediglich im Boomjahr 2006 überschritten.

Je nach Größe beurteilten die Betriebe ihre Geschäftslage unterschiedlich. Schlecht schnitten die Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten ab, was insbesondere auf stark nachgebende Preise zurückzuführen war. Besonders günstig verlief die Entwicklung für Betriebe mit 10 bis 19 Beschäftigten. "In der tendenziellen Entwicklung belegt diese Gruppe mittlerweile den Spitzenplatz bei wichtigen Konjunkturindikatoren", stellte Herbst fest.

Im 3. Quartal lassen sich die Konjunkturindikatoren für die Handwerkswirtschaft im Kammerbezirk folgendermaßen zusammenfassen. Die Produktions- und Umsatzentwicklung blieb im Vergleich mit dem Vorquartal stabil. Die Beschäftigung nahm zu: Per Saldo stellten 13 Prozent der Betriebe neue Mitarbeiter ein. Die Auslastung verbesserte sich um drei Prozentpunkte. Der Preisdruck nahm leicht ab. Tendenziell ist das Preisniveau rückläufig. Die anziehende Investitionstätigkeit weist auf einen wachsenden Optimismus hin.

Das günstige Ergebnis wird im Wesentlichen von den Baugewerken getragen. Die staatlichen Konjunkturprogramme scheinen zu greifen. Das Bauhauptgewerbe belebte sich deutlich, die Ausbauhandwerke konnten ihr Konjunkturhoch halten. Mit einem Geschäftsklimaindex von 70 Punkten wurde der beste Wert seit dem Vereinigungsboom in 1992 erreicht.

Die Investitionsgüterhersteller, Zulieferer und gewerblichen Dienstleister erholen sich langsam von der schweren Rezession, sind aber noch weit von den Vorjahresergebnissen entfernt.

Der positive Effekt der Umweltprämie ist im Kfz-Handwerk verpufft. Das gute Vorquartalsergebnis konnte nicht mehr gehalten werden. Während im 2. Quartal noch 36 Prozent der Betriebe eine gute Geschäftslage meldeten, waren es jetzt nur noch 21 Prozent.

Die Konsum nahen Handwerke verbesserten sich weiter und profitieren somit von der stabilen Binnenkonjunktur. Das Konsumklima wird sich nach vorliegenden Erkenntnissen nicht weiter verbessern.

Weiterhin ungünstig ist die Konjunktur im Gesundheitssektor. Augenoptiker, Zahntechniker und Orthopädietechniker berichten von schlechten Geschäften, zeigen sich aber für den weiteren Verlauf optimistisch.

Die Region Hildesheim konnte ihre bisher gute Position im regionalen Wettbewerb nicht halten und wies eine unterdurchschnittliche Entwicklung auf. Die südniedersächsischen Landkreise wiesen hingegen eine überdurchschnittliche Konjunktur auf.

Die Erwartungen der Betriebe haben sich gegenüber dem Vorjahresquartal leicht gebessert. Allerdings zeigen die Daten, dass noch ein erhebliches Maß an Unsicherheit vorliegt. "Insoweit wird es darauf ankommen, dass die Wirtschaftspolitik den Prozess der positiven Erwartungsbildung durch die Gestaltung verlässlicher Rahmenbedingungen unterstützt", sagte Herbst.

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