Mittwoch, 07. Dezember 2016


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220 Mal Handwerkszukunft

Meisterfeier der Handwerkskammer für Unterfranken

(lifePR) (Würzburg, ) Am Freitag, 10. Juli, zeichnete die Handwerkskammer für Unterfranken insgesamt 220 Jungmeisterinnen und Jungmeister während der Meisterfeier in Würzburg aus. 40 von ihnen erhielten den Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung für überdurchschnittliche Prüfungsleistungen.

"Das Handwerk agiert nachhaltig wie kein anderer Wirtschaftsbereich. Es pflegt vorhandenes Fach- und Erfahrungswissen, erneuert es stetig, gleicht es mit überbrachten Einstellungen ab und gibt dieses Wissen und Können ganz selbstverständlich an die nächste Generation weiter. Deshalb: Haben Sie keine Bange vor der Zukunft, freuen Sie sich vielmehr auf die Zukunft - Handwerk bedeutet Zukunft", richtete sich Handwerkskammer-Präsident Hugo Neugebauer während seiner Begrüßungsrede direkt an die 220 Jungmeisterinnen und Jungmeister während der Meisterfeier vergangenen Freitag im CinemaxX Würzburg.

Festredner Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung, betonte die Einzigartigkeit der Meisterprüfung weltweit, die für Nachhaltigkeit und für das funktionierende duale Ausbildungssystem stehe. "Deutschland hat es geschafft, Arbeitsprozesse zu Lernprozessen zu machen. Der Betrieb ist somit Produktions- und Lernort zugleich." Der Präsident berichtete von einer Vielzahl an Anfragen von Berufsbildnern aus Europa und der Welt, wie das so erfolgreiche deutsche duale Ausbildungssystem aufgebaut sei. Dieses sei Garant für eine niedrige Arbeitslosenquote, das sehe man auch in Österreich und der Schweiz, die ebenfalls ein ähnliches Ausbildungssystem aufgebaut haben. Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser: "In den wirtschaftlich stärksten Ländern Europas, in Deutschland, Österreich und der Schweiz, ist die Studienabsolventenquote am niedrigsten. Die Jugendarbeitslosigkeit jedoch auch." Selbst die OECD bescheinigte Deutschland jüngst Erfolge in der Berufsbildung: Erwachsene mit Berufsabschluss weisen im Vergleich zu anderen europäischen Ländern überdurchschnittliche Beschäftigungsquoten auf. Explizit nennt die OECD das duale Ausbildungssystem als Erfolgsmerkmal.

Gleichstellung von beruflicher und allgemeiner Bildung

Auch der unterfränkische Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer betonte die Gleichwertigkeit von beruflicher und allgemeiner Bildung: "Es ist unverzichtbar, dass die berufliche Bildung gegenüber der allgemeinen Bildung die notwendige Wertschätzung erfährt. Der Mensch beginnt nicht erst beim Akademiker." Zudem verwies der Regierungspräsident auf die Bedeutung des Handwerks: "Das Handwerk ist ein wichtiges, unverzichtbares Element in unserer Gesellschaft. Sie selbst wissen am besten, dass in den Betrieben nicht nur hervorragende Arbeit geleistet wird, sondern dass das Handwerk weit über seine wirtschaftliche Bedeutung hinaus eine tragende Funktion in den Städten und Gemeinden erfüllt und einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben leistet. Unsere Gesellschaft braucht junge, engagierte Leute aus der Praxis wie Sie. Helfen Sie mit, dem Handwerk den Stellenwert in unserem Land zu sichern, der ihm gebührt."

Feierliche Übergabe

Höhepunkt der Meisterfeier war die Übergabe der Meisterbriefe an die 220 Jungmeisterinnen und Jungmeister. 40 von ihnen wurden zudem mit dem Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet, da sie in der Meisterprüfung zu den besten 20 Prozent des Jahrgangs zählten. "Bedenken Sie, dass der Meisterbrief nicht nur ein Stück Papier ist. Sie stehen als Meisterin oder Meister nicht nur für qualitativ hochwertige Handwerksarbeit, Sie sind auch Vorbild für die kommende Generation von Handwerkern", gab Handwerkskammer-Präsident Hugo Neugebauer den Jungmeistern mit auf den Weg.

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