Freitag, 09. Dezember 2016


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Handelskammer-Delegationsreise der norddeutschen Wirtschaft und Politik nach Südafrika: Kooperationsgespräche intensivieren die Wirtschaftsbeziehungen

(lifePR) (Bremen, ) Regenerative Energien wie die Windkraft, Automobilindustrie und Logistik werden in Südafrika zunehmend wichtiger. Das bietet Chancen für die norddeutsche Wirtschaft, wie jetzt eine Delegationsreise der Handelskammer Bremen, der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bremerhaven, der IHK Stade und der Oldenburgischen IHK deutlich gemacht hat. Neben Lutz H. Peper, Präses der Handelskammer Bremen, und Bremens Wirtschaftssenator Ralf Nagel nahmen 18 Vertreter aus Wirtschaft und Politik daran teil. Stationen der neuntägigen Reise waren Johannesburg/Pretoria, Kapstadt, Port Elizabeth sowie die bremische Partnerstadt Durban. Die Teilnehmer führten rund 100 Kooperationsgespräche und knüpften zahlreiche Geschäftskontakte mit der südafrikanischen Wirtschaft.

Präses Lutz H. Peper wertete die Marktchancen für Bremer Unternehmen in Südafrika positiv: "In den vergangenen sieben Jahren hat Südafrika eine außerordentlich positive Wirtschaftsentwicklung erlebt. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass nach der weltweiten Wirtschaftskrise, die auch vor diesem Land nicht Halt gemacht hat, mit einem erneuten Anziehen der Wirtschaftsleistung zu rechnen ist." Schon für 2010 werde wieder von einem Wachstum von rund 2 bis 3 Prozent ausgegangen. Präses Peper wies insbesondere darauf hin, dass seit dem Ende der Apartheid die unternehmerische Freiheit und der demokratische Prozess in Südafrika Hand in Hand gingen: "Das macht das Land für Investitionen sehr interessant." Besonders wichtig bei der Vermittlung von Wirtschaftskontakten, so Präses Peper, sei die Arbeit der Deutschen Auslandshandelskammer (AHK) für das südliche Afrika, die auch die aktuelle Delegationsreise sorgfältig organisiert und umfassend begleitet hat.

Dr. Matthias Fonger, Hauptgeschäftsführer der Handelskammer, bekräftigte: "Diese Reise ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Sie knüpft an bisherige Aktivitäten der Handelskammer auf dem afrikanischen Markt an - beispielsweise an das Engagement der Handelskammer im Afrika-Verein und in der AHK für das südliche Afrika sowie an die Wirtschaftsgespräche mit afrikanischen Delegationen in Bremen." Auch der Hauptgeschäftsführer der IHK Stade, Jörg Orlemann, sagte: "Diese Reise war eindeutig erfolgreich. Wir nehmen die positive Grundstimmung aus Südafrika nach Deutschland mit."

Mit dem neuen niedersächsischen Wirtschaftsminister Jörg Bode, der zeitgleich mit einer niedersächsischen Wirtschaftsdelegation Südafrika bereiste, vereinbarten die Bremer Vertreter, weiterhin engen Kontakt zu halten. Präses Peper und Wirtschaftssenator Nagel betonten: "Das Treffen mit der niedersächsischen Delegation zeigte ein hohes Maß an Verbundenheit zwischen den Ländern. Sie bestätigt das Engagement und die enge Abstimmung beider Länder in der Metropolregion."

Parallel zum Delegationsprogramm haben Senator Nagel und Minister Bode politische Gespräche mit Vertretern der südafrikanischen Ministerien für Transport und für Handel und Industrie geführt. Zu den Themen Hafenentwicklung, logistische Infrastruktur, Eisenbahntransport und regenerative Energien wurde ein weiterer Austausch vereinbart. In diesem Zusammenhang hat Senator Nagel seine Gesprächspartner auch zum nächsten Bremer Logistiktag eingeladen. Nagel: "Der Bremer Logistiktag 2010 bietet mit dem Partnerland Südafrika eine hervorragende Plattform, um die während der Reise geknüpften Kontakte und Themen zeitnah weiterzuentwickeln."

Im Mittelpunkt der Delegationsreise standen die Kernbranchen der norddeutschen Bundesländer. So wurden unter anderem das Antriebs- und Fahrwerktechnikunternehmen ZF Lemförder bei Johannesburg besichtigt, das Nachrüstungs- und Auslieferzentrum der BLG für General Motors in Port Elizabeth sowie die Niederlassung der Firma Kühne+Nagel in Kapstadt. Zudem bekam die Delegation unter anderem einen Eindruck vom neuen Tiefseehafen in Port Elizabeth, dem größten und modernsten Infrastrukturprojekt Afrikas, sowie dem Neubauprojekt für den internationalen Flughafen in Durban.

Bei Kooperationsbörsen in Johannesburg und Durban, Gesprächen mit den deutschen General- und Honorarkonsuln sowie beim gemeinsamen Empfang Bremens und Niedersachsens beim deutschen Botschafter in Pretoria lernten die Delegationsteilnehmer die wichtigsten Ansprechpartner für Investitionen in Südafrika kennen. Die Kooperationsbörse in Durban wurde von der Durban Chamber of Commerce organisiert. Bei den Kooperationsbörsen haben mehrere Teilnehmer Geschäftspartnerschaften anbahnen können. Ein konkreter Vertrag wurde bereits während der Delegationsreise abgeschlossen: Das Bremer Unternehmen Lampe & Schwartze KG wird eine Risikoanalyse für den Versicherungsbedarf der weltweit vertretenen World Net Logistics Gruppe mit Hauptsitz in Johannesburg erstellen.

Zum Hintergrund: Deutschland ist für Südafrika noch vor China und den USA der wichtigste Import-Handelspartner. Beim Export steht Deutschland an dritter Stelle nach Japan und den USA. Auch für Bremer Firmen ist Südafrika der wichtigste Handelspartner in Afrika. 30 Prozent der Außenhandelsunternehmen in Bremen und der Metropolregion haben Handelsbeziehungen mit Südafrika. Die wichtigsten Exportgüter sind für bremische Firmen seit Jahren vor allem technische Erzeugnisse wie Fahrzeuge, Ersatzteile, Schläuche, Drahtseile, Windenergieanlagen, Messinstrumente, Industriemaschinen, Schiffe, Schiffsausrüstungen und -ersatzteile sowie Genussmittel. Aus Afrika werden hauptsächlich Nahrungs- und Genussmittel importiert wie Rohkaffee, Tee, Wein, Nüsse, Früchte, Gemüse sowie verschiedene Ausgangsstoffe für die verarbeitende Industrie (zum Beispiel Rohbaumwolle, Wolle, Holz, Textilfasern und Ölsaaten) und Autoteile. Innerhalb des Dienstleistungsbereichs ist die Logistikbranche am stärksten in Südafrika vertreten.

Die intensiven Wirtschaftsbeziehungen Bremens mit Südafrika begannen bereits vor über 160 Jahren, als die ersten regelmäßigen Abfertigungen nach Kapstadt und Port Elizabeth stattfanden. Das erste Hanseatische Konsulat wurde bereits 1838 in Kapstadt eröffnet, danach folgten die Konsulate in Port Elizabeth 1843 und Durban 1851.

Die Republik Südafrika ist die wirtschaftliche Lokomotive des Kontinents und erwirtschaftet etwa 40 Prozent des gesamten afrikanischen Bruttoinlandprodukts. Alleine auf die kleine Wirtschaftsregion Gauteng mit Johannesburg und der Hauptstadt Pretoria entfallen zehn Prozent der gesamtafrikanischen Wirtschaftskraft. Südafrika ist das Transportzentrum für die Region südlich der Sahara. Der internationale Flughafen von Johannesburg ist der meist frequentierte des Kontinents und über zahlreiche Direktflüge mit Asien, Europa und Amerika verbunden. Ein Großteil des Warenumschlags wird über den Hafen in Durban abgewickelt.

Durch große Investitionsprojekte wie die Fußballweltmeisterschaft 2010, den Bau von Wärmekraftwerken und den Ausbau der Infrastruktur ergreift Südafrika Maßnahmen, um den Auswirkungen der Wirtschaftskrise entgegenzuwirken. Die konsumfreudige, anwachsende Mittelschicht trägt ebenfalls zu einer stabilisierenden wirtschaftlichen Lage in Südafrika bei.

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