Samstag, 10. Dezember 2016


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Vom Scheitern des Glücks in Zeiten des Krieges

Guy Joosten inszeniert Verdis »Aida« an der Staatsoper Hamburg

(lifePR) (Hamburg, ) Die äthiopische Königstochter Aida wird als Sklavin in Ägypten gefangen gehalten. Sie liebt den ägyptischen Heerführer Radamès, doch sie muss sich zwischen ihrem Land und ihren Gefühlen entscheiden... Für »Aida« wählte Giuseppe Verdi auf Wunsch des Khediven von Kairo, Ismael Pascha, ein exotisches Sujet. Dieser wünschte sich zur Eröffnung seines neuen Opernhauses in Kairo eine westliche Oper über ein ägyptisches Thema. Verdi selbst reiste nicht in das Land am Nil, sondern verließ sich auf das, was er in Bibliotheken fand, und auf das, was seine Librettisten ihm berichteten - das war zwar nicht immer historisch korrekt, tut aber den außergewöhnlichen Qualitäten der Oper keinen Abbruch. Der belgische Regisseur Guy Joosten setzt in seiner Inszenierung von Verdis Meisterwerk den Akzent auf die Liebesgeschichte zwischen Aida und Radamès und erzählt vom Scheitern des persönlichen Glücks in Zeiten des Krieges - für ihn ist der große Kontrast zwischen dem Schicksal der Hauptfiguren und der Härte der Außenwelt die große Antriebskraft der Partitur. Im November 2006 stellte sich Joosten mit einer Deutung von »La Bohème« erstmals an der Hamburgischen Staatsoper vor. Wie bei dieser Produktion gestalten auch für »Aida« Johannes Leiacker das Bühnenbild und Jorge Jara die Kostüme.

Unter der Musikalischen Leitung von Carlo Montanaro, der damit zum ersten Mal im Orchestergraben der Hamburgischen Staatsoper steht, singt Latonia Moore die Titelpartie. Die junge Amerikanerin konnte in Hamburg bereits als Madama Butterfly und Amelia in »Simon Boccanegra« und »Un Ballo in Maschera« große Erfolge feiern und ist nun erstmals in einer Neuproduktion hier zu erleben. Die Partie des Radamès übernimmt ihr Landsmann Franco Farina, der an der Alster regelmäßiger Gast ist. Die italienische Mezzosopranistin Laura Brioli singt Amneris, Andrzej Dobber Amonasro. Der Bass Wilhelm Schwinghammer ist als Il Re zu hören, sein Kollege Diogenes Randes als Ramfis, beide sind Mitglieder des Hamburger Opernsensembles. Es singen außerdem: Dovlet Nurgeldiyev (Un Messagero) und Maria Markina (Una Sacerdotessa). Die Einstudierung des Chores übernimmt Florian Csizmadia.

Premiere A: 16. Mai 2010, 18.00 Uhr
Premiere B: 19. Mai 2010, 19.00 Uhr
Aufführungen: 22., 25., 28. Mai und 2., 5. und 10. Juni 2010, 19.00 Uhr

Vor der Premiere: Einführungsmatinee mit Mitwirkenden der Produktion am 9. Mai 2010, 11.00 Uhr auf der Probebühne 1

Karten sind an der Tageskasse der Hamburgischen Staatsoper, unter der Telefonnummer 040 / 35 68 68, im Internet unter www.staatsoper-hamburg.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

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