Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Hamburg Süd trotzt der Krise

(lifePR) (Hamburg, ) Auch die Hamburg Süd wurde von der Weltwirtschafts- und Schifffahrtskrise erfasst. Im Liniengeschäft lag das Ladungsvolumen mit 2,3 Millionen TEU um -13 Prozent unter Vorjahr und die Frachtraten sanken deutlich ab. So ging der Umsatz im Vorjahresvergleich um -28 Prozent auf 3,2 Milliarden EUR zurück.

Vor dem Hintergrund des abnehmenden Ladungsvolumens wurde der Containerbestand durch die Rückgabe von geleasten und den Verkauf von alten eigenen Containern deutlich reduziert. Demgegenüber blieb die Stellplatzkapazität der eingesetzten Schiffe mit 304.000 TEU etwa konstant. Allerdings verringerte sich die Anzahl der Containerschiffe um 13 Prozent auf 96 Einheiten. Mit dem Austausch kleinerer Charterschiffe durch größere Neubauten wird die Strategie der Senkung der Stückkosten fortgesetzt. Die von der Hamburg Süd-Gruppe operierte Flotte umfasste zzgl. der 52 im Trampbereich eingesetzten Schiffe insgesamt 148 Einheiten, davon 36 gruppeneigene.

Im vergangenen Jahr wurden ein neues "Monte"-Schiff (5.500 TEU) und drei "Rio"-Schiffe (5.900 TEU) in Dienst gestellt, die zusammen mit den in den Vorjahren abgelieferten Schwesterschiffen in den Verkehren von Europa und Asien zur Ostküste Südamerikas eingesetzt werden. In den kommenden Jahren wird das Programm zur Erhöhung des Eigenanteils an Schiffen weiter fortgeführt. Bis zum Jahr 2012 werden zwölf Schiffe mit einer Gesamtkapazität von zirka 80.000 TEU die gruppeneigene Flotte verstärken. Darunter befinden sich zehn Schiffe der "Santa"-Klasse, die mit einer nominellen Kapazität von 7.100 TEU die größten Schiffe in der Hamburg Süd-Flotte sein werden.

Im Krisenjahr 2009 wurde das Investitionsvolumen auf ein Minimum von 167 Millionen EUR beschränkt (Vorjahr 530 Millionen EUR). Für die kommenden drei Jahre sind wieder steigende Investitionen für Schiffe und Container von über 700 Millionen EUR geplant.

Trotz des wirtschaftlichen Drucks wurde ein nennenswerter Stellenabbau vermieden, um die Kompetenz und die Motivation der Mitarbeiter zu erhalten. So wurde der Personalbestand an Land lediglich um 14 Mitarbeiter auf 3.597 reduziert. Auf See stiegen die Beschäftigten um 31 Mitarbeiter auf 1.194 Seeleute infolge der Ablieferung von Neubauten. Insgesamt vergrößerte sich so der Personalbestand um 17 Personen auf 4.791 Mitarbeiter.

Angesichts des deutlichen Erlösrückgangs hat die Hamburg Süd weltweit erhebliche Anstrengungen zu Kostenreduzierung unternommen, die sich auf zirka 300 Millionen EUR beliefen. Zur Senkung der Schiffssystemkosten wurden - zum großen Teil mit Partnern - Rationalisierungen von Liniendiensten durchgeführt und Slow Steaming-Programme in die Wege geleitet. Bei den ladungsabhängigen Kosten wurde eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen bei Umschlag-, Inlandtransport-, Depotkosten etc. ergriffen. Dabei hatten auch niedrigere Kraftstoffzuschläge der durch uns genutzten Fuhrunternehmen und Eisenbahnen einen positiven Einfluss. Schließlich mussten auch die Administrationskosten einen Beitrag leisten, ohne dass jedoch in nennenswertem Umfang Mitarbeiter freigesetzt wurden.

Positive Effekte gingen von der Entwicklung der Wechselkurse von für die Hamburg Süd wichtigen Fremdwährungen aus. Dies gilt bei einem strukturellen Überschuss für den stärker notierenden USD sowie für die schwächeren Kurse der Kostenwährungen wie brasilianischer Real und australischer Dollar.

Durch den stark abgefallenen Bunkerpreis ergaben sich Entlastungen für Kosten und Ergebnis. So sanken die Bunkerkosten auf zirka 700 Millionen USD, 400 Millionen USD weniger als im Vorjahr. Davon gehen zirka drei Viertel auf den gefallenen Bunkerpreis zurück. Ein Viertel ist einem reduzierten Verbrauch zuzurechnen - infolge der Slow Steaming-Maßnahmen und der Umstrukturierung der Flotte hin zu größeren und weniger Einheiten.

Trotz der vergleichsweise positiven Entwicklung der trockenen Trampschifffahrt ist es der Hamburg Süd in 2009 nicht gelungen, ein positives Ergebnis zu erreichen. Unter Berücksichtigung der historischen Krise in der Linienschifffahrt ist es allerdings als Erfolg zu werten, dass die Gruppe insgesamt einen positiven operativen Cash Flow erzielte, der überdies ausreichte, das - allerdings reduzierte - Investitionsbudget abzudecken.

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