Dienstag, 06. Dezember 2016


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Chronische Wunden: Die richtige Diagnose ist entscheidend

Klinikum Links der Weser: Fit in der Wundversorgung und -heilung

(lifePR) (Bremen, ) Vier Millionen Betroffene in Deutschland, Tausende mit erheblich eingeschränkten Lebensmöglichkeiten und immer mehr Ursachen für eine chronische Entwicklung: Die richtige Behandlung von Wunden ist ein aktuelles medizinisches und gesellschaftliches Thema, das immer mehr an Bedeutung gewinnt, nicht zuletzt, weil es die Lebensqualität Betroffener erheblich einschränkt. Für die erfolgreiche Behandlung schlecht bzw. nicht heilender Wunden ist die Zusammenarbeit aller Berufsgruppen im Bereich Gesundheit auch mit anderen Berufsvertretern enorm wichtig. Am Wundzentrum Bremen am Klinikum Links der Weser initiieren Pflegeexperten die Therapie chronischer Wunden interdisziplinär und interprofessionell.

Bei einem Symposium am Bremer Klinikum Links der Weser ging es um die Abrechnung von mitunter komplizierten, aber eben auch chronischen Wunden und um konkrete Patientenfälle und deren Behandlung - unter Berücksichtigung der psychosozialen Folgen chronischer oder schwer heilender Wunden. Im Mittelpunkt stand dabei der interdisziplinäre und interprofessionelle Ansatz, der an dem Bremer Krankenhaus als Grund für die guten Erfolge in der Versorgung gesehen wird.

Das Klinikum Links der Weser therapiert seit Jahren Wunden im Wundzentrum Bremen, es bietet Betroffenen eine Wundsprechstunde an und schult jährlich mehr als 70 Podologen, Arzthelferinnen und in der Pflege Tätige nach den Richtlinien der Initiative Chronische Wunden (ICW). Pflegekräfte, Gefäß- und Unfallchirurgen, Angiologen und Kardiologen behandeln Wunden und erkennen die Ursachen für ihre Entstehung. Neben Medizinern und Pflegekräften sind auch Schuhversorger, Orthopädietechniker und Podologen für ein qualitativ hochwertiges Ergebnis von Bedeutung.

"Chronische Wunden können nur behandelt werden, wenn man die Ursache kennt", sagt Martin Schmitt, Fachkrankenpfleger im Wundzentrum am Klinikum Links der Weser. Diese müssen bekämpft werden, um schließlich eine Wunde heilen zu können. Fallbeispiele standen daher im Mittelpunkt des Symposiums mit rund 150 Teilnehmern. Leidet ein Patient seit Jahren an einem offenen Bein, kann dem eine arterielle oder eine venöse Störung zu Grunde liegen. Im ersten Fall muss die Durchblutung wieder hergestellt werden, entweder mit Hilfe eines Katheters oder durch eine Operation. Ist die Ursache venös, müssen Kompressionen die Blutung zunächst bekämpfen. "Die Diagnose muss in jedem Fall genau sein, um richtig und erfolgreich therapieren zu können", so Schmitt. Jährlich gibt es in Deutschland 300.000 Neuerkrankungen mit offenem Bein.

Auch resistente Keime können verantwortlich sein für Wunden, die unter Umständen nur schwer heilen und die Lebensqualität der Betroffenen massiv einschränken, sagt Schmitt. Auf dem Wundsymposium im Klinikum Links der Weser ging es auch um den aktuellen Expertenstandard zur Behandlung chronischer Wunden, den das Deutsche Netzwerk für Qualitätsmanagement in der Pflege erstellt hat, und dessen praktische Umsetzung.

Neben niedergelassenen Ärzten nahmen vor allem Arzthelferinnen und Mitarbeiter aus Pflegeverbänden an dem Symposium teil. "Im Mittelpunkt steht die Praxisnähe und die Nähe zum Fachpersonal", so Schmitt. Der Deutsche Wundkongress, den das Klinikum Links der Weser seit 2006 gemeinsam mit der Messe Bremen veranstaltet, ist ebenfalls vom Klinikum entwickelt worden, aufgrund des enormen Zuspruchs aber aus dem Krankenhaus ausgelagert worden. Er findet wieder statt am 5. und 6. Mai und auch das Symposium zur interprofessionellen Behandlung findet eine Fortsetzung im November 2010.

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